Nummerierte Lehrreden 3.87
9. Das Kapitel über Asketen
Schulung (2)
„Mönche und Nonnen, alle vierzehn Tage werden mehr als hundertfünfzig Schulungsregeln aufgesagt, in denen ehrbare Menschen, die Selbsterkenntnis begehren, sich schulen.
Diese sind alle in den drei Schulungen enthalten.
In welchen drei?
In der Schulung in höherer Tugend, höherem Geist und höherer Weisheit.
Das sind die drei Schulungen, in denen alle Regeln enthalten sind.
Da hat ein Mönch seine Tugend erfüllt und besitzt begrenzte Versenkung und Weisheit.
Er verstößt gegen ein paar kleinere und nebensächliche Schulungsregeln und behebt diese Verstöße.
Warum ist das so?
Weil ich nicht sage, dass er deswegen unfähig sei.
Aber bei den Schulungsregeln, die für das geistliche Leben grundlegend sind und ihm anstehen, ist er stetig und beständig und hält die Schulungsregeln ein, die er aufgenommen hat.
Mit dem Auflösen von drei Fesseln hat er noch höchstens sieben Wiedergeburten.
Er wird höchstens siebenmal zwischen Göttern und Menschen umherwandern und dann dem Leiden ein Ende machen.
Mit dem Auflösen von drei Fesseln geht er von einer Familie zur anderen. Er wird zwischen zwei oder drei Familien umherwandern und dann dem Leiden ein Ende machen.
Mit dem Auflösen von drei Fesseln ist er einer, der nur einmal keimt. Nur einmal wird er in einem menschlichen Dasein wiedergeboren, um dann dem Leiden ein Ende zu machen.
Mit dem Auflösen von drei Fesseln und dem Abschwächen von Gier, Hass und Täuschung ist er ein Einmalwiederkehrer. Nur einmal kehrt er in diese Welt zurück, um dann dem Leiden ein Ende zu machen.
Dann hat da ein Mönch seine Tugend und seine Versenkung erfüllt und besitzt begrenzte Weisheit.
Er verstößt gegen ein paar kleinere und nebensächliche Schulungsregeln und behebt diese Verstöße.
Warum ist das so?
Weil ich nicht sage, dass er deswegen unfähig sei.
Aber bei den Schulungsregeln, die für das geistliche Leben grundlegend sind und ihm anstehen, ist er stetig und beständig und hält die Schulungsregeln ein, die er aufgenommen hat.
Mit dem Auflösen der fünf niederen Fesseln geht er stromaufwärts zum Akaniṭṭha-Bereich.
Mit dem Auflösen der fünf niederen Fesseln erlischt er mit zusätzlicher Anstrengung.
Mit dem Auflösen der fünf niederen Fesseln erlischt er ohne zusätzliche Anstrengung.
Mit dem Auflösen der fünf niederen Fesseln erlischt er beim Auftreffen.
Mit dem Auflösen der fünf niederen Fesseln erlischt er zwischen zwei Leben.
Dann hat da ein Mönch seine Tugend, seine Versenkung und seine Weisheit erfüllt.
Er verstößt gegen ein paar kleinere und nebensächliche Schulungsregeln und behebt diese Verstöße.
Warum ist das so?
Weil ich nicht sage, dass er deswegen unfähig sei.
Aber bei den Schulungsregeln, die für das geistliche Leben grundlegend sind und ihm anstehen, ist er stetig und beständig und hält die Schulungsregeln ein, die er aufgenommen hat.
Er erlangt mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, erkennt sie durch eigene Einsicht und lebt darin.
Also, Mönche und Nonnen, wenn ihr teilweise übt, habt ihr teilweise Erfolg. Wenn ihr umfassend übt, habt ihr umfassend Erfolg. Diese Schulungsregeln sind nicht umsonst, sage ich.“
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