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Besinnungstag

Nummerierte Lehrreden 3.70

7. Das große Kapitel

Besinnungstag

So habe ich es gehört:

Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī im Ostkloster auf, im Pfahlbau-Langhaus der Mutter Migāras.

Da ging Visākhā, die Mutter Migāras, zum Buddha, verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin. Der Buddha sagte zu ihr:

„Nun, Visākhā, woher kommst du mitten am Tag?“

„Heute, Herr, halte ich den Besinnungstag ein.“

„Visākhā, es gibt drei Besinnungstage.

Welche drei?

Den Besinnungstag der Kuhhirten, den Besinnungstag der Jainas und den Besinnungstag der Edlen.

Und was ist der Besinnungstag der Kuhhirten?

Da bringt ein Kuhhirte am späten Nachmittag seine Kühe zu ihren Besitzern zurück. Er überlegt:

‚Heute haben die Kühe da und dort gegrast und da und dort getrunken.

Morgen werden sie da und dort grasen und da und dort trinken.‘

Ebenso überlegt jemand, der den Besinnungstag einhält:

‚Heute habe ich dieses und jenes gegessen und hatte dieses und jenes Mahl.

Morgen werde ich dieses und jenes essen und dieses und jenes Mahl haben.‘

Und so verbringt er den Tag mit einem Geist voller Begehrlichkeit.

Das ist der Besinnungstag der Kuhhirten.

Wenn so der Besinnungstag der Kuhhirten eingehalten wird, bringt er keine reiche Frucht oder großen Vorteil, reichen Glanz oder reichen Lohn.

Und was ist der Besinnungstag der Jainas?

Es gibt eine Gruppe von Asketen, die sich die Jainas nennen.

Sie ermuntern einen Anhänger:

‚He, Mann, bitte verletze keine lebenden Geschöpfe jenseits einer Entfernung von hundert Meilen nach Osten, …

nach Westen, …

nach Norden …

oder nach Süden.‘

So ermuntern ihn zu Güte und Anteilnahme für manche Wesen, und für andere nicht.

Am Besinnungstag ermuntern sie einen Anhänger:

‚He, Mann, bitte lege alle deine Kleider ab und sage:

„Ich gehöre niemandem nirgendwo! Und nichts gehört mir irgendwo!“‘

Aber seine Eltern wissen doch:

‚Das ist unser Kind.‘

Und er weiß:

‚Das sind meine Eltern.‘

Frau und Kind wissen doch:

‚Das ist unser Ernährer.‘

Und er weiß:

‚Das ist meine Frau und mein Kind.‘

Abhängige Diener, Arbeiter und Gesinde wissen doch:

‚Das ist unser Gebieter.‘

Und er weiß:

‚Das sind meine abhängigen Diener, meine Arbeiter und mein Gesinde.‘

So ermuntern die Jainas ihn zum Lügen zu einer Zeit, da er dazu ermuntert werden sollte, die Wahrheit zu sagen.

Denn das, sage ich, ist Lügen.

Wenn die Nacht vorüber ist, gebraucht er seine Besitztümer wieder, ohne dass jemand sie ihm zurückgegeben hätte.

Das, sage ich, ist Stehlen.

Das ist der Besinnungstag der Jainas.

Wenn so der Besinnungstag der Jainas eingehalten wird, bringt er keine reiche Frucht oder großen Vorteil, reichen Glanz oder reichen Lohn.

Und was ist der Besinnungstag der Edlen?

Ein verunreinigter Geist wird geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Da besinnt sich ein edler Schüler auf den Klargewordenen:

‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die schulungsfähig sind, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘

Während er sich auf den Klargewordenen besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf. Es ist, wie wenn man einen schmutzigen Kopf wäscht, indem man Mühe aufwendet.

Und wie wäscht man einen schmutzigen Kopf, indem man Mühe aufwendet?

Mit Waschpaste, Ton und Wasser und indem man die entsprechende Mühe aufwendet.

Ebenso wird ein verunreinigter Geist geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Da besinnt sich ein edler Schüler auf den Klargewordenen:

‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die schulungsfähig sind, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘

Während er sich auf den Klargewordenen besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf.

Das nennt man

einen edlen Schüler, der den Besinnungstag Brahmās einhält, der mit Brahmā lebt, der an Brahmā denkt, dessen Geist dadurch klar wird, bei dem Freude aufkommt und die Verunreinigungen des Geistes sich auflösen.

So läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet.

