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Übersetzungen [13]

Mit dem Brahmanen Doṇa

Nummerierte Lehrreden 5.192

20. Das Kapitel über Brahmanen

Mit dem Brahmanen Doṇa

Da ging der Brahmane Doṇa zum Buddha und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.

Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte Doṇa sich zur Seite hin und sagte zum Buddha:

„Werter Gotama, ich habe gehört,

dass der Asket Gotama sich nicht vor alten Brahmanen verbeugt, den bejahrten und hochbetagten, die in vorgerücktem Alter sind und im letzten Lebensabschnitt angekommen; und er steht in ihrer Gegenwart auch nicht auf oder bietet ihnen einen Sitz an.

Und so ist es tatsächlich,

denn der werte Gotama verbeugt sich nicht vor alten Brahmanen, den bejahrten und hochbetagten, die in vorgerücktem Alter sind und im letzten Lebensabschnitt angekommen; und er steht in ihrer Gegenwart auch nicht auf oder bietet ihnen einen Sitz an.

Das ist nicht richtig, werter Gotama.“

„Doṇa, behauptest du, ein Brahmane zu sein?“

„Werter Gotama, wenn irgendjemand zu Recht ein Brahmane genannt wird,

so bin ich es.

Denn ich bin von guter Geburt

auf mütterlicher und väterlicher Seite, von reiner Abkunft, mit unwiderlegbarem und einwandfreiem Stammbaum bis zur siebten väterlichen Generation zurück. Ich sage die Hymnen auf und habe sie im Gedächtnis und habe die drei Veden gemeistert zusammen mit ihrem Wortschatz und der Durchführung des Rituals, der Lautlehre und der Einteilung der Wortarten sowie dem Testament als fünftem. Ich kenne sie Wort für Wort, kenne die Grammatik und bin mit der Kosmologie und den Kennzeichen eines großen Mannes vertraut.“

„Doṇa, die alten brahmanischen Seher waren Aṭṭhaka, Vāmaka, Vāmadeva, Vessāmitta, Yamadaggi, Aṅgīrasa, Bhāradvāja, Vāseṭṭha, Kassapa und Bhagu. Sie schufen und verbreiteten die Hymnen, und ihr Gesangbuch wurde in alten Zeiten gesungen, verbreitet und zusammengestellt. Bis heute wird es von den Brahmanen gesungen und vorgetragen. Die Brahmanen tragen weiterhin vor, was vorgetragen wurde, sagen auf, was aufgesagt wurde, und lehren, was gelehrt wurde.

Diese Seher haben fünf Arten von Brahmanen beschrieben:

einen Brahmanen, der Brahmā gleicht, einen, der einem Gott gleicht, einen, der bis an die Grenze geht, einen, der die Grenze überschreitet, und der Fünfte ist ein brahmanischer Leichenarbeiter.

Welcher von diesen bist du, Doṇa?“

„Werter Gotama, wir kennen diese fünf Arten von Brahmanen nicht. Wir kennen nur das Wort ‚Brahmane‘.

Werter Gotama, bitte unterweise mich in dieser Sache, damit ich diese fünf Brahmanen kennenlerne.“

„Nun, Brahmane, hör zu und gebrauche den Geist gut, ich werde sprechen.“

„Ja, werter Herr“, erwiderte Doṇa.

Der Buddha sagte:

„Doṇa, wie gleicht ein Brahmane Brahmā?

Da ist ein Brahmane von guter Geburt

auf mütterlicher und väterlicher Seite, von reiner Abkunft, mit unwiderlegbarem und einwandfreiem Stammbaum bis zur siebten väterlichen Generation zurück.

Achtundvierzig Jahre lang führt er das geistliche Leben eines Jungen und lernt die Hymnen.

Dann sucht er ein Entgelt für seinen Lehrmeister, doch nur auf rechtmäßige Weise, nicht auf unrechtmäßige.

Was, Doṇa, bedeutet rechtmäßig in diesem Zusammenhang?

Nicht durch Ackerbau, Handel, Viehzucht, Bogenschießen, ein Regierungsamt oder ein Handwerk, sondern einzig, indem er von Almosen lebt und die Almosenschale nicht verschmäht.

Wenn er seinem Lehrmeister sein Entgelt gegeben hat, rasiert er sich Haar und Bart, legt ockerfarbene Roben an und zieht aus dem Haus fort ins hauslose Leben.

Da meditiert er, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Liebe durchdringt, und die zweite und die dritte und die vierte. Ebenso nach oben, nach unten, dazwischen, überall und ringsumher; die ganze Welt durchdringt er mit einem Herzen voller Liebe – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen.

