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Übersetzungen [21]

Mit Girimānanda

Nummerierte Lehrreden 10.60

6. Das Kapitel über den eigenen Geist

Mit Girimānanda

Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Zu dieser Zeit nun war der Ehrwürdige Girimānanda mitgenommen, leidend, schwer krank.

Da ging der Ehrwürdige Ānanda zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:

„Herr, der Ehrwürdige Girimānanda ist mitgenommen, leidend, schwer krank.

Herr, bitte geh aus Anteilnahme zum Ehrwürdigen Girimānanda.“

„Ānanda, wenn du dem Mönch Girimānanda diese zehn Wahrnehmungen aufsagen würdest, wäre es möglich, dass seine Krankheit auf der Stelle abklingt, wenn er sie hört.

Welche zehn?

Die Wahrnehmung der Unbeständigkeit, die Wahrnehmung des Fehlens eines Selbst, die Wahrnehmung des Abstoßenden, die Wahrnehmung der Nachteile, die Wahrnehmung des Aufgebens, die Wahrnehmung des Schwindens, die Wahrnehmung des Aufhörens, die Wahrnehmung der Entfremdung von der ganzen Welt, die Wahrnehmung der Unbeständigkeit aller Bedingungen und die Achtsamkeit auf den Atem.

Und was ist die Wahrnehmung der Unbeständigkeit?

Da geht ein Mönch in die Wildnis, zum Fuß eines Baumes oder in eine leere Hütte, und denkt nach:

‚Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozesse und Bewusstsein sind unbeständig.‘

Und so meditiert er, indem er bei den fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregaten die Unbeständigkeit beobachtet.

Das nennt man die Wahrnehmung der Unbeständigkeit.

Und was ist die Wahrnehmung des Fehlens eines Selbst?

Da geht ein Mönch in die Wildnis, zum Fuß eines Baumes oder in eine leere Hütte, und denkt nach:

‚Auge und Bilder, Ohr und Töne, Nase und Gerüche, Zunge und Geschmäcke, Körper und Berührungen, Geist und Vorstellungen sind ohne Selbst.‘

Und so meditiert er, indem er bei den sechs inneren und äußeren Sinnesfeldern das Fehlen eines Selbst beobachtet.

Das nennt man die Wahrnehmung des Fehlens eines Selbst.

Und was ist die Wahrnehmung des Abstoßenden?

Da betrachtet ein Mönch seinen eigenen Körper, von den Fußsohlen aufwärts und von den Haarspitzen abwärts, der von Haut umhüllt und mit zahlreichen widerlichen Dingen angefüllt ist.

‚In diesem Körper gibt es Kopfhaare, Körperhaare, Nägel, Zähne, Haut, Fleisch, Sehnen, Knochen, Knochenmark, Nieren, Herz, Leber, Zwerchfell, Milz, Lungen, Därme, Gekröse, Speisebrei, Kot, Galle, Schleim, Eiter, Blut, Schweiß, Fett, Tränen, Talg, Speichel, Nasenschleim, Gelenkschmiere, Urin.‘

Und so meditiert er, indem er das Abstoßende an diesem Körper betrachtet.

Das nennt man die Wahrnehmung des Abstoßenden.

Und was ist die Wahrnehmung der Nachteile?

Da geht ein Mönch in die Wildnis, zum Fuß eines Baumes oder in eine leere Hütte, und denkt nach:

‚Mit diesem Körper sind viel Leiden und viele Nachteile verbunden. Denn dieser Körper wird von zahlreichen Beschwerden befallen: nämlich

Augenleiden, Ohrenleiden, Nasenleiden, Zungenleiden, Körperleiden, Kopfleiden, Leiden des äußeren Ohrs, des Mundes, der Zähne, der Lippen; Husten, Asthma, Katarrh, Entzündung, Fieber, Magenleiden, Ohnmacht, Durchfall, Magenstechen, Cholera, Lepra, Furunkel, Ausschlag, Tuberkulose, Epilepsie, Bläschenausschlag, Jucken, Schorf, Pocken, Krätze, Blutsturz, Zuckerkrankheit, Hämorrhoiden, Blasen, Fisteln; galle-, schleim- und windbedingte Erkrankungen und deren Mischung, wetterbedingte, durch unachtsames Verhalten oder Überanstrengung bedingte Erkrankungen, Erkrankungen als Ergebnis früherer Taten; Kälte, Hitze, Hunger, Durst, Stuhl- und Harndrang.‘

Und so meditiert er, indem er bei diesem Körper die Nachteile betrachtet.

Das nennt man die Wahrnehmung der Nachteile.