Ein verunreinigter Geist wird geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Da besinnt sich ein edler Schüler auf die Lehre:

‚Die Lehre ist vom Buddha gut erklärt – in diesem Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, sie lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen sie selbst erkennen können.‘

Während er sich auf die Lehre besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf. Es ist, wie wenn man einen schmutzigen Körper wäscht, indem man Mühe aufwendet.

Und wie wäscht man einen schmutzigen Körper, indem man Mühe aufwendet?

Mit Badepaste und Pulver, Wasser und indem man die entsprechende Mühe aufwendet.

So wäscht man einen schmutzigen Körper, indem man Mühe aufwendet.

Ebenso wird ein verunreinigter Geist geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Da besinnt sich ein edler Schüler auf die Lehre:

‚Die Lehre ist vom Buddha gut erklärt – in diesem Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, sie lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen sie selbst erkennen können.‘

Während er sich auf die Lehre besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf.

Das nennt man einen edlen Schüler, der den Besinnungstag des Dhamma einhält, der mit dem Dhamma lebt, der an den Dhamma denkt, dessen Geist dadurch klar wird, bei dem Freude aufkommt und die Verunreinigungen des Geistes sich auflösen.

So läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet.

Ein verunreinigter Geist wird geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Da besinnt sich ein edler Schüler auf den Saṅgha:

‚Der Saṅgha der Schüler des Buddha übt nach dem guten Weg, dem geraden Weg, dem systematischen Weg, dem richtigen Weg. Er besteht aus den vier Paaren, den acht Individuen. Das ist der Saṅgha der Schüler des Buddha; er ist einer den Göttern gewidmeten Gabe würdig, der Gastfreundschaft würdig, einer religiösen Gabe würdig, des Grußes mit zusammengelegten Händen würdig, das unübertreffliche Feld für Verdienst für die Welt.‘

Während er sich auf den Saṅgha besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf. Es ist, wie wenn man ein schmutziges Kleid wäscht, indem man Mühe aufwendet.

Und wie wäscht man ein schmutziges Kleid, indem man Mühe aufwendet?

Mit Salz, Lauge, Kuhmist und Wasser und indem man die entsprechende Mühe aufwendet.

So wäscht man ein schmutziges Kleid, indem man Mühe aufwendet.

Ebenso wird ein verunreinigter Geist geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Da besinnt sich ein edler Schüler auf den Saṅgha:

‚Der Saṅgha der Schüler des Buddha übt nach dem guten Weg, dem geraden Weg, dem systematischen Weg, dem richtigen Weg. Er besteht aus den vier Paaren, den acht Individuen. Das ist der Saṅgha der Schüler des Buddha; er ist einer den Göttern gewidmeten Gabe würdig, der Gastfreundschaft würdig, einer religiösen Gabe würdig, des Grußes mit zusammengelegten Händen würdig, das unübertreffliche Feld für Verdienst für die Welt.‘

Während er sich auf den Saṅgha besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf.

Das nennt man einen edlen Schüler, der den Besinnungstag des Saṅgha einhält, der mit dem Saṅgha lebt, der an den Saṅgha denkt, dessen Geist dadurch klar wird, bei dem Freude aufkommt und die Verunreinigungen des Geistes sich auflösen.

So läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet.

Ein verunreinigter Geist wird geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Da besinnt sich ein edler Schüler auf seine eigene Tugend, die unversehrt ist, tadellos, makellos und unbeschädigt; sie ist befreiend, wird von vernünftigen Menschen gepriesen, ist richtig aufgefasst und führt in die Versenkung.

Während er sich auf seine Tugend besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf. Es ist, wie wenn man einen schmutzigen Spiegel putzt, indem man Mühe aufwendet.

Und wie putzt man einen schmutzigen Spiegel, indem man Mühe aufwendet?

Mit Öl, Asche, einem zusammengerollten Tuch und indem man die entsprechende Mühe aufwendet.

So putzt man einen schmutzigen Spiegel, indem man Mühe aufwendet.

Ebenso wird ein verunreinigter Geist geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Da besinnt sich ein edler Schüler auf seine eigene Tugend, die unversehrt ist, tadellos, makellos und unbeschädigt; sie ist befreiend, wird von vernünftigen Menschen gepriesen, ist richtig aufgefasst und führt in die Versenkung.

Während er sich auf seine Tugend besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf.

Das nennt man einen edlen Schüler, der den Besinnungstag der Tugend einhält, der mit Tugend lebt, der an Tugend denkt, dessen Geist dadurch klar wird, bei dem Freude aufkommt und die Verunreinigungen des Geistes sich auflösen.

So läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet.

