Nummerierte Lehrreden 8.10
1. Das Kapitel über Liebe
Ausschuss
Einmal hielt sich der Buddha bei Campā am Ufer des Gaggarā-Lotusteichs auf.
Nun klagten da gerade die Mönche und Nonnen einen Mönch wegen eines Verstoßes an.
Der beschuldigte Mönch wich dem Problem aus, lenkte das Gespräch auf Nebensächlichkeiten und zeigte Ärger, Hass und Unmut.
Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:
„Mönche und Nonnen, werft diese Person hinaus!
Werft diese Person hinaus!
Dieser Person muss man die Tür weisen.
Warum solltet ihr euch von einem Außenstehenden belästigen lassen?
Da sieht eine Person beim Ausgehen und Zurückkommen, beim Hin- und Wegschauen, beim Beugen und Strecken der Glieder, beim Tragen von äußerer Robe, Schale und Roben genauso aus wie andere gutmütige Mönche und Nonnen;
das heißt, solange die Mönche und Nonnen ihren Verstoß nicht bemerken.
Aber wenn die Mönche und Nonnen ihren Verstoß bemerken, wissen sie,
dass es ein verdorbener Asket ist, bloß nutzloser Ausschuss.
Sobald sie das feststellen, schicken sie ihn fort.
Warum ist das so?
Damit er die gutmütigen Mönche und Nonnen nicht verdirbt.
Wie wenn in einem heranwachsenden Gerstenfeld schlechte Gerste erscheinen würde, bloß nutzloser Ausschuss.
Ihre Wurzeln, Stängel und Blätter sähen genauso aus wie die der gesunden Gerste;
das heißt, solange die Ähre nicht erscheint.
Aber wenn die Ähre erscheint, wissen sie,
dass es schlechte Gerste ist, bloß nutzloser Ausschuss.
Sobald sie das feststellen, reißen sie sie mit den Wurzeln aus und werfen sie vom Feld weg.
Warum ist das so?
Damit sie die gute Gerste nicht verdirbt.
Ebenso sieht da eine Person beim Ausgehen und Zurückkommen, beim Hin- und Wegschauen, beim Beugen und Strecken der Glieder, beim Tragen von äußerer Robe, Schale und Roben genauso aus wie andere gutmütige Mönche und Nonnen;
das heißt, solange die Mönche und Nonnen ihren Verstoß nicht bemerken.
Aber wenn die Mönche und Nonnen ihren Verstoß bemerken, wissen sie,
dass es ein verdorbener Asket ist, bloß nutzloser Ausschuss.
Sobald sie das feststellen, schicken sie ihn fort.
Warum ist das so?
Damit er die gutmütigen Mönche und Nonnen nicht verdirbt.
Wie wenn ein großer Haufen Getreide geworfelt würde. Die festen und kräftigen Körner bildeten auf einer Seite einen Haufen, und die dünnen Körner und die Spreu würden vom Wind auf die andere Seite getragen.
Die Eigentümer würden einen Besen nehmen und sie noch weiter wegkehren.
Warum ist das so?
Damit sie die guten Körner nicht verderben.
Da sieht eine Person beim Ausgehen und Zurückkommen, beim Hin- und Wegschauen, beim Beugen und Strecken der Glieder, beim Tragen von äußerer Robe, Schale und Roben genauso aus wie andere gutmütige Mönche und Nonnen;
das heißt, solange die Mönche und Nonnen ihren Verstoß nicht bemerken.
Aber wenn die Mönche und Nonnen ihren Verstoß bemerken, wissen sie,
dass es ein verdorbener Asket ist, bloß nutzloser Ausschuss.
Sobald sie das feststellen, schicken sie ihn fort.
Warum ist das so?
Damit er die gutmütigen Mönche und Nonnen nicht verdirbt.
Wie wenn ein Mann eine Wasserleitung für einen Brunnen bräuchte. Er ginge mit einer scharfen Axt in den Wald
und würde dort mit der Axt gegen verschiedene Bäume klopfen. Die festen und kräftigen Bäume würden ein krachendes Geräusch machen,
aber die Bäume, die innen faul, verrottet und vermodert wären, würden ein dumpfes Geräusch machen.
Einen solchen Baum würde er an der Wurzel fällen, die Krone abhacken und sorgfältig das Innere säubern. Dann würde er ihn als Wasserleitung für den Brunnen benutzen.
Ebenso sieht da eine Person beim Ausgehen und Zurückkommen, beim Hin- und Wegschauen, beim Beugen und Strecken der Glieder, beim Tragen von äußerer Robe, Schale und Roben genauso aus wie andere gutmütige Mönche und Nonnen;
das heißt, solange die Mönche und Nonnen ihren Verstoß nicht bemerken.
Aber wenn die Mönche und Nonnen ihren Verstoß bemerken, wissen sie,
dass es ein verdorbener Asket ist, bloß nutzloser Ausschuss.
Sobald sie das feststellen, schicken sie ihn fort.
Warum ist das so?
Damit er die gutmütigen Mönche und Nonnen nicht verdirbt.
Beim Zusammenleben sollt ihr erkennen,
dass er unlautere Wünsche hat und zornig ist,
beleidigend, halsstarrig und verächtlich,
eifersüchtig, geizig und doppelzüngig.
Er spricht mit glatter Stimme,
gerade wie ein Asket.
Doch im Verborgenen handelt er
mit schlechten Ansichten und rücksichtslos.
Ihr sollt ihn erkennen als das, was er ist:
als Schleicher und Lügner.
Dann sollt ihr in Eintracht zusammenkommen
und ihn ausschließen.
Werft den Ausschuss weg!
Schafft euch den Müll vom Hals!
Und schafft den Abfall fort!
Er ist kein Asket, er denkt bloß, er sei einer.
Wenn ihr die mit unlauteren Wünschen,
mit schlechtem Verhalten und schlechten Almosenorten weggeworfen habt,
lebt als Gemeinschaft, stets achtsam,
die Reinen mit den Reinen.
Dann, in Eintracht, aufgeweckt,
macht ihr dem Leiden ein Ende.“
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