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Übersetzungen [15]

Kosala (1)

Nummerierte Lehrreden 10.29

3. Das große Kapitel

Kosala (1)

„Soweit sich Kāsi und Kosala erstrecken, soweit sich die Oberherrschaft des Königs Pasenadi von Kosala erstreckt, soweit gilt der König Pasenadi als der Vorderste.

Aber selbst König Pasenadi verfällt und geht zugrunde.

Wenn er das sieht, wird ein gebildeter edler Schüler davon ernüchtert.

Seine Leidenschaft selbst für das Vorderste schwindet, und die für Geringeres erst recht.

Eine Galaxie erstreckt sich tausendmal so weit wie die Bahnen von Mond und Sonne, und wie die Himmelslichter die Viertel erhellen.

In dieser Galaxie gibt es tausend Monde, tausend Sonnen, tausend Sinerus, Könige der Berge, tausend Länder des Rosenapfelbaums, tausend Länder westlich von Godāvarī, tausend Länder nördlich von Kuru, tausend Länder östlich von Videha, tausendmal vier Weltmeere, tausendmal vier große Könige, tausend Bereiche der Götter der vier großen Könige, tausend Bereiche der Götter der Dreiunddreißig, der Yama-Götter, der freudvollen Götter, der Götter, die das Erschaffen lieben, der Götter, die über das herrschen, was andere erschaffen, und tausend Brahmāwelten.

Soweit sich die Galaxie erstreckt, gilt der Große Brahmā als der Vorderste.

Aber selbst der Große Brahmā verfällt und geht zugrunde.

Wenn er das sieht, wird ein gebildeter edler Schüler davon ernüchtert.

Seine Leidenschaft selbst für das Vorderste schwindet, und die für Geringeres erst recht.

Es kommt eine Zeit, da dieses Weltall sich zusammenzieht.

Wenn das Weltall sich zusammenzieht, gehen die Lebewesen zumeist zum Bereich des Strahlenden Glanzes.

Dort sind sie geistgeschaffen, ernähren sich von Ekstase, sind selbstleuchtend und bewegen sich mitten durch die Luft, gleichmäßig strahlend, und sie bleiben so für eine sehr lange Zeit.

Wenn das Weltall sich zusammenzieht, gelten die Götter von strahlendem Glanz als die Vordersten.

Aber selbst die Götter von strahlendem Glanz verfallen und gehen zugrunde.

Wenn er das sieht, wird ein gebildeter edler Schüler davon ernüchtert.

Seine Leidenschaft selbst für das Vorderste schwindet, und die für Geringeres erst recht.

Es gibt zehn allumfassende Dimensionen der Meditation.

Welche zehn?

Jemand nimmt die Meditation über allumfassende Erde wahr, nach oben, nach unten, dazwischen, ungeteilt und grenzenlos.

Jemand nimmt die Meditation über allumfassendes Wasser wahr …

die Meditation über allumfassendes Feuer …

die Meditation über allumfassenden Wind …

die Meditation über allumfassendes Blau …

die Meditation über allumfassendes Gelb …

die Meditation über allumfassendes Rot …

die Meditation über allumfassendes Weiß …

die Meditation über allumfassenden Raum …

Jemand nimmt die Meditation über allumfassendes Bewusstsein wahr, nach oben, nach unten, dazwischen, ungeteilt und grenzenlos.

Das sind die zehn allumfassenden Dimensionen der Meditation.

Die vorderste dieser zehn allumfassenden Dimensionen der Meditation ist, wenn jemand die Meditation über allumfassendes Bewusstsein wahrnimmt, nach oben, nach unten, dazwischen, ungeteilt und grenzenlos.

Manche Lebewesen haben diese Wahrnehmung.

Aber selbst die Lebewesen, die diese Wahrnehmung haben, verfallen und gehen zugrunde.

