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Übersetzungen [16]

Blind

Nummerierte Lehrreden 3.29

3. Das Kapitel über Personen

Blind

„Mönche und Nonnen, diese drei Personen findet man in der Welt.

Welche drei?

Den Blinden, den Einäugigen und den Zweiäugigen.

Welche Person ist blind?

Da hat eine Person nicht das Sehvermögen, das man braucht, um neuen Besitz zu erwerben oder vorhandenen Besitz zu vermehren.

Noch hat sie das Sehvermögen, das man braucht, um den Unterschied zwischen tauglichen und untauglichen Eigenschaften zu kennen, zwischen tadelnswerten und solchen ohne Tadel, geringen und hochstehenden, Eigenschaften auf der dunklen und auf der hellen Seite.

Das nennt man eine blinde Person.

Welche Person ist einäugig?

Da hat eine Person das Sehvermögen, das man braucht, um neuen Besitz zu erwerben oder vorhandenen Besitz zu vermehren.

Aber es fehlt ihr das Sehvermögen, das man braucht, um den Unterschied zwischen tauglichen und untauglichen Eigenschaften zu kennen, zwischen tadelnswerten und solchen ohne Tadel, geringen und hochstehenden, Eigenschaften auf der dunklen und auf der hellen Seite.

Das nennt man eine einäugige Person.

Welche Person ist zweiäugig?

Da hat eine Person das Sehvermögen, das man braucht, um neuen Besitz zu erwerben oder vorhandenen Besitz zu vermehren.

Und sie hat das Sehvermögen, das man braucht, um den Unterschied zwischen tauglichen und untauglichen Eigenschaften zu kennen, zwischen tadelnswerten und solchen ohne Tadel, geringen und hochstehenden, Eigenschaften auf der dunklen und auf der hellen Seite.

Das nennt man eine zweiäugige Person.

Das sind die drei Personen, die man in der Welt findet.

Weder brauchbaren Besitz

noch Verdienst können sie schaffen.

Sie tun einen Verlierergriff auf beiden Seiten,

die Blinden mit verdorbenen Augen.

Erklärt wird nun

die einäugige Person.

Mit guten und schlechten Mitteln

strebt dieser verschlagene Mensch nach Reichtum.

Durch falsches und diebisches Handeln

wie auch durch Lügen

ist der junge Mann geschickt im Geldanhäufen

und im Genießen von Sinnenfreuden.

Von hier geht er zur Hölle –

der Einäugige ist vernichtet.

Und nun wird der Zweiäugige erklärt,

die beste Person.

Sein Reichtum ist rechtmäßig erworben,

Geld verdient er mit eigener harter Arbeit.

Er gibt in bester Absicht,

der Mensch mit friedvollem Herzen.

Er geht zu einem guten Ort,

dorthin, wo kein Kummer ist.

Um den Blinden und den Einäugigen

mache einen großen Bogen.

Dem Zweiäugigen aber schließ dich an,

der besten Person.“

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