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Übersetzungen [15]

Mit Kakudha

Nummerierte Lehrreden 5.100

10. Das Kapitel mit Kakudha

Mit Kakudha

So habe ich es gehört:

Einmal hielt sich der Buddha bei Kosambī auf, in Ghositas Kloster.

Nun war zu dieser Zeit ein Koliyer mit Namen Kakudha, der Unterstützer des Ehrwürdigen Mahāmoggallāna, kürzlich verstorben und war in einer gewissen Schar geistgeschaffener Götter wiedergeboren worden.

Er hatte eine Verkörperung erlangt, die zwei- oder dreimal so groß war wie ein Dorf in Magadha mitsamt seinen Feldern.

Doch diese Verkörperung war weder für ihn selbst noch für andere hinderlich.

Da ging der Ortsgott Kakudha zum Ehrwürdigen Mahāmoggallāna, verbeugte sich, stellte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:

„Herr, dieser verfestigte Wunsch kam in Devadatta auf:

‚Ich werde den Saṅgha der Mönche und Nonnen leiten.‘

Und als dieser Gedanke aufkam, verlor Devadatta jene übersinnliche Kraft.“

Das sagte der Ortsgott Kakudha.

Dann verbeugte er sich, umrundete Mahāmoggallāna respektvoll, die rechte Seite ihm zugewandt, und verschwand eben dort.

Da ging Mahāmoggallāna zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und berichtete ihm, was vorgefallen war.

„Aber Moggallāna, hast du den Geist des Ortsgottes Kakudha erfasst und erkannt,

dass alles, was er sagt, genauso ist und nicht anders?“

„Jawohl, das habe ich getan, Herr.“

„Bewahre diese Worte, Moggallāna!

Bewahre diese Worte!

Nun wird sich Devadatta, dieser unnütze Mann, mit seinen eigenen Taten bloßstellen.

Diese fünf Lehrer, Moggallāna, findet man in der Welt.

Welche fünf?

Da behauptet ein Lehrer mit unreiner Tugend: ‚Ich bin rein im Hinblick auf die Tugend. Meine Tugend ist rein, hell und unbefleckt.‘

Aber seine Schüler wissen:

‚Die Tugend dieses Lehrers ist unrein, doch er behauptet, seine Tugend sei rein.

Es wäre ihm nicht angenehm, wenn wir das den Laien sagten.

Und wie könnten wir ihn auf eine Art behandeln, die ihm unangenehm ist?

Doch er nimmt Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung an.

Man wird ihn an seinen eigenen Taten erkennen.‘

Die Schüler eines solchen Lehrers decken das Verhalten ihres Lehrers,

und der Lehrer erwartet das von ihnen.

Dann behauptet da ein Lehrer mit unreinem Lebenserwerb: ‚Ich bin rein im Hinblick auf den Lebenserwerb. Mein Lebenserwerb ist rein, hell und unbefleckt.‘

Aber seine Schüler wissen:

‚Der Lebenserwerb dieses Lehrers ist unrein, doch er behauptet, einen reinen Lebenserwerb zu haben.

Es wäre ihm nicht angenehm, wenn wir das den Laien sagten.

Und wie könnten wir ihn auf eine Art behandeln, die ihm unangenehm ist?

Doch er nimmt Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung an.

Man wird ihn an seinen eigenen Taten erkennen.‘

Die Schüler eines solchen Lehrers decken den Lebenserwerb ihres Lehrers,

und der Lehrer erwartet das von ihnen.

Dann behauptet da ein Lehrer mit unreiner Lehre: ‚Ich bin rein im Hinblick auf die Lehre. Meine Lehre ist rein, hell und unbefleckt.‘

Aber seine Schüler wissen:

‚Die Lehre dieses Lehrers ist unrein, doch er behauptet, eine reine Lehre zu haben.

Es wäre ihm nicht angenehm, wenn wir das den Laien sagten.

Und wie könnten wir ihn auf eine Art behandeln, die ihm unangenehm ist?

Doch er nimmt Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung an.

Man wird ihn an seinen eigenen Taten erkennen.‘

Die Schüler eines solchen Lehrers decken die Lehre ihres Lehrers,

und der Lehrer erwartet das von ihnen.

Dann behauptet da ein Lehrer mit unreinen Antworten: ‚Ich bin rein im Hinblick auf meine Antworten. Meine Antworten sind rein, hell und unbefleckt.‘

Aber seine Schüler wissen:

‚Die Antworten dieses Lehrers sind unrein, doch er behauptet, reine Antworten zu geben.

Es wäre ihm nicht angenehm, wenn wir das den Laien sagten.

Und wie könnten wir ihn auf eine Art behandeln, die ihm unangenehm ist?

Doch er nimmt Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung an.

Man wird ihn an seinen eigenen Taten erkennen.‘

Die Schüler eines solchen Lehrers decken die Antworten ihres Lehrers,

und der Lehrer erwartet das von ihnen.

Dann behauptet da ein Lehrer mit unreinem Erkennen und Sehen: ‚Ich bin rein im Hinblick auf Erkennen und Sehen. Mein Erkennen und mein Sehen sind rein, hell und unbefleckt.‘

Aber seine Schüler wissen:

‚Das Erkennen und Sehen dieses Lehrers ist unrein, doch er behauptet, reines Erkennen und Sehen zu besitzen.

Es wäre ihm nicht angenehm, wenn wir das den Laien sagten.

Und wie könnten wir ihn auf eine Art behandeln, die ihm unangenehm ist?

Doch er nimmt Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung an.

Man wird ihn an seinen eigenen Taten erkennen.‘

Die Schüler eines solchen Lehrers decken das Erkennen und Sehen ihres Lehrers,

und der Lehrer erwartet das von ihnen.

Das sind die fünf Lehrer, die man in der Welt findet.

Aber, Moggallāna, ich besitze eine reine Tugend, und ich behaupte: ‚Ich bin rein im Hinblick auf die Tugend. Meine Tugend ist rein, hell und unbefleckt.‘

Meine Schüler decken nicht mein Verhalten, und ich erwarte das nicht von ihnen.

Ich habe einen reinen Lebenserwerb und ich behaupte: ‚Ich bin rein im Hinblick auf den Lebenserwerb. Mein Lebenserwerb ist rein, hell und unbefleckt.‘

Meine Schüler decken nicht meinen Lebenserwerb, und ich erwarte das nicht von ihnen.

Ich habe eine reine Lehre und ich behaupte: ‚Ich bin rein im Hinblick auf die Lehre. Meine Lehre ist rein, hell und unbefleckt.‘

Meine Schüler decken nicht meine Lehre, und ich erwarte das nicht von ihnen.

Ich gebe reine Antworten und ich behaupte: ‚Ich bin rein im Hinblick auf meine Antworten. Meine Antworten sind rein, hell und unbefleckt.‘

Meine Schüler decken nicht meine Antworten, und ich erwarte das nicht von ihnen.

Ich besitze ein reines Erkennen und Sehen und ich behaupte: ‚Ich bin rein im Hinblick auf Erkennen und Sehen. Mein Erkennen und mein Sehen sind rein, hell und unbefleckt.‘

Meine Schüler decken nicht mein Erkennen und Sehen, und ich erwarte das nicht von ihnen.“

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