Nummerierte Lehrreden 10.219
21. Das Kapitel über den aus Taten geborenen Körper
Der aus Taten geborene Körper
„Mönche und Nonnen, ich sage nicht, dass absichtliche Taten, die begangen und angesammelt wurden, beseitigt werden, ohne dass man sie erfährt.
Und das kann in eben diesem Leben geschehen, im nächsten Leben oder zu einer späteren Zeit.
Jedenfalls kann das Leiden nicht beendet werden, ohne dass man absichtliche Taten, die begangen und angesammelt wurden, erfährt, sage ich.
Dieser edle Schüler ist frei von Begehrlichkeit, frei von bösem Willen, nicht verwirrt, der Situation bewusst und achtsam. Er meditiert, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Liebe durchdringt, und die zweite und die dritte und die vierte. Ebenso nach oben, nach unten, dazwischen, überall und ringsumher; die ganze Welt durchdringt er mit einem Herzen voller Liebe – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen.
Er versteht:
‚Früher war mein Geist begrenzt und nicht entwickelt. Jetzt ist er grenzenlos und gut entwickelt. Alle begrenzten Taten, die ich begangen habe, werden hier nicht bleiben oder Bestand haben.‘
Was meint ihr, Mönche und Nonnen?
Wenn ein Kind von Kindheit an die Erlösung des Herzens durch Liebe entwickelt hätte – würde es noch irgendeine schlechte Tat begehen?“
„Nein, Herr.“
„Wenn es keine schlechte Tat beginge – würde es noch irgendein Leiden erfahren?“
„Nein, Herr.
Denn wenn es keine schlechte Tat begeht, woher sollte Leiden es befallen?“
„Diese Erlösung des Herzens durch Liebe sollte von Frauen oder Männern entwickelt werden.
Denn weder Frauen noch Männer nehmen diesen Körper mit, wenn sie gehen.
Im Innern der Sterblichen ist der Geist.
Er versteht:
‚Alle Taten, die ich in der Vergangenheit mit diesem aus Taten geborenen Körper begangen habe, werde ich hier erfahren.
Sie werden mir nicht in mein nächstes Leben folgen.‘
Wenn die Erlösung des Herzens durch Liebe so entwickelt wird, führt sie hier für einen weisen Mönch, der nicht zu einer höheren Freiheit durchgedrungen ist, zur Nichtwiederkehr.
Er meditiert, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Mitgefühl durchdringt …
Er meditiert, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller freudiger Anteilnahme durchdringt …
Er meditiert, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Gleichmut durchdringt, und die zweite und die dritte und die vierte.
Ebenso nach oben, nach unten, dazwischen, überall und ringsumher; die ganze Welt durchdringt er mit einem Herzen voller Gleichmut – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen.
Er versteht:
‚Früher war mein Geist begrenzt und nicht entwickelt. Jetzt ist er grenzenlos und gut entwickelt. Alle begrenzten Taten, die ich begangen habe, werden hier nicht bleiben oder Bestand haben.‘
Was meint ihr, Mönche und Nonnen?
Wenn ein Kind von Kindheit an die Erlösung des Herzens durch Gleichmut entwickelt hätte – würde es noch irgendeine schlechte Tat begehen?“
„Nein, Herr.“
„Wenn es keine schlechte Tat beginge – würde es noch irgendein Leiden erfahren?“
„Nein, Herr.
Denn wenn es keine schlechte Tat begeht, woher sollte Leiden es befallen?“
„Diese Erlösung des Herzens durch Gleichmut sollte von Frauen oder Männern entwickelt werden.
Denn weder Frauen noch Männer nehmen diesen Körper mit, wenn sie gehen.
Im Innern der Sterblichen ist der Geist.
Er versteht:
‚Alle Taten, die ich in der Vergangenheit mit diesem aus Taten geborenen Körper begangen habe, werde ich hier erfahren.
Sie werden mir nicht in mein nächstes Leben folgen.‘
Wenn die Erlösung des Herzens durch Gleichmut so entwickelt wird, führt sie hier für einen weisen Mönch, der nicht zu einer höheren Freiheit durchgedrungen ist, zur Nichtwiederkehr.“
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