Er meditiert, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Mitgefühl durchdringt …

mit einem Herzen voller freudiger Anteilnahme …

mit einem Herzen voller Gleichmut, und die zweite und die dritte und die vierte. Ebenso nach oben, nach unten, dazwischen, überall und ringsumher; die ganze Welt durchdringt er mit einem Herzen voller Gleichmut – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen.

Wenn er diese vier göttlichen Meditationen entwickelt hat, wird er, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren werden, in einer Brahmāwelt.

So gleicht ein Brahmane Brahmā.

Und wie gleicht ein Brahmane einem Gott?

Da ist ein Brahmane von guter Geburt

auf mütterlicher und väterlicher Seite …

Achtundvierzig Jahre lang führt er das jungfräuliche geistliche Leben …

Dann sucht er ein Entgelt für seinen Lehrmeister, doch nur auf rechtmäßige Weise, nicht auf unrechtmäßige.

Wenn er seinem Lehrmeister sein Entgelt gegeben hat, sucht er sich eine Frau, doch nur auf rechtmäßige Weise, nicht auf unrechtmäßige.

Was, Doṇa, bedeutet rechtmäßig in diesem Zusammenhang?

Nicht durch Kauf oder Verkauf; er nimmt nur eine Brahmanin durch die Zeremonie des Wassergießens.

Er hat nur mit einer Brahmanin Geschlechtsverkehr, nicht mit einer Frau aus einer Adels-, Landarbeiter- oder Hilfsarbeiterfamilie, von Leichenarbeitern, Jägern, Bambusarbeitern, Wagenbauern oder Lumpensammlern. Auch hat er keinen Geschlechtsverkehr mit einer Schwangeren oder einer Stillenden oder mit einer Frau außerhalb der fruchtbaren Phase des Zyklus.

Und warum hat der Brahmane keinen Geschlechtsverkehr mit einer Schwangeren?

Wenn ein Brahmane mit einer Schwangeren Geschlechtsverkehr hätte, würde der Junge oder das Mädchen in zu viel Schmutz geboren.

Darum hat der Brahmane keinen Geschlechtsverkehr mit einer Schwangeren.

Und warum hat der Brahmane keinen Geschlechtsverkehr mit einer Stillenden?

Wenn ein Brahmane mit einer Stillenden Geschlechtsverkehr hätte, würde der Junge oder das Mädchen den Samen trinken.

Darum hat der Brahmane keinen Geschlechtsverkehr mit einer Stillenden.

Und warum hat der Brahmane keinen Geschlechtsverkehr außerhalb der fruchtbaren Phase des Zyklus? Weil seine Brahmanin nicht zum sinnlichen Vergnügen da ist, nicht zum Spaß oder Genießen, sondern nur zur Fortpflanzung.

Wenn er mit dem Geschlechtsverkehr seine Nachkommenschaft sichergestellt hat, rasiert er sich Haar und Bart, legt ockerfarbene Roben an und zieht aus dem Haus fort ins hauslose Leben.

Wenn er fortgezogen ist, tritt er, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin … in die zweite Vertiefung … in die dritte Vertiefung … in die vierte Vertiefung.

Wenn er diese vier Vertiefungen entwickelt hat, wird er, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren werden, in einer himmlischen Welt.

So gleicht ein Brahmane einem Gott.

Und wie geht ein Brahmane bis an die Grenze?

Da ist ein Brahmane von guter Geburt

auf mütterlicher und väterlicher Seite …

Achtundvierzig Jahre lang führt er das jungfräuliche geistliche Leben …

Dann sucht er ein Entgelt für seinen Lehrmeister, doch nur auf rechtmäßige Weise, nicht auf unrechtmäßige.

Wenn er seinem Lehrmeister sein Entgelt gegeben hat, sucht er sich eine Frau, doch nur auf rechtmäßige Weise, nicht auf unrechtmäßige.

Er hat nur mit einer Brahmanin Geschlechtsverkehr …

Wenn er mit dem Geschlechtsverkehr seine Nachkommenschaft sichergestellt hat, macht sein Kind ihn glücklich. Weil er anhänglich ist, bleibt er auf seinem Familienbesitz und zieht nicht aus dem Haus fort ins hauslose Leben.

Soweit der Rahmen der alten Brahmanen reicht, überschreitet er nicht die Grenze.

Darum nennt man ihn einen Brahmanen, der bis an die Grenze geht.

So geht ein Brahmane bis an die Grenze.

Und wie überschreitet ein Brahmane die Grenze?

Da ist ein Brahmane von guter Geburt

auf mütterlicher und väterlicher Seite …

Achtundvierzig Jahre lang führt er das jungfräuliche geistliche Leben …

Dann sucht er ein Entgelt für seinen Lehrmeister, doch nur auf rechtmäßige Weise, nicht auf unrechtmäßige.

