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Übersetzungen [15]

Mit Kokanada

Nummerierte Lehrreden 10.96

10. Das Kapitel mit Upāli

Mit Kokanada

Einmal hielt sich der Ehrwürdige Ānanda bei Rājagaha auf, im Kloster der Heißen Quellen.

Da stand der Ehrwürdige Ānanda beim ersten Morgengrauen auf und ging zu den heißen Quellen, um zu baden.

Nach dem Bad, als er aus dem Wasser gestiegen war, stand er in einer Robe da und trocknete seine Glieder.

Auch der Wanderer Kokanada stand beim ersten Morgengrauen auf und ging zu den heißen Quellen, um zu baden.

Er sah Ānanda von Weitem kommen

und sagte zu ihm:

„Wer ist da, Geehrter?“

„Ich bin ein Mönch, Geehrter.“

„Von welchen Mönchen?“

„Von den Asketen, die dem Sakyer folgen.“

„Ich würde den Ehrwürdigen gerne über einen bestimmten Punkt befragen, wenn du die Zeit nehmen wolltest, zu antworten.“

„Frage, Geehrter. Wenn ich es gehört habe, werde ich es wissen.“

„Ist das deine Ansicht: ‚Das Weltall ist ewig. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz‘?“

„Das ist nicht meine Ansicht, Geehrter.“

„Ist dann das deine Ansicht: ‚Das Weltall ist zeitlich. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz‘?“

„Das ist nicht meine Ansicht, Geehrter.“

„Ist dann das deine Ansicht: ‚Das Weltall ist endlich. …‘ …

‚Das Weltall ist unendlich. …‘ …

‚Seele und Körper sind ein und dasselbe. …‘ …

‚Die Seele ist ein Ding, der Körper ein anderes. …‘ …

‚Ein Klargewordener besteht nach dem Tod fort. …‘ …

‚Ein Klargewordener besteht nach dem Tod nicht fort. …‘ …

‚Ein Klargewordener besteht nach dem Tod fort und besteht auch nicht fort. …‘ …

‚Ein Klargewordener besteht nach dem Tod weder fort, noch besteht er nicht fort. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz‘?“

„Das ist nicht meine Ansicht, Geehrter.“

„Dann erkennst du nicht, Herr, und siehst auch nicht?“

„Das ist nicht so, Geehrter.

Ich erkenne und sehe durchaus.“

„Wenn du über diese zehn Punkte befragt wirst, sagst du, das sei nicht deine Ansicht.

Doch wenn du gefragt wirst, ob du weder erkennst noch siehst,

sagst du: ‚Das ist nicht so, Geehrter.

Ich erkenne und sehe durchaus.‘

Wie ist da die Bedeutung dieser Aussage zu verstehen?“

„‚Das Weltall ist ewig. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz‘ – das ist ein Irrglaube.

‚Das Weltall ist zeitlich. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz‘ – das ist ein Irrglaube.

‚Das Weltall ist endlich. …‘ …

‚Das Weltall ist unendlich. …‘ …

‚Seele und Körper sind ein und dasselbe. …‘ …

‚Die Seele ist ein Ding, der Körper ein anderes. …‘ …

‚Ein Klargewordener besteht nach dem Tod fort. …‘ …

‚Ein Klargewordener besteht nach dem Tod nicht fort. …‘ …

‚Ein Klargewordener besteht nach dem Tod fort und besteht auch nicht fort. …‘ …

‚Ein Klargewordener besteht nach dem Tod weder fort, noch besteht er nicht fort. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz‘ – das ist ein Irrglaube.

Ich erkenne und sehe die Reichweite von Überzeugungen, die Reichweite der Grundlagen für Ansichten, der Fixierung auf Ansichten, der Besessenheit von Ansichten, des Entstehens von Ansichten und des Ausrottens von Ansichten.

Wenn ich so erkenne und sehe, warum sollte ich sagen:

‚Weder erkenne noch sehe ich‘?

Ich erkenne und sehe durchaus.“

„Wie ist der Name des Ehrwürdigen? Und wie bist du unter deinen geistlichen Gefährten bekannt?“

„Geehrter, mein Name ist Ānanda.

Und so bin ich unter meinen geistlichen Gefährten bekannt.“

„Meine Güte! Ich hatte keine Ahnung, dass ich einen so großen Lehrmeister

wie den Ehrwürdigen Ānanda befragt habe!

Wenn ich gewusst hätte,

wer du bist, hätte ich nicht so viel gesagt.

Dass der Ehrwürdige Ānanda mir bitte vergebe.“

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