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Übersetzungen [17]

Der eigene Geist

Nummerierte Lehrreden 10.51

6. Das Kapitel über den eigenen Geist

Der eigene Geist

Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:

„Mönche und Nonnen!“

„Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie.

Der Buddha sagte:

„Mönche und Nonnen, wenn ein Mönch nicht im Erfassen des Geistes anderer bewandert ist, soll er sich schulen: ‚Ich will im Erfassen meines eigenen Geistes bewandert sein.‘

So soll er sich schulen.

Und wie ist ein Mönch im Erfassen seines eigenen Geistes bewandert?

Wie eine Frau oder ein Mann, jung, jugendlich, in Schmuck vernarrt. Dieser Mensch würde in einem reinen, blanken Spiegel oder einer Schale klaren Wassers sein Spiegelbild betrachten. Wenn er dort eine Unreinheit oder einen Makel sähe, würde er versuchen, das zu entfernen.

Aber wenn er keine Unreinheit und keinen Makel sähe, wäre er damit zufrieden, da er alles hätte, was er sich wünschte:

‚Was für ein Glück, ich bin rein!‘

Ebenso ist es für die tauglichen Eigenschaften eines Mönchs eine große Hilfe, wenn er prüft:

‚Bin ich häufig begehrlich oder nicht? Bin ich häufig böswillig oder nicht? Bin ich häufig von Dumpfheit und Benommenheit überwältigt oder nicht? Bin ich häufig rastlos oder nicht? Habe ich häufig Zweifel oder nicht? Bin ich häufig zornig oder nicht? Ist mein Geist häufig verunreinigt oder nicht? Ist mein Körper häufig aufgewühlt oder nicht? Bin ich häufig energisch oder nicht? Bin ich häufig im Samādhi versunken oder nicht?‘

Wenn er beim Prüfen erkennt:

‚Ich bin häufig begehrlich, böswillig, von Dumpfheit und Benommenheit überwältigt, rastlos, habe häufig Zweifel, bin häufig zornig, mein Geist ist häufig verunreinigt, mein Körper ist häufig aufgewühlt, ich bin häufig träge und nicht häufig im Samādhi versunken‘, dann soll dieser Mönch, um diese schlechten, untauglichen Eigenschaften aufzugeben, herausragenden Enthusiasmus aufbieten, herausragende Mühe, herausragenden Eifer, herausragende Tatkraft, herausragende Beharrlichkeit, herausragende Achtsamkeit und herausragendes Situationsbewusstsein.

Wie wenn eure Kleider oder euer Kopf in Flammen stünden: Um sie zu löschen, würdet ihr herausragenden Enthusiasmus aufbieten, herausragende Mühe, herausragenden Eifer, herausragende Tatkraft, herausragende Beharrlichkeit, herausragende Achtsamkeit und herausragendes Situationsbewusstsein.

Ebenso soll dieser Mönch herausragenden Enthusiasmus und herausragende Mühe aufbieten, um diese schlechten, untauglichen Eigenschaften aufzugeben …

Doch wenn er beim Prüfen erkennt:

‚Ich bin häufig zufrieden, gütig, nicht von Dumpfheit und Benommenheit überwältigt, nicht rastlos, bin zuversichtlich, langmütig, mein Geist ist häufig rein, mein Körper ist häufig nicht aufgewühlt, ich bin häufig energisch und häufig im Samādhi versunken‘, dann soll er, auf diese tauglichen Eigenschaften gegründet, weiterhin Meditation üben, um die Befleckungen aufzulösen.“

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