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Übersetzungen [15]

Mit Bhaddiya

Nummerierte Lehrreden 4.193

20. Das große Kapitel

Mit Bhaddiya

Einmal hielt sich der Buddha bei Vesālī am Großen Wald auf, in der Halle mit dem Giebeldach.

Da ging der Licchaver Bhaddiya zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:

„Herr, ich habe gehört:

‚Der Asket Gotama ist ein Zauberer. Er kennt einen Bekehrungszauber und benutzt ihn, um die Anhänger derer, die anderen Konfessionen anhängen, zu bekehren.‘

Geben die, die das sagen,

die Worte des Buddha wieder und stellen ihn nicht mit einer Unwahrheit falsch dar? Ist ihre Erklärung im Einklang mit der Lehre, und gibt es keinen rechtmäßigen Grund für eine Gegendarstellung und Tadel?“

„Bhaddiya, geh bitte nicht nach mündlicher Überlieferung, nicht nach der Übertragungslinie, nicht nach einem Testament, nicht nach kanonischer Autorität, nicht nach Logik, nicht nach Rückschlüssen, nicht nach einem vernünftigen Gedankengang, nicht nach der Annahme einer Ansicht nach Überlegung, nicht nach dem Anschein von Kompetenz, und denke nicht: ‚Der Asket ist unser geachteter Lehrer.‘

Aber wenn du selbst verstehst:

‚Diese Dinge sind untauglich, tadelnswert, werden von vernünftigen Menschen getadelt, und wenn man sie unternimmt, führen sie zu Schaden und Leiden‘, dann solltest du sie aufgeben.

„Was denkst du, Bhaddiya?

Wenn Gier in einem Menschen aufkommt, ist das zu seinem Nutzen oder zu seinem Schaden?“

„Zu seinem Schaden, Herr.“

„Ein gieriges Individuum, von Gier überwältigt, tötet lebende Geschöpfe, stiehlt, begeht Ehebruch, lügt und stiftet andere an, das Gleiche zu tun. Ist das zu seinem langanhaltenden Schaden und Leiden?“

„Ja, Herr.“

„Was denkst du, Bhaddiya?

Wenn Hass … oder Täuschung … oder Angriffslust in einem Menschen aufkommt, ist das zu seinem Nutzen oder zu seinem Schaden?“

„Zu seinem Schaden, Herr.“

„Ein angriffslustiges Individuum, von Angriffslust überwältigt, tötet lebende Geschöpfe, stiehlt, begeht Ehebruch, lügt und stiftet andere an, das Gleiche zu tun. Ist das zu seinem langanhaltenden Schaden und Leiden?“

„Ja, Herr.“

„Was denkst du, Bhaddiya, sind diese Dinge tauglich oder untauglich?“

„Untauglich, Herr.“

„Tadelnswert oder ohne Tadel?“

„Tadelnswert, Herr.“

„Werden sie von vernünftigen Menschen getadelt oder gepriesen?“

„Von vernünftigen Menschen werden sie getadelt, Herr.“

„Führen sie, wenn man sie unternimmt, zu Schaden und Leiden, oder nicht?

Oder wie siehst du das?“

„Wenn man sie unternimmt, führen sie zu Schaden und Leiden.

So sehe ich das.“

„Also, Bhaddiya, wir haben gesagt:

‚Bhaddiya, geh bitte nicht nach mündlicher Überlieferung, nicht nach der Übertragungslinie, nicht nach einem Testament, nicht nach kanonischer Autorität, nicht nach Logik, nicht nach Rückschlüssen, nicht nach einem vernünftigen Gedankengang, nicht nach der Annahme einer Ansicht nach Überlegung, nicht nach dem Anschein von Kompetenz, und denke nicht: „Der Asket ist unser geachteter Lehrer.“

Aber wenn du selbst verstehst:

„Diese Dinge sind untauglich, tadelnswert, werden von vernünftigen Menschen getadelt, und wenn man sie unternimmt, führen sie zu Schaden und Leiden“, dann solltest du sie aufgeben.‘

Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.

Bhaddiya, geh bitte nicht nach mündlicher Überlieferung, nicht nach der Übertragungslinie, nicht nach einem Testament, nicht nach kanonischer Autorität, nicht nach Logik, nicht nach Rückschlüssen, nicht nach einem vernünftigen Gedankengang, nicht nach der Annahme einer Ansicht nach Überlegung, nicht nach dem Anschein von Kompetenz, und denke nicht: ‚Der Asket ist unser geachteter Lehrer.‘

Aber wenn du selbst verstehst:

‚Diese Dinge sind tauglich, ohne Tadel, werden von vernünftigen Menschen gepriesen, und wenn man sie unternimmt, führen sie zu Nutzen und Glück‘, dann sollst du sie unternehmen und daran festhalten.