Wenn er das sieht, wird ein gebildeter edler Schüler davon ernüchtert.

Seine Leidenschaft selbst für das Vorderste schwindet, und die für Geringeres erst recht.

Es gibt acht Dimensionen der Meisterschaft.

Welche acht?

Während jemand Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, begrenzt, sowohl schön als auch hässlich.

Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘

Das ist die erste Dimension der Meisterschaft.

Während jemand Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, unbegrenzt, sowohl schön als auch hässlich.

Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘

Das ist die zweite Dimension der Meisterschaft.

Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, begrenzt, sowohl schön als auch hässlich.

Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘

Das ist die dritte Dimension der Meisterschaft.

Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, unbegrenzt, sowohl schön als auch hässlich.

Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘

Das ist die vierte Dimension der Meisterschaft.

Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, blau, von blauer Farbe, blauer Erscheinung, blauem Glanz.

Wie eine Flachsblüte, blau, von blauer Farbe, blauer Erscheinung, blauem Glanz. Oder wie Stoff aus Varanasi, auf beiden Seiten satiniert, blau, von blauer Farbe, blauer Erscheinung, blauem Glanz.

Ebenso sieht jemand, während er keine Form innerlich wahrnimmt, Formen äußerlich, blau, von blauer Farbe, blauer Erscheinung, blauem Glanz.

Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘

Das ist die fünfte Dimension der Meisterschaft.

Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, gelb, von gelber Farbe, gelber Erscheinung, gelbem Glanz.

Wie eine Kaṇikārablüte, gelb, von gelber Farbe, gelber Erscheinung, gelbem Glanz. Oder wie Stoff aus Varanasi, auf beiden Seiten satiniert, gelb, von gelber Farbe, gelber Erscheinung, gelbem Glanz.

Ebenso sieht jemand, während er keine Form innerlich wahrnimmt, Formen äußerlich, gelb, von gelber Farbe, gelber Erscheinung, gelbem Glanz.

Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘

Das ist die sechste Dimension der Meisterschaft.

Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, rot, von roter Farbe, roter Erscheinung, rotem Glanz.

Wie eine scharlachrote Malvenblüte, rot, von roter Farbe, roter Erscheinung, rotem Glanz. Oder wie Stoff aus Varanasi, auf beiden Seiten satiniert, rot, von roter Farbe, roter Erscheinung, rotem Glanz.

Ebenso sieht jemand, während er keine Form innerlich wahrnimmt, Formen äußerlich, rot, von roter Farbe, roter Erscheinung, rotem Glanz.

Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘

Das ist die siebte Dimension der Meisterschaft.

Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, weiß, von weißer Farbe, weißer Erscheinung, weißem Glanz.

Wie der Morgenstern, weiß, von weißer Farbe, weißer Erscheinung, weißem Glanz. Oder wie Stoff aus Varanasi, auf beiden Seiten satiniert, weiß, von weißer Farbe, weißer Erscheinung, weißem Glanz.

Ebenso sieht jemand, während er keine Form innerlich wahrnimmt, Formen äußerlich, weiß, von weißer Farbe, weißer Erscheinung, weißem Glanz.

Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘

Das ist die achte Dimension der Meisterschaft.

Das sind die acht Dimensionen der Meisterschaft.

Die vorderste dieser acht Dimensionen der Meisterschaft ist, wenn jemand, während er keine Form innerlich wahrnimmt, Formen äußerlich sieht, weiß, von weißer Farbe, weißer Erscheinung, weißem Glanz.

Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘

Manche Lebewesen haben diese Wahrnehmung.

Aber selbst die Lebewesen, die diese Wahrnehmung haben, verfallen und gehen zugrunde.

Wenn er das sieht, wird ein gebildeter edler Schüler davon ernüchtert.

Seine Leidenschaft selbst für das Vorderste schwindet, und die für Geringeres erst recht.

Es gibt vier Übungswege.

Welche vier?