Ein verunreinigter Geist wird geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Da besinnt sich ein edler Schüler auf die Gottheiten:

‚Es gibt die Götter der vier großen Könige, die Götter der Dreiunddreißig, die Yama-Götter, die freudvollen Götter, die Götter, die das Erschaffen lieben, die Götter, die über das herrschen, was andere erschaffen, die Götter aus Brahmās Gefolge und Götter, die noch darüber stehen.

Nachdem diese Gottheiten von hier verschieden sind, wurden sie aufgrund ihres Vertrauens, ihrer Tugend, ihrer Gelehrsamkeit, ihrer Großzügigkeit und ihrer Weisheit dort wiedergeboren. Auch ich besitze die gleiche Art von Vertrauen, Tugend, Gelehrsamkeit, Großzügigkeit und Weisheit.‘

Während er sich auf Vertrauen, Tugend, Gelehrsamkeit, Großzügigkeit und Weisheit der Gottheiten und auf die gleichen Eigenschaften bei sich selbst besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf. Es ist, wie wenn man verunreinigtes Rohgold läutert, indem man Mühe aufwendet.

Und wie läutert man verunreinigtes Rohgold, indem man Mühe aufwendet?

Mit einem Schmelzofen, Fließmittel, einem Blasebalg und einer Zange und indem man die entsprechende Mühe aufwendet.

So läutert man verunreinigtes Rohgold, indem man Mühe aufwendet.

Ebenso wird ein verunreinigter Geist geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Da besinnt sich ein edler Schüler auf die Gottheiten:

‚Es gibt die Götter der vier großen Könige, die Götter der Dreiunddreißig, die Yama-Götter, die freudvollen Götter, die Götter, die das Erschaffen lieben, die Götter, die über das herrschen, was andere erschaffen, die Götter aus Brahmās Gefolge und Götter, die noch darüber stehen.

Nachdem diese Gottheiten von hier verschieden sind, wurden sie aufgrund ihres Vertrauens, ihrer Tugend, ihrer Gelehrsamkeit, ihrer Großzügigkeit und ihrer Weisheit dort wiedergeboren. Auch ich besitze die gleiche Art von Vertrauen, Tugend, Gelehrsamkeit, Großzügigkeit und Weisheit.‘

Während er sich auf Vertrauen, Tugend, Gelehrsamkeit, Großzügigkeit und Weisheit der Gottheiten und auf die gleichen Eigenschaften bei sich selbst besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf.

Das nennt man einen edlen Schüler, der den Besinnungstag der Gottheiten einhält, der mit den Gottheiten lebt, der an die Gottheiten denkt, dessen Geist dadurch klar wird, bei dem Freude aufkommt und die Verunreinigungen des Geistes sich auflösen.

So läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet.

Dann überlegt dieser edle Schüler:

‚Solange sie leben, geben die Vollendeten das Töten lebender Geschöpfe auf und töten nicht mehr. Sie verzichten auf Stock und Schwert. Sie sind einfühlsam und gütig und leben voller Anteilnahme für alle Lebewesen.

Auch ich will für diesen Tag und diese Nacht das Töten lebender Geschöpfe aufgeben und nicht töten. Ich will auf Stock und Schwert verzichten. Ich will einfühlsam und gütig sein und voller Anteilnahme für alle Lebewesen leben.

Indem ich es in dieser Hinsicht den Vollendeten gleichtue, will ich den Besinnungstag einhalten.

Solange sie leben, geben die Vollendeten das Stehlen auf und stehlen nicht mehr. Sie nehmen nur, was gegeben wird, erwarten nur, was gegeben wird. Sie halten sich selbst rein, indem sie nicht stehlen.

Auch ich will für diesen Tag und diese Nacht das Stehlen aufgeben und nicht stehlen. Ich will nur nehmen, was gegeben wird, nur erwarten, was gegeben wird. Ich will mich selbst rein halten, indem ich nicht stehle.

Indem ich es in dieser Hinsicht den Vollendeten gleichtue, will ich den Besinnungstag einhalten.

Solange sie leben, geben die Vollendeten unkeusches Verhalten auf und sind keusch. Sie leben abgesondert und vermeiden den vulgären Akt des Geschlechtsverkehrs.

Auch ich will für diesen Tag und diese Nacht unkeusches Verhalten aufgeben und keusch sein. Ich will abgesondert leben und den vulgären Akt des Geschlechtsverkehrs vermeiden.

Indem ich es in dieser Hinsicht den Vollendeten gleichtue, will ich den Besinnungstag einhalten.

