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Übersetzungen [14]

Schlechte Grundsätze (3)

Nummerierte Lehrreden 10.115

12. Das Kapitel über die Abstiegszeremonie

Schlechte Grundsätze (3)

„Mönche und Nonnen, ihr solltet schlechte Grundsätze und gute Grundsätze kennen,

und ihr solltet schlechte Ergebnisse und gute Ergebnisse kennen.

Wenn ihr diese Dinge kennt, sollte eure Übung den guten Grundsätzen folgen, die zu guten Ergebnissen führen.“

Das sagte der Buddha.

Nachdem er geendet hatte, erhob sich der Heilige von seinem Sitz und ging zu seiner Hütte.

Kurz nachdem der Buddha gegangen war, überlegten diese Mönche und Nonnen:

„Geehrte, der Buddha hat diesen kurzen Merksatz vorgestellt und ist dann zu seiner Hütte gegangen, ohne die Bedeutung ausführlich zu erklären.

Wer kann die Bedeutung dieses kurzen Merksatzes, der vom Buddha vorgestellt wurde, ausführlich erklären?“

Dann überlegten sie:

„Dieser Ehrwürdige Ānanda wird vom Buddha gepriesen und von seinen vernünftigen geistlichen Gefährten geschätzt.

Er kann die Bedeutung dieses kurzen Merksatzes, der vom Buddha vorgestellt wurde, ausführlich erklären.

Wir wollen zu ihm gehen und ihn zu der Sache befragen.

Wie er uns antwortet, so wollen wir es behalten.“

Da gingen diese Mönche und Nonnen zu Ānanda und tauschten Willkommensgrüße mit ihm aus.

Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzten sie sich zur Seite hin. Sie berichteten ihm die Begebenheit und sagten:

„Dass der Ehrwürdige Ānanda das bitte erkläre.“

„Geehrte, wie ein Mensch, der Kernholz bräuchte und auf der Suche nach Kernholz umherwandern würde. Er käme zu einem großen Baum, der mit Kernholz dastünde. Doch er würde die Wurzel und den Stamm übergehen und dächte, das Kernholz wäre in den Zweigen und Blättern zu suchen.

So ergeht es den Ehrwürdigen. Obwohl ihr dem Buddha Auge in Auge gegenübersaßt, habt ihr ihn übergangen und gedacht, ihr solltet mich zu der Sache befragen.

Denn er ist der Buddha, der, der erkennt und sieht. Er ist das Sehen, er ist das Erkennen, er ist die Manifestation des Grundsatzes, er ist die Manifestation der Göttlichkeit. Er ist der Lehrer, der Verkünder, der Erheller der Bedeutung, der Gewährer dessen, das frei vom Tod ist, der Herr der Wahrheit, der Klargewordene.

Das wäre die Zeit gewesen, euch zum Buddha zu begeben und ihn zu der Sache zu befragen.

So wie er es erklärt hätte, hättet ihr es behalten sollen.“

„Sicherlich ist er der Buddha, der, der erkennt und sieht. Sicherlich ist er das Sehen, ist er das Erkennen, ist er die Manifestation des Grundsatzes, ist er die Manifestation der Göttlichkeit. Sicherlich ist er der Lehrer, der Verkünder, der Erheller der Bedeutung, der Gewährer dessen, das frei vom Tod ist, der Herr der Wahrheit, der Klargewordene.

Das wäre die Zeit gewesen, uns zum Buddha zu begeben und ihn zu der Sache zu befragen.

So wie er es erklärt hätte, hätten wir es behalten sollen.

Dennoch wird der Ehrwürdige Ānanda vom Buddha gepriesen und von seinen vernünftigen geistlichen Gefährten geschätzt.

Du kannst die Bedeutung dieses kurzen Merksatzes, der vom Buddha vorgestellt wurde, ausführlich erklären.

Bitte erkläre es, wenn es dir nichts ausmacht.“

„Dann hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“

„Ja, Geehrter“, antworteten sie.

