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Übersetzungen [18]

Mit Channa

Nummerierte Lehrreden 3.71

8. Das Kapitel mit Ānanda

Mit Channa

Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Da ging der Wanderer Channa zum Ehrwürdigen Ānanda und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.

Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin und sagte zu Ānanda:

„Geehrter Ānanda, verfechtet ihr das Aufgeben von Gier, Hass und Täuschung?“

„Das tun wir, Geehrter.“

„Aber welchen Nachteil habt ihr gesehen, Geehrter, dass ihr das Aufgeben von Gier, Hass und Täuschung verfechtet?“

„Ein gieriger Mensch, von Gier bezwungen und überwältigt, beabsichtigt, sich selbst zu verletzen, jemand anderen zu verletzen, beide zu verletzen. Er empfindet seelischen Schmerz und Traurigkeit.

Wenn er die Gier aufgegeben hat, beabsichtigt er nicht, sich selbst zu verletzen, jemand anderen zu verletzen, beide zu verletzen. Er empfindet keinen seelischen Schmerz und keine Traurigkeit.

Ein gieriger Mensch tut Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.

Wenn er die Gier aufgegeben hat, tut er nichts Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.

Ein gieriger Mensch versteht nicht wahrhaftig, was gut für ihn selbst, gut für jemand anderen oder gut für beide ist.

Wenn er die Gier aufgegeben hat, versteht er wahrhaftig, was gut für ihn selbst, gut für jemand anderen oder gut für beide ist.

Gier macht blind und zerstört Sehen und Erkennen. Sie blockiert die Weisheit, ist mit Qual verbunden und führt nicht zum Erlöschen.

Ein hasserfüllter Mensch, von Hass bezwungen und überwältigt, beabsichtigt, sich selbst zu verletzen, jemand anderen zu verletzen, beide zu verletzen. …

Ein Mensch, der sich täuscht, von Täuschung bezwungen und überwältigt, beabsichtigt, sich selbst zu verletzen, jemand anderen zu verletzen, beide zu verletzen. Er empfindet seelischen Schmerz und Traurigkeit.

Wenn er die Täuschung aufgegeben hat, beabsichtigt er nicht, sich selbst zu verletzen, jemand anderen zu verletzen, beide zu verletzen. Er empfindet keinen seelischen Schmerz und keine Traurigkeit.

Ein Mensch, der sich täuscht, tut Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.

Wenn er die Täuschung aufgegeben hat, tut er nichts Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.

Ein Mensch, der sich täuscht, versteht nicht wahrhaftig, was gut für ihn selbst, gut für jemand anderen oder gut für beide ist.

Wenn er die Täuschung aufgegeben hat, versteht er wahrhaftig, was gut für ihn selbst, gut für jemand anderen oder gut für beide ist.

Täuschung macht blind und zerstört Sehen und Erkennen. Sie blockiert die Weisheit, ist mit Qual verbunden und führt nicht zum Erlöschen.

Das ist der Nachteil, den wir bei Gier, Hass und Täuschung gesehen haben, und deshalb verfechten wir ihr Aufgeben.“

„Aber, Geehrter, gibt es einen Pfad und eine Übung, um diese Gier, diesen Hass und diese Täuschung aufzugeben?“

„Ja, Geehrter, es gibt einen Pfad und eine Übung, um diese Gier, diesen Hass und diese Täuschung aufzugeben.“

„Nun, was ist es?“

„Es ist einfach dieser edle achtfache Pfad: nämlich

rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung.

Das ist der Pfad, das ist die Übung, um diese Gier, diesen Hass und diese Täuschung aufzugeben.“

„Das ist ein erlesener Pfad, das ist eine erlesene Übung, um diese Gier, diesen Hass und diese Täuschung aufzugeben.

Eben das reicht völlig aus, um beflissen zu sein.“

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