Solange sie leben, geben die Vollendeten das Lügen auf und lügen nicht mehr. Sie sagen die Wahrheit und halten sich an die Wahrheit. Sie sind ehrlich und verlässlich und legen die Welt nicht mit ihren Worten herein.

Auch ich will für diesen Tag und diese Nacht das Lügen aufgeben und nicht lügen. Ich will die Wahrheit sagen und mich an die Wahrheit halten. Ich will ehrlich und verlässlich sein und will die Welt nicht mit meinen Worten hereinlegen.

Indem ich es in dieser Hinsicht den Vollendeten gleichtue, will ich den Besinnungstag einhalten.

Solange sie leben, geben die Vollendeten das Trinken von Rauschmitteln wie Bier, Wein und Branntwein auf und trinken keine Rauschmittel mehr.

Auch ich will für diesen Tag und diese Nacht das Trinken von Rauschmitteln wie Bier, Wein und Branntwein aufgeben und keine Rauschmittel trinken.

Indem ich es in dieser Hinsicht den Vollendeten gleichtue, will ich den Besinnungstag einhalten.

Solange sie leben, essen die Vollendeten zu einer Tageszeit und verzichten auf das Essen bei Nacht und zur falschen Zeit.

Auch ich will für diesen Tag und diese Nacht zu einer Tageszeit essen und auf das Essen bei Nacht und zur falschen Zeit verzichten.

Indem ich es in dieser Hinsicht den Vollendeten gleichtue, will ich den Besinnungstag einhalten.

Solange sie leben, unterlassen die Vollendeten den Besuch von Tanz-, Gesangs- und Musikvorführungen; sie unterlassen es, Kränze, Düfte und Make-up anzulegen und sich damit zu schmücken und herauszuputzen.

Auch ich will für diesen Tag und diese Nacht den Besuch von Tanz-, Gesangs- und Musikvorführungen unterlassen; ich will es unterlassen, Kränze, Düfte und Make-up anzulegen und mich damit zu schmücken und herauszuputzen.

Indem ich es in dieser Hinsicht den Vollendeten gleichtue, will ich den Besinnungstag einhalten.

Solange sie leben, geben die Vollendeten die Benutzung hoher und üppiger Schlafstellen auf und benutzen keine hohen Schlafstellen mehr. Sie schlafen an einem niedrigen Platz, entweder auf einer Liege oder einer Strohmatte.

Auch ich will für diesen Tag und diese Nacht die Benutzung hoher und üppiger Schlafstellen aufgeben und keine hohen Schlafstellen benutzen. Ich will an einem niedrigen Platz schlafen, entweder auf einer Liege oder einer Strohmatte.

Indem ich es in dieser Hinsicht den Vollendeten gleichtue, will ich den Besinnungstag einhalten.‘

Das ist der Besinnungstag der Edlen.

Wenn so der Besinnungstag der Edlen eingehalten wird, bringt er reiche Frucht und großen Vorteil, reichen Glanz und reichen Lohn.

Wie reich?

Angenommen, Visākhā, du würdest als unumschränkte Gebieterin über die sechzehn großen Länder herrschen – Aṅga, Magadha, Kāsi, Kosala, Vajji, Malla, Cetī, Vaccha, Kuru, Pañcāla, Maccha, Sūrusena, Assaka, Avanti, Gandhāra und Kamboja – angefüllt mit den sieben Schätzen.

Das würde nicht den sechzehnten Teil des Besinnungstages mit acht Faktoren wiegen.

Warum ist das so?

Weil menschliches Königtum im Vergleich zum Glück der Götter dürftig ist.

Fünfzig Jahre in der Menschenwelt entsprechen einem Tag und einer Nacht bei den Göttern der vier großen Könige.

Dreißig solcher Tage machen einen Monat aus.

Zwölf solcher Monate machen ein Jahr aus.

Die Lebensdauer der Götter der vier großen Könige beträgt fünfhundert dieser himmlischen Jahre.

Es ist möglich, dass eine Frau oder ein Mann, die den Besinnungstag mit acht Faktoren eingehalten haben, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter den Göttern der vier großen Könige wiedergeboren werden.

Das habe ich gemeint, als ich sagte:

‚Menschliches Königtum ist im Vergleich zum Glück der Götter dürftig.‘

Hundert Jahre in der Menschenwelt entsprechen einem Tag und einer Nacht bei den Göttern der Dreiunddreißig.

Dreißig solcher Tage machen einen Monat aus.

Zwölf solcher Monate machen ein Jahr aus.

Die Lebensdauer der Götter der Dreiunddreißig beträgt tausend dieser himmlischen Jahre.

