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Übersetzungen [13]

Wahrheiten der Brahmanen

Nummerierte Lehrreden 4.185

19. Das Kapitel über Brahmanen

Wahrheiten der Brahmanen

Einmal hielt sich der Buddha bei Rājagaha auf der Geierkuppe auf.

Zu dieser Zeit nun befanden sich einige sehr namhafte Wanderer im Wandererkloster am Ufer des Schlangenflusses. Unter ihnen waren Annabhāra, Varadhara, Sakuludāyī und andere sehr namhafte Wanderer.

Da kam der Buddha am späten Nachmittag aus seiner Klausur und ging zum Wandererkloster am Ufer des Schlangenflusses.

Nun kam da gerade unter den Wanderern anderer Konfessionen, als sie dort beisammensaßen, dieses Gespräch auf:

„Die Wahrheiten der Brahmanen sind so; die Wahrheiten der Brahmanen sind so.“

Da ging der Buddha zu den Wanderern, setzte sich auf den ausgebreiteten Sitz und sagte zu ihnen:

„Wanderer, worüber habt ihr gerade gesprochen, als ihr hier beisammensaßt? Welches Gespräch wurde unterbrochen?“

„Nun, werter Gotama, als wir hier beisammensaßen, kam unter uns dieses Gespräch auf:

‚Die Wahrheiten der Brahmanen sind so; die Wahrheiten der Brahmanen sind so.‘“

„Wanderer, ich erkläre vier Wahrheiten der Brahmanen, die ich durch eigene Einsicht erkannt habe.

Welche vier?

Da sagt ein Brahmane:

‚Man soll kein Lebewesen töten.‘

Wenn er so spricht, spricht ein Brahmane die Wahrheit und lügt nicht.

Doch er hält sich deswegen nicht für einen ‚Asketen‘ oder ‚Brahmanen‘, und er denkt auch nicht ‚ich bin besser‘, ‚ich bin gleich‘ oder ‚ich bin schlechter‘.

Vielmehr übt er das nur aus Güte und Anteilnahme für die Lebewesen, nachdem er die Wahrheit dieser Aussage eingesehen hat.

Dann sagt da ein anderer Brahmane:

‚Alle Sinnenfreuden sind unbeständig, voller Leiden und müssen zugrunde gehen.‘

Wenn er so spricht, spricht ein Brahmane die Wahrheit und lügt nicht.

Doch er hält sich deswegen nicht für einen ‚Asketen‘ oder ‚Brahmanen‘, und er denkt auch nicht ‚ich bin besser‘, ‚ich bin gleich‘ oder ‚ich bin schlechter‘.

Vielmehr übt er das nur für das Ziel der Ernüchterung, des Schwindens der Leidenschaft und des Aufhörens in Bezug auf Sinnenfreuden, nachdem er die Wahrheit dieser Aussage eingesehen hat.

Dann sagt da ein anderer Brahmane:

‚Alle Daseinszustände sind unbeständig, voller Leiden und müssen zugrunde gehen.‘ … Er übt nur für das Ziel der Ernüchterung, des Schwindens der Leidenschaft und des Aufhörens in Bezug auf künftige Leben, nachdem er die Wahrheit dieser Aussage eingesehen hat.

Dann sagt da ein anderer Brahmane:

‚Ich gehöre niemandem nirgendwo! Und nichts gehört mir irgendwo!‘

Wenn er so spricht, spricht ein Brahmane die Wahrheit und lügt nicht.

Doch er hält sich deswegen nicht für einen ‚Asketen‘ oder ‚Brahmanen‘, und er denkt auch nicht ‚ich bin besser‘, ‚ich bin gleich‘ oder ‚ich bin schlechter‘.

Vielmehr übt er nur den Pfad des Nichts, nachdem er die Wahrheit dieser Aussage eingesehen hat.

Ich erkläre diese vier Wahrheiten der Brahmanen, die ich durch eigene Einsicht erkannt habe.“

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