Nummerierte Lehrreden 7.65
7. Das große Kapitel
Gewissen und Besonnenheit
„Mönche und Nonnen, wenn es kein Gewissen und keine Besonnenheit gibt, hat jemand ohne Gewissen und Besonnenheit eine wesentliche Bedingung für die Zügelung der Sinne zerstört.
Wenn es keine Zügelung der Sinne gibt, hat jemand ohne Zügelung der Sinne eine wesentliche Bedingung für Tugend zerstört.
Wenn es keine Tugend gibt, hat jemand ohne Tugend eine wesentliche Bedingung für rechte Versenkung zerstört.
Wenn es keine rechte Versenkung gibt, hat jemand ohne rechte Versenkung eine wesentliche Bedingung für wirkliches Erkennen und Sehen zerstört.
Wenn es kein wirkliches Erkennen und Sehen gibt, hat jemand ohne wirkliches Erkennen und Sehen eine wesentliche Bedingung für Ernüchterung und Schwinden der Leidenschaft zerstört.
Wenn es keine Ernüchterung und kein Schwinden der Leidenschaft gibt, hat jemand ohne Ernüchterung und Schwinden der Leidenschaft eine wesentliche Bedingung für das Erkennen und Sehen der Freiheit zerstört.
Wie ein Baum ohne Zweige und Laubwerk:
Seine Schösslinge, seine Rinde, sein Weich- und Kernholz entwickeln sich nicht zur Fülle.
Ebenso hat, wenn es kein Gewissen und keine Besonnenheit gibt, jemand ohne Gewissen und Besonnenheit eine wesentliche Bedingung für die Zügelung der Sinne zerstört.
Wenn es keine Zügelung der Sinne gibt, hat jemand ohne Zügelung der Sinne eine wesentliche Bedingung für Tugend zerstört.
Wenn es keine Tugend gibt, hat jemand ohne Tugend eine wesentliche Bedingung für rechte Versenkung zerstört.
Wenn es keine rechte Versenkung gibt, hat jemand ohne rechte Versenkung eine wesentliche Bedingung für wirkliches Erkennen und Sehen zerstört.
Wenn es kein wirkliches Erkennen und Sehen gibt, hat jemand ohne wirkliches Erkennen und Sehen eine wesentliche Bedingung für Ernüchterung und Schwinden der Leidenschaft zerstört.
Wenn es keine Ernüchterung und kein Schwinden der Leidenschaft gibt, hat jemand ohne Ernüchterung und Schwinden der Leidenschaft eine wesentliche Bedingung für das Erkennen und Sehen der Freiheit zerstört.
Wenn es Gewissen und Besonnenheit gibt, hat jemand, der Gewissen und Besonnenheit vervollkommnet hat, eine wesentliche Bedingung für die Zügelung der Sinne erfüllt.
Wenn es eine Zügelung der Sinne gibt, hat jemand, der die Zügelung der Sinne vervollkommnet hat, eine wesentliche Bedingung für Tugend erfüllt.
Wenn es Tugend gibt, hat jemand, der die Tugend vervollkommnet hat, eine wesentliche Bedingung für rechte Versenkung erfüllt.
Wenn es rechte Versenkung gibt, hat jemand, der rechte Versenkung vervollkommnet hat, eine wesentliche Bedingung für wirkliches Erkennen und Sehen erfüllt.
Wenn es wirkliches Erkennen und Sehen gibt, hat jemand, der wirkliches Erkennen und Sehen vervollkommnet hat, eine wesentliche Bedingung für Ernüchterung und Schwinden der Leidenschaft erfüllt.
Wenn es Ernüchterung und Schwinden der Leidenschaft gibt, hat jemand, der Ernüchterung und Schwinden der Leidenschaft vervollkommnet hat, eine wesentliche Bedingung für das Erkennen und Sehen der Freiheit erfüllt.
Wie ein Baum mit vollständigen Zweigen und vollem Laubwerk: Seine Schösslinge, seine Rinde, sein Weich- und Kernholz entwickeln sich alle zur Fülle.
Ebenso hat, wenn es Gewissen und Besonnenheit gibt, jemand, der Gewissen und Besonnenheit vervollkommnet hat, eine wesentliche Bedingung für die Zügelung der Sinne erfüllt. …
Jemand, der Ernüchterung und Schwinden der Leidenschaft vervollkommnet hat, hat eine wesentliche Bedingung für das Erkennen und Sehen der Freiheit erfüllt.“
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