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Übersetzungen [13]

Disziplinarische Angelegenheiten

Nummerierte Lehrreden 10.87

9. Das Kapitel mit Altehrwürdigen

Disziplinarische Angelegenheiten

Da wandte sich der Buddha in Bezug auf den Mönch Kalandaka an die Mönche und Nonnen:

„Mönche und Nonnen!“

„Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie.

Der Buddha sagte:

„Da bringt ein Mönch eine disziplinarische Angelegenheit auf und lobt es nicht, disziplinarische Angelegenheiten beizulegen.

Diese Eigenschaft führt nicht zu Zuneigung, Achtung, Wertschätzung, Eintracht und Einigkeit.

Dann will sich da ein Mönch nicht schulen und lobt es nicht, die Schulung zu unternehmen. …

Dann hat da ein Mönch unlautere Wünsche und lobt es nicht, sich von Wünschen loszumachen. …

Dann ist da ein Mönch zornig und lobt es nicht, sich von Zorn loszumachen. …

Dann verunglimpft da ein Mönch andere und lobt es nicht, sich vom Verunglimpfen loszumachen. …

Dann ist da ein Mönch verschlagen und lobt es nicht, sich von Verschlagenheit loszumachen. …

Dann ist da ein Mönch hinterhältig und lobt es nicht, sich von Hinterhältigkeit loszumachen. …

Dann gibt da ein Mönch auf die Lehren nicht acht und lobt es nicht, auf die Lehren achtzugeben. …

Dann zieht sich da ein Mönch nicht zur Klausur zurück und lobt nicht die Klausur. …

Dann ist da ein Mönch ungastlich zu seinen geistlichen Gefährten und lobt nicht die Gastfreundschaft.

Diese Eigenschaft führt nicht zu Zuneigung, Achtung, Wertschätzung, Eintracht und Einigkeit.

Selbst wenn ein solcher Mönch vielleicht wünscht:

‚Dass mich doch meine geistlichen Gefährten ehren, achten, würdigen und verehren würden!‘, ehren, achten, würdigen und verehren sie ihn dennoch nicht.

Warum ist das so?

Weil seine vernünftigen geistlichen Gefährten sehen, dass er diese schlechten, untauglichen Eigenschaften nicht aufgegeben hat.

Wie wenn ein wildes Fohlen wünschen würde:

‚Dass mich doch die Menschen an die Stelle eines Vollblüters setzen würden, mir das Futter eines Vollblüters geben und mich wie einen Vollblüter pflegen würden!‘ Dennoch würden die Menschen es nicht an die Stelle eines Vollblüters setzen, ihm das Futter eines Vollblüters geben oder es wie einen Vollblüter pflegen.

Warum ist das so?

Weil vernünftige Menschen sehen würden, dass es seine Tricks, Bluffs, Listen und Finten nicht aufgegeben hat.

Ebenso ist es mit einem solchen Mönch. Selbst wenn er vielleicht wünscht:

‚Dass mich doch meine geistlichen Gefährten ehren, achten, würdigen und verehren würden!‘, ehren, achten, würdigen und verehren sie ihn dennoch nicht.

Warum ist das so?

Weil seine vernünftigen geistlichen Gefährten sehen, dass er diese schlechten, untauglichen Eigenschaften nicht aufgegeben hat.

Als Nächstes bringt da ein Mönch keine disziplinarischen Angelegenheiten auf und lobt es, disziplinarische Angelegenheiten beizulegen.

Diese Eigenschaft führt zu Zuneigung, Achtung, Wertschätzung, Eintracht und Einigkeit.

Dann will sich da ein Mönch schulen und lobt es, die Schulung zu unternehmen. …

Dann ist da ein Mönch genügsam und lobt es, sich von Wünschen loszumachen. …

Dann ist da ein Mönch nicht zornig und lobt es, sich von Zorn loszumachen. …

Dann verunglimpft da ein Mönch andere nicht und lobt es, sich vom Verunglimpfen loszumachen. …

Dann ist da ein Mönch nicht verschlagen und lobt es, sich von Verschlagenheit loszumachen. …

Dann ist da ein Mönch nicht hinterhältig und lobt es, sich von Hinterhältigkeit loszumachen. …

Dann gibt da ein Mönch auf die Lehren acht und lobt es, auf die Lehren achtzugeben. …

Dann zieht sich da ein Mönch zur Klausur zurück und lobt die Klausur. …

Dann ist da ein Mönch gastfreundlich zu seinen geistlichen Gefährten und lobt die Gastfreundschaft.

Diese Eigenschaft führt zu Zuneigung, Achtung, Wertschätzung, Eintracht und Einigkeit.

Selbst wenn ein solcher Mönch niemals wünscht:

‚Dass mich doch meine geistlichen Gefährten ehren, achten, würdigen und verehren würden!‘, ehren, achten, würdigen und verehren sie ihn dennoch.

Warum ist das so?

Weil seine vernünftigen geistlichen Gefährten sehen, dass er diese schlechten, untauglichen Eigenschaften aufgegeben hat.

Wie wenn ein erlesenes Vollblutpferd niemals wünschen würde:

‚Dass mich doch die Menschen an die Stelle eines Vollblüters setzen würden, mir das Futter eines Vollblüters geben und mich wie einen Vollblüter pflegen würden!‘ Dennoch würden die Menschen es an die Stelle eines Vollblüters setzen, ihm das Futter eines Vollblüters geben und es wie einen Vollblüter pflegen.

Warum ist das so?

Weil vernünftige Menschen sehen würden, dass es seine Tricks, Bluffs, Listen und Finten aufgegeben hat.

Ebenso ist es mit einem solchen Mönch. Selbst wenn er niemals wünscht:

‚Dass mich doch meine geistlichen Gefährten ehren, achten, würdigen und verehren würden!‘, ehren, achten, würdigen und verehren sie ihn dennoch.

Warum ist das so?

Weil seine vernünftigen geistlichen Gefährten sehen, dass er diese schlechten, untauglichen Eigenschaften aufgegeben hat.“

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