Es ist möglich, dass eine Frau oder ein Mann, die den Besinnungstag mit acht Faktoren eingehalten haben, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter den Göttern der Dreiunddreißig wiedergeboren werden.

Das habe ich gemeint, als ich sagte:

‚Menschliches Königtum ist im Vergleich zum Glück der Götter dürftig.‘

Zweihundert Jahre in der Menschenwelt entsprechen einem Tag und einer Nacht bei den Yama-Göttern.

Dreißig solcher Tage machen einen Monat aus.

Zwölf solcher Monate machen ein Jahr aus.

Die Lebensdauer der Yama-Götter beträgt zweitausend dieser himmlischen Jahre.

Es ist möglich, dass eine Frau oder ein Mann, die den Besinnungstag mit acht Faktoren eingehalten haben, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter den Yama-Göttern wiedergeboren werden.

Das habe ich gemeint, als ich sagte:

‚Menschliches Königtum ist im Vergleich zum Glück der Götter dürftig.‘

Vierhundert Jahre in der Menschenwelt entsprechen einem Tag und einer Nacht bei den freudvollen Göttern.

Dreißig solcher Tage machen einen Monat aus.

Zwölf solcher Monate machen ein Jahr aus.

Die Lebensdauer der freudvollen Götter beträgt viertausend dieser himmlischen Jahre.

Es ist möglich, dass eine Frau oder ein Mann, die den Besinnungstag mit acht Faktoren eingehalten haben, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter den freudvollen Göttern wiedergeboren werden.

Das habe ich gemeint, als ich sagte:

‚Menschliches Königtum ist im Vergleich zum Glück der Götter dürftig.‘

Achthundert Jahre in der Menschenwelt entsprechen einem Tag und einer Nacht bei den Göttern, die das Erschaffen lieben.

Dreißig solcher Tage machen einen Monat aus.

Zwölf solcher Monate machen ein Jahr aus.

Die Lebensdauer der Götter, die das Erschaffen lieben, beträgt achttausend dieser himmlischen Jahre.

Es ist möglich, dass eine Frau oder ein Mann, die den Besinnungstag mit acht Faktoren eingehalten haben, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter den Göttern, die das Erschaffen lieben, wiedergeboren werden.

Das habe ich gemeint, als ich sagte:

‚Menschliches Königtum ist im Vergleich zum Glück der Götter dürftig.‘

1600 Jahre in der Menschenwelt entsprechen einem Tag und einer Nacht bei den Göttern, die über das herrschen, was andere erschaffen.

Dreißig solcher Tage machen einen Monat aus.

Zwölf solcher Monate machen ein Jahr aus.

Die Lebensdauer der Götter, die über das herrschen, was andere erschaffen, beträgt 16.000 dieser himmlischen Jahre.

Es ist möglich, dass eine Frau oder ein Mann, die den Besinnungstag mit acht Faktoren eingehalten haben, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter den Göttern, die über das herrschen, was andere erschaffen, wiedergeboren werden.

Das habe ich gemeint, als ich sagte:

‚Menschliches Königtum ist im Vergleich zum Glück der Götter dürftig.‘

Du solltest keine lebenden Geschöpfe töten oder stehlen,

lügen oder Branntwein trinken.

Sei keusch, halte dich von Geschlechtsverkehr fern,

iss nicht nachts und zur falschen Zeit.

Trag keine Kränze, keinen Duft,

auf niedrigem Bett sollst du schlafen oder auf einer Matte am Boden.

Das, so heißt es, ist der Besinnungstag der acht Faktoren,

vom Buddha erklärt, der ans Ende des Leidens gelangt ist.

Mond und Sonne sind schön anzusehen,

sie strahlen, soweit sie ihre Bahn ziehen.

Diese Zerstreuer der Dunkelheit, Wanderer mitten in der Luft,

sie leuchten am Himmelszelt, erhellen die Himmelsrichtungen.

Alle Schätze in diesem Bereich –

Perlen, Edelsteine, auch feiner Beryll,

Berggold, schimmerndes Gold,

Rohgold, das man ‚funkelnd‘ nennt –

all das wiegt nicht den sechzehnten Teil

des Besinnungstages der acht Faktoren,

so wie das Licht aller Sterne es mit dem Mond nicht aufnehmen kann.

Ein tugendhafter Mensch, Frau oder Mann,

der den Besinnungstag der acht Faktoren eingehalten hat,

er wird, wenn er Verdienst mit glücklichem Ausgang geschaffen hat,

frei von Tadel, zu einem himmlischen Ort gehen.“

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