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Übersetzungen [16]

Kosala (2)

Nummerierte Lehrreden 10.30

3. Das große Kapitel

Kosala (2)

Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Da kam nun zu dieser Zeit der König Pasenadi von einem Kampf zurück, nachdem er eine Schlacht gewonnen hatte und sein Plan aufgegangen war.

Und König Pasenadi von Kosala ging zum Kloster.

Er fuhr mit der Kutsche, soweit es das Gelände erlaubte, stieg dann ab und betrat zu Fuß das Kloster.

Da gingen gerade mehrere Mönche und Nonnen achtsam im Freien auf und ab.

Da ging König Pasenadi von Kosala zu ihnen und sagte:

„Ihr Herren, wo ist der Gesegnete gerade, der Vollendete, der vollkommen erwachte Buddha?

Denn ich möchte den Buddha sehen.“

„Großer König, das hier ist seine Hütte, die Tür ist geschlossen. Nähere dich leise und ohne Eile; geh zur Veranda, räuspere dich und klopfe an die Tür. Der Buddha wird die Tür öffnen.“

Da begab sich der König zur Hütte des Buddha, räusperte sich und klopfte, und der Buddha öffnete die Tür.

Da betrat König Pasenadi die Hütte des Buddha. Er beugte seinen Kopf zu den Füßen des Buddha, streichelte die Füße und bedeckte sie mit Küssen und nannte seinen Namen:

„Herr, ich bin Pasenadi, der König von Kosala!

Ich bin Pasenadi, der König von Kosala!“

„Aber großer König, aus welchem Grund zeigst du diesem Körper so eine äußerste Ergebenheit und bringst deine offensichtliche Liebe zum Ausdruck?“

„Herr, es ist, weil ich dem Buddha gegenüber so dankbar und erkenntlich bin, dass ich ihm so eine äußerste Ergebenheit zeige und meine offensichtliche Liebe zum Ausdruck bringe.

Der Buddha übt zum Nutzen und Glück vieler Menschen. Er hat viele Menschen in dem edlen System verankert: nämlich in den Grundsätzen des Guten und Tauglichen.

Das ist ein Grund, warum ich dem Buddha so eine äußerste Ergebenheit zeige und meine offensichtliche Liebe zum Ausdruck bringe.

Dann ist der Buddha tugendhaft, er besitzt die Tugend, die reif, edel und tauglich ist.

Das ist ein weiterer Grund, warum ich dem Buddha so eine äußerste Ergebenheit zeige und meine offensichtliche Liebe zum Ausdruck bringe.

Dann lebt der Buddha in der Wildnis, er sucht abgelegene Unterkünfte in der Wildnis und im Wald auf.

Das ist ein weiterer Grund, warum ich dem Buddha so eine äußerste Ergebenheit zeige und meine offensichtliche Liebe zum Ausdruck bringe.

Dann ist der Buddha mit jeder Art von Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung zufrieden.

Das ist ein weiterer Grund, warum ich dem Buddha so eine äußerste Ergebenheit zeige und meine offensichtliche Liebe zum Ausdruck bringe.

Dann ist der Buddha einer den Göttern gewidmeten Gabe würdig, der Gastfreundschaft würdig, einer religiösen Gabe würdig, des Grußes mit zusammengelegten Händen würdig, das unübertreffliche Feld für Verdienst für die Welt.

Das ist ein weiterer Grund, warum ich dem Buddha so eine äußerste Ergebenheit zeige und meine offensichtliche Liebe zum Ausdruck bringe.

Dann findet der Buddha nach Wunsch, ohne Mühe und Not, Gelegenheit, an Gesprächen über Selbstüberwindung teilzunehmen, die helfen, das Herz zu öffnen: nämlich an Gesprächen über Genügsamkeit, Zufriedenheit, Abgeschiedenheit, Sichfernhalten, das Aufrütteln der Energie, Tugend, Versenkung, Weisheit, Freiheit und das Erkennen und Sehen der Freiheit.

Das ist ein weiterer Grund, warum ich dem Buddha so eine äußerste Ergebenheit zeige und meine offensichtliche Liebe zum Ausdruck bringe.

Dann erlangt der Buddha nach Wunsch, ohne Mühe und Not, die vier Vertiefungen – Zustände seliger Meditation in diesem Leben, die zum höheren Geist gehören.

Das ist ein weiterer Grund, warum ich dem Buddha so eine äußerste Ergebenheit zeige und meine offensichtliche Liebe zum Ausdruck bringe.

Dann erinnert sich der Buddha an viele Arten früherer Leben, das heißt: eine Wiedergeburt, zwei Wiedergeburten, drei, vier, fünf, zehn, zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig, hundert, tausend, hunderttausend Wiedergeburten; viele Äonen des Zusammenziehens der Welt, viele Äonen des Ausdehnens der Welt, viele Äonen des Zusammenziehens und Ausdehnens der Welt. ‚Dort hatte ich diesen Namen, gehörte zu jenem Stamm, sah so aus, und das war meine Speise. So erlebte ich Glück und Schmerz, und so lange dauerte mein Leben. Als ich von jenem Ort verschied, wurde ich woanders wiedergeboren. Und dort hatte ich diesen Namen, gehörte zu jenem Stamm, sah so aus, und das war meine Speise. So erlebte ich Glück und Schmerz, und so lange dauerte mein Leben. Als ich von jenem Ort verschied, wurde ich hier wiedergeboren.‘ Und so erinnert er sich an viele Arten früherer Leben mit den Merkmalen und Einzelheiten.

Das ist ein weiterer Grund, warum ich dem Buddha so eine äußerste Ergebenheit zeige und meine offensichtliche Liebe zum Ausdruck bringe.

Dann sieht der Buddha mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit Lebewesen, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden – gering oder hochstehend, schön oder hässlich, an einem guten oder einem schlechten Ort. Er versteht, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten weiterziehen: ‚Diese lieben Wesen taten Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist. Sie brachten die Edlen in Verruf, hatten falsche Ansicht und unternahmen Handlungen aus dieser falschen Ansicht heraus. Als ihr Körper auseinanderbrach, nach dem Tod, wurden sie an einem verlorenen Ort wiedergeboren, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle. Diese lieben Wesen hingegen taten Gutes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist. Sie brachten nie die Edlen in Verruf, hatten rechte Ansicht und unternahmen Handlungen aus dieser rechten Ansicht heraus. Als ihr Körper auseinanderbrach, nach dem Tod, wurden sie an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt.‘ Und so sieht er mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit Lebewesen, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden – gering oder hochstehend, schön oder hässlich, an einem guten oder einem schlechten Ort. Er versteht, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten weiterziehen.

Das ist ein weiterer Grund, warum ich dem Buddha so eine äußerste Ergebenheit zeige und meine offensichtliche Liebe zum Ausdruck bringe.

Dann hat der Buddha mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens erlangt, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, hat sie durch eigene Einsicht erkannt und lebt darin.

Das ist ein weiterer Grund, warum ich dem Buddha so eine äußerste Ergebenheit zeige und meine offensichtliche Liebe zum Ausdruck bringe.

Nun, Herr, jetzt muss ich gehen.

Ich habe viele Pflichten und Verantwortlichkeiten.“

„Bitte, großer König, geh nach deinem Belieben.“

Da erhob sich der König Pasenadi von seinem Sitz, verbeugte sich, umrundete den Buddha respektvoll, die rechte Seite ihm zugewandt, und ging.

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