Nummerierte Lehrreden 6.27
3. Das Kapitel über unübertreffliche Dinge
Gelegenheiten (1)
Da ging ein Mönch zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:
„Herr, bei wie vielen Gelegenheiten soll man einen geschätzten Mönch aufsuchen?“
„Mönch, bei sechs Gelegenheiten soll man einen geschätzten Mönch aufsuchen.
Bei welchen sechs?
Zunächst einmal kommt es vor, dass das Herz eines Mönchs von sinnlicher Begierde überwältigt, in sinnliche Begierde verstrickt ist und er nicht wahrhaftig versteht, wie er der aufgekommenen sinnlichen Begierde entrinnen kann. Bei dieser Gelegenheit soll er zu einem geschätzten Mönch gehen und sagen:
‚Geehrter, mein Herz ist von sinnlicher Begierde überwältigt, in sinnliche Begierde verstrickt, und ich verstehe nicht wahrhaftig, wie ich der aufgekommenen sinnlichen Begierde entrinnen kann.
Ehrwürdiger, bitte lehre mich, wie ich sinnliche Begierde aufgeben kann.‘
Dann lehrt dieser geschätzte Mönch ihn, wie er sinnliche Begierde aufgeben kann.
Das ist die erste Gelegenheit, bei der man einen geschätzten Mönch aufsuchen soll.
Dann kommt es vor, dass das Herz eines Mönchs von bösem Willen überwältigt, in bösen Willen verstrickt ist …
Das ist die zweite Gelegenheit, bei der man einen geschätzten Mönch aufsuchen soll.
Dann kommt es vor, dass das Herz eines Mönchs von Dumpfheit und Benommenheit überwältigt, in Dumpfheit und Benommenheit verstrickt ist …
Das ist die dritte Gelegenheit, bei der man einen geschätzten Mönch aufsuchen soll.
Dann kommt es vor, dass das Herz eines Mönchs von Rastlosigkeit und Reue überwältigt, in Rastlosigkeit und Reue verstrickt ist …
Das ist die vierte Gelegenheit, bei der man einen geschätzten Mönch aufsuchen soll.
Dann kommt es vor, dass das Herz eines Mönchs von Zweifel überwältigt, in Zweifel verstrickt ist …
Das ist die fünfte Gelegenheit, bei der man einen geschätzten Mönch aufsuchen soll.
Dann kommt es vor, dass ein Mönch nicht weiß, auf welche Meditation er den Geist richten soll, um die Befleckungen umgehend aufzulösen. Bei dieser Gelegenheit soll er zu einem geschätzten Mönch gehen und sagen:
‚Ich weiß nicht, auf welche Meditation ich den Geist richten soll, um die Befleckungen umgehend aufzulösen.
Ehrwürdiger, bitte lehre mich, wie ich die Befleckungen auflösen kann.‘
Dann lehrt dieser geschätzte Mönch ihn, wie er die Befleckungen auflösen kann.
Das ist die sechste Gelegenheit, bei der man einen geschätzten Mönch aufsuchen soll.
Bei diesen sechs Gelegenheiten soll man einen geschätzten Mönch aufsuchen.“
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