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Übersetzungen [14]

Unübertrefflich

Nummerierte Lehrreden 6.30

3. Das Kapitel über unübertreffliche Dinge

Unübertrefflich

„Mönche und Nonnen, es gibt sechs unübertreffliche Dinge.

Welche sechs?

Unübertreffliches Sehen, unübertreffliches Hören, unübertrefflichen Gewinn, unübertreffliche Schulung, unübertrefflichen Dienst und unübertreffliche Besinnung.

Und was ist unübertreffliches Sehen?

Da gehen manche Menschen irgendwo hin, um ein Elefanten-Juwel, ein Pferde-Juwel, ein Edelstein-Juwel oder viele verschiedene Bilder zu sehen, oder sie gehen irgendwo hin, um Asketen oder Brahmanen zu sehen, die eine falsche Ansicht und eine falsche Übung haben.

Ein solches Sehen gibt es, das streite ich nicht ab.

Dieses Sehen ist nieder, derb, gewöhnlich, unedel und nutzlos. Es führt nicht zu Ernüchterung, Schwinden der Leidenschaft, Aufhören, Frieden, Einsicht, Erwachen und Erlöschen.

Das unübertreffliche Sehen ist, wenn jemand, der im Vertrauen und in der Liebe verankert ist, sicher und zuversichtlich, irgendwo hingeht, um einen Klargewordenen oder den Schüler eines Klargewordenen zu sehen: um die Wesen zu läutern, Kummer und Weinen zu überwinden, Schmerz und Traurigkeit vergehen zu lassen, das System zu entdecken und das Erlöschen zu verwirklichen.

Das nennt man unübertreffliches Sehen.

Solcherart ist unübertreffliches Sehen.

Aber was ist mit dem unübertrefflichen Hören?

Da gehen manche Menschen irgendwo hin, um den Klang von Trommeln, Bogenharfen oder Gesang oder viele verschiedene Töne zu hören, oder sie gehen irgendwo hin, um Asketen oder Brahmanen zu hören, die eine falsche Ansicht und eine falsche Übung haben.

Ein solches Hören gibt es, das streite ich nicht ab.

Dieses Hören … führt nicht zum Erlöschen.

Das unübertreffliche Hören ist, wenn jemand, der im Vertrauen und in der Liebe verankert ist, sicher und zuversichtlich, irgendwo hingeht, um einen Klargewordenen oder den Schüler eines Klargewordenen zu hören …

Das nennt man unübertreffliches Hören.

Solcherart sind unübertreffliches Sehen und unübertreffliches Hören.

Aber was ist mit dem unübertrefflichen Gewinn?

Da gewinnen manche Menschen ein Kind, eine Frau, ein Vermögen oder viele verschiedene Dinge, oder sie gewinnen Vertrauen zu einem Asketen oder Brahmanen, der eine falsche Ansicht und eine falsche Übung hat.

Einen solchen Gewinn gibt es, das streite ich nicht ab.

Dieser Gewinn … führt nicht zum Erlöschen.

Der unübertreffliche Gewinn ist, wenn jemand, der im Vertrauen und in der Liebe verankert ist, sicher und zuversichtlich, Vertrauen zu einem Klargewordenen oder dem Schüler eines Klargewordenen gewinnt …

Das nennt man unübertrefflichen Gewinn.

Solcherart sind unübertreffliches Sehen, unübertreffliches Hören und unübertrefflicher Gewinn.

Aber was ist mit der unübertrefflichen Schulung?

Da schulen sich manche Menschen im Elefanten- oder Pferdereiten, Streitwagenfahren, Bogenschießen oder Schwertkampf oder in vielen verschiedenen Dingen, oder sie schulen sich unter einem Asketen oder Brahmanen, der eine falsche Ansicht und eine falsche Übung hat.

Eine solche Schulung gibt es, das streite ich nicht ab.

Diese Schulung … führt nicht zum Erlöschen.

Die unübertreffliche Schulung ist, wenn jemand, der im Vertrauen und in der Liebe verankert ist, sicher und zuversichtlich, sich in der höheren Tugend, dem höheren Geist und der höheren Weisheit schult, die von einem Klargewordenen verkündet wurden. …

Das nennt man unübertreffliche Schulung.

Solcherart sind unübertreffliches Sehen, unübertreffliches Hören, unübertrefflicher Gewinn und unübertreffliche Schulung.

Aber was ist mit dem unübertrefflichen Dienst?

Da dienen manche Menschen einem Adligen, einem Brahmanen, einem Hausbesitzer oder vielen verschiedenen Leuten, oder sie dienen Asketen oder Brahmanen, die eine falsche Ansicht und eine falsche Übung haben.

Einen solchen Dienst gibt es, das streite ich nicht ab.

Dieser Dienst … führt nicht zum Erlöschen.

Der unübertreffliche Dienst ist, wenn jemand, der im Vertrauen und in der Liebe verankert ist, sicher und zuversichtlich, einem Klargewordenen oder dem Schüler eines Klargewordenen dient. …

Das nennt man unübertrefflichen Dienst.

Solcherart sind unübertreffliches Sehen, unübertreffliches Hören, unübertrefflicher Gewinn, unübertreffliche Schulung und unübertrefflicher Dienst.

Aber was ist mit der unübertrefflichen Besinnung?

Da besinnen sich manche Menschen auf ein Kind, auf eine Frau, auf ein Vermögen oder auf viele verschiedene Dinge, oder sie besinnen sich auf einen Asketen oder Brahmanen, der eine falsche Ansicht und eine falsche Übung hat.

Eine solche Besinnung gibt es, das streite ich nicht ab.

Diese Besinnung ist nieder, derb, gewöhnlich, unedel und nutzlos. Sie führt nicht zu Ernüchterung, Schwinden der Leidenschaft, Aufhören, Frieden, Einsicht, Erwachen und Erlöschen.

Die unübertreffliche Besinnung ist, wenn jemand, der im Vertrauen und in der Liebe verankert ist, sicher und zuversichtlich, sich auf einen Klargewordenen oder auf den Schüler eines Klargewordenen besinnt: um die Wesen zu läutern, Kummer und Weinen zu überwinden, Schmerz und Traurigkeit vergehen zu lassen, das System zu entdecken und das Erlöschen zu verwirklichen.

Das nennt man unübertreffliche Besinnung.

Das sind die sechs unübertrefflichen Dinge.

Sie haben das unübertreffliche Sehen gewonnen,

das unübertreffliche Hören,

den unübertrefflichen Gewinn.

Sie genießen die unübertreffliche Schulung

und dienen mit Bedacht.

Dann entwickeln sie die Besinnung,

die mit Abgeschiedenheit verbunden ist,

die sicher ist und zu dem führt, das frei vom Tod ist.

Sie freuen sich an der Beflissenheit,

sind aufgeweckt und in Tugend gezügelt.

Beizeiten kommen sie an

an dem Ort, wo das Leiden endet.“

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