Und was ist die Wahrnehmung des Aufgebens?

Da duldet ein Mönch einen sinnlichen, böswilligen oder grausamen Gedanken, der aufgekommen ist, nicht. Er duldet keine schlechten, untauglichen Eigenschaften, die aufgekommen sind. Er gibt sie auf, macht sich von ihnen los, beseitigt sie und merzt sie aus.

Das nennt man die Wahrnehmung des Aufgebens.

Und was ist die Wahrnehmung des Schwindens?

Da geht ein Mönch in die Wildnis, zum Fuß eines Baumes oder in eine leere Hütte, und denkt nach:

‚Das ist friedvoll, das ist erlesen: nämlich das Beruhigen aller Vorgänge, das Loslassen aller Bindungen, das Auflösen des Verlangens, das Schwinden, das Erlöschen.‘

Das nennt man die Wahrnehmung des Schwindens.

Und was ist die Wahrnehmung des Aufhörens?

Da geht ein Mönch in die Wildnis, zum Fuß eines Baumes oder in eine leere Hütte, und denkt nach:

‚Das ist friedvoll, das ist erlesen: nämlich das Beruhigen aller Vorgänge, das Loslassen aller Bindungen, das Auflösen des Verlangens, das Aufhören, das Erlöschen.‘

Das nennt man die Wahrnehmung des Aufhörens.

Und was ist die Wahrnehmung der Entfremdung von der ganzen Welt?

Da lebt ein Mönch so, dass er die Anziehung und das Greifen nach der Welt aufgibt und sich nicht aneignet, dass er geistige Fixierung, Auf-etwas-Bestehen und zugrunde liegende Neigungen aufgibt und sich nicht aneignet.

Das nennt man die Wahrnehmung der Entfremdung von der ganzen Welt.

Und was ist die Wahrnehmung der Unbeständigkeit aller Bedingungen?

Da ist ein Mönch von allen Bedingungen entsetzt, abgestoßen und angewidert.

Das nennt man die Wahrnehmung der Unbeständigkeit aller Bedingungen.

Und was ist die Achtsamkeit auf den Atem?

Da geht ein Mönch in die Wildnis, zum Fuß eines Baumes oder in eine leere Hütte, setzt sich dort mit gekreuzten Beinen hin, den Körper gerade aufrichtet, und verankert die Achtsamkeit bei sich.

Ganz achtsam atmet er ein. Achtsam atmet er aus.

Wenn er schwer einatmet, weiß er: ‚Ich atme schwer ein.‘ Wenn er schwer ausatmet, weiß er: ‚Ich atme schwer aus.‘

Wenn er leicht einatmet, weiß er: ‚Ich atme leicht ein.‘ Wenn er leicht ausatmet, weiß er: ‚Ich atme leicht aus.‘

Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen den ganzen Körper spüren.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen den ganzen Körper spüren.‘

Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen den körperlichen Vorgang stillen.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen den körperlichen Vorgang stillen.‘

Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen Ekstase erfahren.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen Ekstase erfahren.‘

Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen Seligkeit erfahren.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen Seligkeit erfahren.‘

Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen den geistigen Vorgang erfahren.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen den geistigen Vorgang erfahren.‘

Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen den geistigen Vorgang stillen.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen den geistigen Vorgang stillen.‘

Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen den Geist erfahren.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen den Geist erfahren.‘

Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen den Geist froh machen.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen den Geist froh machen.‘

Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen den Geist im Samādhi versinken lassen.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen den Geist im Samādhi versinken lassen.‘

Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen den Geist befreien.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen den Geist befreien.‘

Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen die Unbeständigkeit beobachten.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen die Unbeständigkeit beobachten.‘

Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen das Schwinden beobachten.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen das Schwinden beobachten.‘

Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen das Aufhören beobachten.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen das Aufhören beobachten.‘

Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen das Loslassen beobachten.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen das Loslassen beobachten.‘

Das nennt man die Achtsamkeit auf den Atem.

Wenn du dem Mönch Girimānanda diese zehn Wahrnehmungen aufsagen würdest, wäre es möglich, dass seine Krankheit auf der Stelle abklingt, wenn er sie hört.“

Da ging Ānanda, nachdem er in Gegenwart des Buddha selbst diese zehn Wahrnehmungen gelernt hatte, zu Girimānanda und sagte sie ihm auf.

Und als Girimānanda diese zehn Wahrnehmungen gehört hatte, klang seine Krankheit auf der Stelle ab.

Und so genas der Ehrwürdige Girimānanda von dieser Krankheit. So erholte er sich von dieser Krankheit.

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