Was denkst du, Bhaddiya?

Wenn Zufriedenheit … Liebe … richtiges Verstehen … Wohlwollen in einem Menschen aufkommt, ist das zu seinem Nutzen oder zu seinem Schaden?“

„Zu seinem Nutzen, Herr.“

„Ein wohlwollendes Individuum, nicht von Angriffslust überwältigt, tötet keine lebenden Geschöpfe, stiehlt nicht, begeht keinen Ehebruch, lügt nicht und stiftet andere nicht an, das zu tun. Ist das zu seinem langanhaltenden Nutzen und Glück?“

„Ja, Herr.“

„Was denkst du, Bhaddiya, sind diese Dinge tauglich oder untauglich?“

„Tauglich, Herr.“

„Tadelnswert oder ohne Tadel?“

„Ohne Tadel, Herr.“

„Werden sie von vernünftigen Menschen getadelt oder gepriesen?“

„Von vernünftigen Menschen werden sie gepriesen, Herr.“

„Führen sie, wenn man sie unternimmt, zu Nutzen und Glück, oder nicht?

Oder wie siehst du das?“

„Wenn man sie unternimmt, führen sie zu Nutzen und Glück.

So sehe ich das.“

„Also, Bhaddiya, wir haben gesagt:

‚Bhaddiya, geh bitte nicht nach mündlicher Überlieferung, nicht nach der Übertragungslinie, nicht nach einem Testament, nicht nach kanonischer Autorität, nicht nach Logik, nicht nach Rückschlüssen, nicht nach einem vernünftigen Gedankengang, nicht nach der Annahme einer Ansicht nach Überlegung, nicht nach dem Anschein von Kompetenz, und denke nicht: „Der Asket ist unser geachteter Lehrer.“

Aber wenn du selbst verstehst:

„Diese Dinge sind tauglich, ohne Tadel, werden von vernünftigen Menschen gepriesen, und wenn man sie unternimmt, führen sie zu Nutzen und Glück“, dann sollst du sie unternehmen und daran festhalten.‘

Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.

Die guten und wahren Menschen in der Welt ermuntern ihre Schüler:

‚He, Mann, bitte lebe ohne Gier.

Dann wirst du mit dem Körper, der Sprache oder dem Geist nicht aus Gier handeln.

Lebe ohne Hass … ohne Täuschung … ohne Angriffslust.

Dann wirst du mit dem Körper, der Sprache oder dem Geist nicht aus Hass … aus Täuschung … aus Angriffslust handeln.‘“

Daraufhin sagte der Licchaver Bhaddiya zum Buddha:

Vortrefflich, Herr! … Von diesem Tag an soll der Buddha mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“

„Nun, Bhaddiya, habe ich zu dir gesagt:

‚Bitte, Bhaddiya, sei mein Schüler

und ich will dein Lehrer sein‘?“

„Nein, Herr.“

„Obwohl ich das sage und erkläre, stellen mich manche Asketen und Brahmanen falsch dar mit der unrichtigen, leeren, falschen und unwahren Behauptung:

‚Der Asket Gotama ist ein Zauberer. Er kennt einen Bekehrungszauber und benutzt ihn, um die Anhänger derer, die anderen Konfessionen anhängen, zu bekehren.‘“

„Herr, dieser Bekehrungszauber ist vortrefflich.

Dieser Bekehrungszauber ist wunderbar!

Wenn meine Lieben – meine Verwandten und Sippenangehörigen – davon bekehrt würden, wäre das zu ihrem langanhaltenden Nutzen und Glück.

Wenn alle Adligen, Brahmanen, Landarbeiter und Hilfsarbeiter davon bekehrt würden, wäre das zu ihrem langanhaltenden Nutzen und Glück.“

„Das ist wirklich wahr, Bhaddiya! Das ist wirklich wahr, Bhaddiya!

Wenn alle Adligen, Brahmanen, Landarbeiter und Hilfsarbeiter davon bekehrt würden, wäre das zu ihrem langanhaltenden Nutzen und Glück.

Wenn die ganze Welt mit ihren Göttern, Māras und Brahmās, mit dieser Bevölkerung mit ihren Asketen und Brahmanen, Göttern und Menschen davon bekehrt würde – wenn die ganze Welt dazu bekehrt würde, untaugliche Eigenschaften aufzugeben und sich taugliche Eigenschaften zu eigen zu machen, wäre das zu ihrem langanhaltenden Nutzen und Glück.

Wenn diese großen Salbäume davon bekehrt würden – wenn sie dazu bekehrt würden, untaugliche Eigenschaften aufzugeben und sich taugliche Eigenschaften zu eigen zu machen –, wäre das zu ihrem langanhaltenden Nutzen und Glück, wenn sie Bewusstsein hätten.

Um wie viel mehr gilt das für einen Menschen!“

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