Nummerierte Lehrreden 4.186
19. Das Kapitel über Brahmanen
Herangehensweise
Da ging einer der Mönche zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:
„Herr, was führt die Welt an? Was zieht sie herum? Was erscheint und übernimmt die Kontrolle?“
„Gut, gut, Mönch!
Deine Herangehensweise und deine Formulierung sind vortrefflich, und es ist eine gute Frage.
Denn du hast gefragt:
Was führt die Welt an? Was zieht sie herum? Was erscheint und übernimmt die Kontrolle?“
„Ja, Herr.“
„Mönch, der Geist führt die Welt an. Der Geist zieht sie herum. Der Geist erscheint und übernimmt die Kontrolle.“
Mit den Worten: „Gut, Herr“ begrüßte jener Mönch die Worte des Buddha und stimmte ihm zu. Dann stellte er eine weitere Frage:
„Herr, man spricht von ‚jemandem, der gelehrt ist und die Lehre im Gedächtnis hat‘.
Inwiefern ist jemand gelehrt und hat die Lehre im Gedächtnis?“
„Gut, gut, Mönch!
Deine Herangehensweise und deine Formulierung sind vortrefflich, und es ist eine gute Frage …
Ich habe viele Lehren gelehrt:
Aussagen, Mischungen aus Prosa und Dichtung, Gespräche, Strophen, innige Ausrufe, Legenden, Geschichten aus früheren Leben, erstaunliche Geschichten und Ausarbeitungen.
Aber wenn irgend jemand die Bedeutung und die Lehre auch nur einer vierzeiligen Strophe versteht und im Einklang mit der Lehre übt, darf er ‚jemand, der gelehrt ist und die Lehre im Gedächtnis hat‘ genannt werden.“
Mit den Worten: „Gut, Herr“ begrüßte jener Mönch die Worte des Buddha und stimmte ihm zu. Dann stellte er eine weitere Frage:
„Herr, man spricht von ‚jemandem, der gelehrt ist und durchdringende Weisheit besitzt‘.
Inwiefern ist jemand gelehrt und besitzt durchdringende Weisheit?“
„Gut, gut, Mönch!
Deine Herangehensweise und deine Formulierung sind vortrefflich, und es ist eine gute Frage …
Da hat ein Mönch gehört: ‚Das ist das Leiden.‘ Er sieht mit durchdringender Weisheit, was es bedeutet.
Er hat gehört: ‚Das ist der Ursprung des Leidens.‘ …
‚Das ist das Aufhören des Leidens.‘ …
‚Das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.‘ Er sieht mit durchdringender Weisheit, was es bedeutet.
So ist jemand gelehrt und besitzt durchdringende Weisheit.“
Mit den Worten: „Gut, Herr“ begrüßte jener Mönch die Worte des Buddha und stimmte ihm zu. Dann stellte er eine weitere Frage:
„Herr, man spricht von ‚jemandem, der klug ist und große Weisheit besitzt‘.
Inwiefern ist jemand klug und besitzt große Weisheit?“
„Gut, gut, Mönch!
Deine Herangehensweise und deine Formulierung sind vortrefflich, und es ist eine gute Frage …
Jemand, der klug ist und große Weisheit besitzt, denkt nicht daran, sich selbst zu verletzen, jemand anderen zu verletzen oder beide zu verletzen. Wenn er denkt, denkt er nur an den eigenen Nutzen, den Nutzen anderer, den Nutzen beider und den Nutzen der ganzen Welt.
So ist jemand klug und besitzt große Weisheit.“
Kommentar [0]