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Übersetzungen [18]

Drei Schulungen (2)

Nummerierte Lehrreden 3.90

9. Das Kapitel über Asketen

Drei Schulungen (2)

„Mönche und Nonnen, es gibt drei Schulungen.

Welche drei?

Die Schulung in höherer Tugend, höherem Geist und höherer Weisheit.

Und was ist die Schulung in höherer Tugend?

Da ist ein Mönch tugendhaft, gezügelt in der Ordenssatzung, verhält sich angemessen und sucht an angemessenen Orten um Almosen nach. Er sieht die Gefahr im kleinsten Fehler und hält die Schulungsregeln ein, die er aufgenommen hat.

Das nennt man die Schulung in höherer Tugend.

Und was ist die Schulung in höherem Geist?

Da tritt ein Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin … in die zweite Vertiefung … in die dritte Vertiefung … in die vierte Vertiefung.

Das nennt man die Schulung in höherem Geist.

Und was ist die Schulung in höherer Weisheit?

Da erlangt ein Mönch mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, erkennt sie durch eigene Einsicht und lebt darin.

Das nennt man die Schulung in höherer Weisheit.

Das sind die drei Schulungen.

Höhere Tugend, höherer Geist

und höhere Weisheit sollen üben,

die energisch sind, standhaft und entschlossen,

die Versenkung üben, achtsam, die Sinne hütend:

wie davor, so dahinter;

wie dahinter, so davor;

wie unten, so oben;

wie oben, so unten;

wie bei Tag, so bei Nacht;

wie bei Nacht, so bei Tag.

Alle Himmelsrichtungen gemeistert,

mit grenzenloser Versenkung –

einen solchen nennt man ‚einen in Schulung auf dem Weg‘

und ‚einen, der ein reines Leben führt‘.

Doch der Bedächtige, der den Weg zu Ende gegangen,

wird ‚Buddha‘ in der Welt genannt.

Mit dem Aufhören des Bewusstseins,

durch Auflösen des Verlangens befreit,

gleicht die Befreiung seines Herzens

einer erlöschenden Lampe.“

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