Ānanda sagte:

„Geehrte, der Buddha hat diesen kurzen Merksatz vorgestellt und ist dann zu seiner Hütte gegangen, ohne die Bedeutung ausführlich zu erklären:

‚Ihr solltet schlechte Grundsätze und gute Grundsätze kennen,

und ihr solltet schlechte Ergebnisse und gute Ergebnisse kennen.

Wenn ihr diese Dinge kennt, sollte eure Übung den guten Grundsätzen folgen, die zu guten Ergebnissen führen.‘

Was sind also schlechte Grundsätze? Was sind gute Grundsätze? Was sind schlechte Ergebnisse? Und was sind gute Ergebnisse?

Falsche Ansicht ist ein schlechter Grundsatz,

rechte Ansicht ist ein guter Grundsatz.

Die vielen schlechten, untauglichen Eigenschaften, die durch falsche Ansicht geschaffen werden, sind schlechte Ergebnisse,

und die vielen tauglichen Eigenschaften, die aufgrund von rechter Ansicht vollständig entwickelt werden, sind gute Ergebnisse.

Falsches Denken ist ein schlechter Grundsatz,

rechtes Denken ist ein guter Grundsatz. …

Falsche Rede ist ein schlechter Grundsatz,

rechte Rede ist ein guter Grundsatz. …

Falsches Handeln ist ein schlechter Grundsatz,

rechtes Handeln ist ein guter Grundsatz. …

Falscher Lebenserwerb ist ein schlechter Grundsatz,

rechter Lebenserwerb ist ein guter Grundsatz. …

Falscher Einsatz ist ein schlechter Grundsatz,

rechter Einsatz ist ein guter Grundsatz. …

Falsche Achtsamkeit ist ein schlechter Grundsatz,

rechte Achtsamkeit ist ein guter Grundsatz. …

Falsche Versenkung ist ein schlechter Grundsatz,

rechte Versenkung ist ein guter Grundsatz. …

Falsches Erkennen ist ein schlechter Grundsatz,

rechtes Erkennen ist ein guter Grundsatz. …

Falsche Freiheit ist ein schlechter Grundsatz,

rechte Freiheit ist ein guter Grundsatz.

Die vielen schlechten, untauglichen Eigenschaften, die durch falsche Freiheit geschaffen werden, sind schlechte Ergebnisse,

und die vielen tauglichen Eigenschaften, die aufgrund von rechter Freiheit vollständig entwickelt werden, sind gute Ergebnisse.

Der Buddha hat diesen kurzen Merksatz vorgestellt und ist dann zu seiner Hütte gegangen, ohne die Bedeutung ausführlich zu erklären:

‚Ihr solltet schlechte Grundsätze und gute Grundsätze kennen …

Wenn ihr diese Dinge kennt, sollte eure Übung den guten Grundsätzen folgen, die zu guten Ergebnissen führen.‘ So verstehe ich die ausführliche Bedeutung dieses kurzen Merksatzes, der vom Buddha vorgestellt wurde.

Wenn ihr wollt, geht zum Buddha und fragt ihn danach.

So wie er es erklärt, solltet ihr es behalten.“

„Ja, Geehrter“, antworteten jene Mönche und Nonnen. Sie begrüßten Ānandas Worte und stimmten ihm zu, erhoben sich von ihren Sitzen, verbeugten sich und umrundeten ihn respektvoll, die rechte Seite ihm zugewandt. Dann gingen sie zum Buddha, verbeugten sich, setzten sich zur Seite hin und berichteten ihm die Begebenheit. Dann sagten sie:

„Herr, wir gingen zu Ānanda und befragten ihn zu der Sache,

und Ānanda erklärte uns klar die Bedeutung in dieser Weise, mit diesen Worten und Ausdrücken.“

„Gut, gut, Mönche und Nonnen!

Ānanda ist klug,

er besitzt große Weisheit.

Wenn ihr zu mir gekommen wärt und mir diese Frage gestellt hättet, hätte ich auf genau die gleiche Art geantwortet wie Ānanda.

Das bedeutet es, und so solltet ihr es behalten.“

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