Schmerzhafte Übung mit langsamer Einsicht,

schmerzhafte Übung mit rascher Einsicht,

angenehme Übung mit langsamer Einsicht

und angenehme Übung mit rascher Einsicht.

Das sind die vier Übungswege.

Der vorderste dieser vier Übungswege ist die angenehme Übung mit rascher Einsicht.

Manche Lebewesen üben so.

Aber selbst die Lebewesen, die so üben, verfallen und gehen zugrunde.

Wenn er das sieht, wird ein gebildeter edler Schüler davon ernüchtert.

Seine Leidenschaft selbst für das Vorderste schwindet, und die für Geringeres erst recht.

Es gibt vier Wahrnehmungen.

Welche vier?

Jemand nimmt das Begrenzte wahr.

Jemand nimmt das Ausgedehnte wahr.

Jemand nimmt das Grenzenlose wahr.

Jemand nimmt im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘, die Dimension des Nichts wahr.

Das sind die vier Wahrnehmungen.

Die vorderste dieser vier Wahrnehmungen ist, wenn jemand im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘, die Dimension des Nichts wahrnimmt.

Manche Lebewesen haben diese Wahrnehmung.

Aber selbst die Lebewesen, die diese Wahrnehmung haben, verfallen und gehen zugrunde.

Wenn er das sieht, wird ein gebildeter edler Schüler davon ernüchtert.

Seine Leidenschaft selbst für das Vorderste schwindet, und die für Geringeres erst recht.

Die vorderste unter den Überzeugungen Außenstehender ist: ‚Ich könnte nicht sein, und es könnte nicht mein sein. Ich werde nicht sein, und es wird nicht mein sein.‘

Wenn jemand diese Ansicht hat, kann man erwarten,

dass er von fortgesetztem Dasein nicht angezogen ist

und vom Aufhören des fortgesetzten Daseins nicht abgestoßen ist.

Manche Lebewesen haben diese Ansicht.

Aber selbst die Lebewesen, die diese Ansicht haben, verfallen und gehen zugrunde.

Wenn er das sieht, wird ein gebildeter edler Schüler davon ernüchtert.

Seine Leidenschaft selbst für das Vorderste schwindet, und die für Geringeres erst recht.

Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die die höchste Reinheit der Seele verfechten.

Die vorderste Lehre derer, die die höchste Reinheit der Seele verfechten, ist, wenn jemand vollständig die Dimension des Nichts übersteigt und in die Dimension, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, eintritt und darin verweilt.

Sie lehren den Dhamma, um das unmittelbar zu erkennen und zu verwirklichen.

Manche Lebewesen haben eine solche Doktrin.

Aber selbst die Lebewesen, die eine solche Doktrin haben, verfallen und gehen zugrunde.

Wenn er das sieht, wird ein gebildeter edler Schüler davon ernüchtert.

Seine Leidenschaft selbst für das Vorderste schwindet, und die für Geringeres erst recht.

Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die das höchste Erlöschen in diesem Leben verfechten.

Die vorderste Lehre derer, die das höchste Erlöschen in diesem Leben verfechten, ist die Befreiung ohne Nahrung für Ergreifen, nachdem man bei den sechs Kontaktfeldern den Ursprung, das Vergehen, die Befriedigung, den Nachteil und das Entrinnen wahrhaftig verstanden hat.

Obwohl ich das sage und erkläre, stellen mich manche Asketen und Brahmanen falsch dar mit der unrichtigen, leeren, falschen und unwahren Behauptung:

‚Der Asket Gotama verficht nicht das vollständige Verstehen von Sinnenfreuden, Formen und Gefühlen.‘

Aber ich verfechte das vollständige Verstehen von Sinnenfreuden, Formen und Gefühlen. Und ich verfechte das vollkommene Erlöschen ohne Nahrung für Ergreifen in eben diesem Leben – ohne Wünsche, verloschen, kühl geworden.“

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