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Übersetzungen [16]

Der eigene Wille

Nummerierte Lehrreden 6.38

4. Das Kapitel über Gottheiten

Der eigene Wille

Da ging ein gewisser Brahmane zum Buddha und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.

Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin und sagte zum Buddha:

„Werter Gotama, dies ist meine Doktrin, meine Ansicht:

Man handelt nicht aus eigenem Willen, noch handelt man aus dem Willen eines anderen.“

„Nun, Brahmane, dass ich nie sehe oder höre, wie jemand eine solche Doktrin, eine solche Ansicht vertritt!

Wie in aller Welt kann jemand, der selbst kommt und geht, sagen,

dass man nicht aus eigenem Willen, noch aus dem Willen eines anderen heraus handelt?

Was meinst du, Brahmane? Gibt es ein Element des Sich-Entschließens?“

„Ja, werter Herr.“

„Wenn das so ist, finden wir dann Lebewesen, die sich zu einer Tätigkeit entschließen?“

„Ja, werter Herr.“

„Wenn es ein Element des Sich-Entschließens gibt und wenn man Lebewesen findet, die sich zu einer Tätigkeit entschließen, dann handeln die Lebewesen aus eigenem Willen oder aus dem Willen eines anderen heraus.

Was meinst du, Brahmane? Gibt es ein Element der Ausdauer …

ein Element der Tatkraft …

ein Element der Stärke …

ein Element der Beharrlichkeit …

gibt es ein Element des Sich-Bemühens?“

„Ja, werter Herr.“

„Wenn das so ist, finden wir dann Lebewesen, die sich bemühen?“

„Ja, werter Herr.“

„Wenn es ein Element des Sich-Bemühens gibt und wenn man Lebewesen findet, die sich bemühen, dann handeln die Lebewesen aus eigenem Willen oder aus dem Willen eines anderen heraus.

Nun, Brahmane, dass ich nie sehe oder höre, wie jemand eine solche Doktrin, eine solche Ansicht vertritt!

Wie in aller Welt kann jemand, der selbst kommt und geht, sagen,

dass man nicht aus eigenem Willen, noch aus dem Willen eines anderen heraus handelt?“

„Vortrefflich, werter Gotama! Vortrefflich! …

Von diesem Tag an soll der werte Gotama mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“

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