Wenn er seinem Lehrmeister sein Entgelt gegeben hat, sucht er sich eine Frau sowohl auf rechtmäßige als auch auf unrechtmäßige Weise. Das heißt, durch Kauf oder Verkauf, oder er nimmt eine Brahmanin durch die Zeremonie des Wassergießens.

Er hat sowohl mit einer Brahmanin Geschlechtsverkehr als auch mit einer Frau aus einer Adels-, Landarbeiter- oder Hilfsarbeiterfamilie, von Leichenarbeitern, Jägern, Bambusarbeitern, Wagenbauern oder Lumpensammlern. Auch hat er Geschlechtsverkehr mit einer Schwangeren oder einer Stillenden oder mit einer Frau außerhalb der fruchtbaren Phase des Zyklus.

Seine Brahmanin ist zum sinnlichen Vergnügen da, zum Spaß und Genießen, und auch zur Fortpflanzung.

Soweit der Rahmen der alten Brahmanen reicht, überschreitet er die Grenze.

Darum nennt man ihn einen Brahmanen, der die Grenze überschreitet.

So überschreitet ein Brahmane die Grenze.

Und wie ist ein Brahmane ein brahmanischer Leichenarbeiter?

Da ist ein Brahmane von guter Geburt

auf mütterlicher und väterlicher Seite, von reiner Abkunft, mit unwiderlegbarem und einwandfreiem Stammbaum bis zur siebten väterlichen Generation zurück.

Achtundvierzig Jahre lang führt er das jungfräuliche geistliche Leben und lernt die Hymnen.

Dann sucht er ein Entgelt für seinen Lehrmeister sowohl auf rechtmäßige als auch auf unrechtmäßige Weise.

Durch Ackerbau, Handel, Viehzucht, Bogenschießen, ein Regierungsamt oder ein Handwerk, nicht einzig, indem er von Almosen lebt und die Almosenschale nicht verschmäht.

Wenn er seinem Lehrmeister sein Entgelt gegeben hat, sucht er sich eine Frau sowohl auf rechtmäßige als auch auf unrechtmäßige Weise. Das heißt, durch Kauf oder Verkauf, oder er nimmt eine Brahmanin durch die Zeremonie des Wassergießens.

Er hat sowohl mit einer Brahmanin Geschlechtsverkehr als auch mit einer Frau aus einer Adels-, Landarbeiter- oder Hilfsarbeiterfamilie, von Leichenarbeitern, Jägern, Bambusarbeitern, Wagenbauern oder Lumpensammlern. Auch hat er Geschlechtsverkehr mit einer Schwangeren oder einer Stillenden oder mit einer Frau außerhalb der fruchtbaren Phase des Zyklus.

Seine Brahmanin ist zum sinnlichen Vergnügen da, zum Spaß und Genießen, und auch zur Fortpflanzung.

Mit einer beliebigen Arbeit verdient er seinen Unterhalt.

Die Brahmanen sagen zu ihm:

‚Werter Herr, warum behauptest du, ein Brahmane zu sein, aber verdienst deinen Unterhalt mit einer beliebigen Arbeit?‘

Er sagt:

‚Wie ein Feuer, das reine und unreine Dinge gleichermaßen verbrennt, ohne dass es davon verunreinigt wird:

Ebenso, werter Herr, wird ein Brahmane nicht verunreinigt, wenn er mit einer beliebigen Arbeit seinen Unterhalt verdient.‘

Ein Brahmane wird ein brahmanischer Leichenarbeiter genannt, weil er mit einer beliebigen Arbeit seinen Unterhalt verdient.

So ist ein Brahmane ein brahmanischer Leichenarbeiter.

Doṇa, die alten brahmanischen Seher waren Aṭṭhaka, Vāmaka, Vāmadeva, Vessāmitta, Yamadaggi, Aṅgīrasa, Bhāradvāja, Vāseṭṭha, Kassapa und Bhagu. Sie schufen und verbreiteten die Hymnen, und ihr Gesangbuch wurde in alten Zeiten gesungen, verbreitet und zusammengestellt. Bis heute wird es von den Brahmanen gesungen und vorgetragen. Die Brahmanen tragen weiterhin vor, was vorgetragen wurde, sagen auf, was aufgesagt wurde, und lehren, was gelehrt wurde.

Diese Seher haben fünf Arten von Brahmanen beschrieben:

einen Brahmanen, der Brahmā gleicht, einen, der einem Gott gleicht, einen, der bis an die Grenze geht, einen, der die Grenze überschreitet, und der Fünfte ist ein brahmanischer Leichenarbeiter.

Welcher von diesen bist du, Doṇa?“

„Wenn das so ist, werter Gotama, dann kann ich nicht einmal als ein brahmanischer Leichenarbeiter gelten.

Vortrefflich, werter Gotama! … Von diesem Tag an soll der werte Gotama mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“

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