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Übersetzungen [14]

Besinnungstag

Nummerierte Lehrreden 8.20

2. Das große Kapitel

Besinnungstag

Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī im Ostkloster auf, im Pfahlbau-Langhaus der Mutter Migāras.

Zu der Zeit, es war der Besinnungstag, saß der Buddha inmitten des Saṅgha der Mönche.

Und als dann die Nacht fortgeschritten war, in der ersten Nachtwache, erhob sich der Ehrwürdige Ānanda von seinem Sitz, ordnete seine Robe über einer Schulter, erhob seine zusammengelegten Hände zum Buddha und sagte:

„Herr, die Nacht ist fortgeschritten. Es ist die erste Nachtwache, und der Saṅgha der Mönche hat lange dagesessen.

Herr, dass der Buddha doch bitte den Mönchen die Ordenssatzung aufsage.“

Doch darauf schwieg der Buddha.

Zum zweiten Mal erhob sich Ānanda von seinem Sitz, als die Nacht fortgeschritten war, in der mittleren Nachtwache, ordnete seine Robe über einer Schulter, erhob seine zusammengelegten Hände zum Buddha und sagte:

„Herr, die Nacht ist fortgeschritten. Es ist die mittlere Nachtwache, und der Saṅgha der Mönche hat lange dagesessen.

Herr, dass der Buddha doch bitte den Mönchen die Ordenssatzung aufsage.“

Doch zum zweiten Mal schwieg der Buddha.

Zum dritten Mal erhob sich Ānanda von seinem Sitz, als die Nacht fortgeschritten war, in der letzten Nachtwache, als der Morgen graute und der Nacht Freude brachte, ordnete seine Robe über einer Schulter, erhob seine zusammengelegten Hände zum Buddha und sagte:

„Herr, die Nacht ist fortgeschritten. Es ist die letzte Nachtwache, der Morgen graut und bringt der Nacht Freude.

Und der Saṅgha der Mönche hat lange dagesessen.

Herr, dass der Buddha doch bitte den Mönchen die Ordenssatzung aufsage.“

„Ānanda, die Versammlung ist nicht rein.“

Da dachte der Ehrwürdige Mahāmoggallāna:

„Wen meint der Buddha?“

Und er richtete den Geist darauf, den Geist eines jeden im Saṅgha zu erfassen.

Er sah diese tugendlose Person inmitten des Saṅgha sitzen – mit schlechten Eigenschaften, schmutzig, von verdächtigem Verhalten, hinterhältig, fälschlich gab sie vor, ein Asket zu sein oder ein geistliches Leben zu führen, innerlich verdorben, triefend und verkommen.

Als er sie sah, erhob er sich von seinem Sitz, ging zu ihr und sagte:

„Steh auf, Geehrter, der Buddha hat dich gesehen.

Du kannst nicht in Gemeinschaft mit den Mönchen leben.“

Doch darauf schwieg diese Person.

Zum zweiten Mal

und zum dritten Mal

forderte Moggallāna sie auf, zu gehen.

Doch auch zum dritten Mal schwieg diese Person.

Da packte der Ehrwürdige Mahāmoggallāna diese Person am Arm, warf sie zum Tor hinaus und verriegelte die Tür. Dann ging er zum Buddha und sagte zu ihm:

„Ich habe diese Person hinausgeworfen.

Die Versammlung ist rein.

Herr, dass der Buddha doch bitte den Mönchen die Ordenssatzung aufsage.“

„Es ist unglaublich, Moggallāna, es ist erstaunlich,

wie dieser unnütze Mann gewartet hat, bis er am Arm gepackt wurde!“

Dann wandte sich der Buddha an die Mönche:

„Mönche, jetzt sollt ihr den Besinnungstag abhalten und die Ordenssatzung aufsagen.

Von diesem Tag an werde ich nicht mehr den Besinnungstag abhalten oder die Ordenssatzung aufsagen.

Es ist unmöglich, Mönche, es kann nicht sein, dass ein Klargewordener in einer unreinen Versammlung die Ordenssatzung aufsagen könnte.

Die Titanen sehen acht unglaubliche und erstaunliche Dinge, derentwegen sie das Weltmeer lieben.

Welche acht?

Der Boden des Weltmeers neigt sich schrittweise nach unten, strebt schrittweise nach unten und richtet sich schrittweise nach unten aus, ohne einen plötzlichen Abbruch.

Das ist das erste unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Titanen das Weltmeer lieben.

(In voller Länge sprechen wie in der vorhergehenden Lehrrede.)

Weiter leben im Weltmeer große Geschöpfe wie Leviathane, Leviathan-Fresser, Leviathan-Fresser-Fresser, Titanen, Drachen und Zentauren. Im Weltmeer gibt es Verkörperungen mit einer Länge von hundert Meilen oder gar zweihundert, dreihundert, vierhundert oder fünfhundert Meilen.

Das ist das achte unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Titanen das Weltmeer lieben.

Da sie diese acht unglaublichen und erstaunlichen Dinge sehen, lieben die Titanen das Weltmeer.

Ebenso, Mönche, sehen die Mönche und Nonnen acht unglaubliche und erstaunliche Dinge, derentwegen sie diese Lehre und Schulung lieben.

Welche acht?

So wie der Boden des Weltmeers sich schrittweise nach unten neigt, schrittweise nach unten strebt und sich schrittweise nach unten ausrichtet, ohne einen plötzlichen Abbruch,

ebenso kommt in dieser Lehre und Schulung der Durchbruch zur Erleuchtung durch schrittweise Schulung zustande, durch schrittweises Vorgehen, schrittweise Übung, nicht plötzlich.

Das ist das erste unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Mönche und Nonnen diese Lehre und Schulung lieben. …

So wie im Weltmeer große Geschöpfe leben wie Leviathane, Leviathan-Fresser, Leviathan-Fresser-Fresser, Titanen, Drachen und Zentauren; wie es im Weltmeer Verkörperungen mit einer Länge von hundert Meilen gibt oder gar zweihundert, dreihundert, vierhundert oder fünfhundert Meilen,

ebenso leben in dieser Lehre und Schulung große Geschöpfe wie der in den Strom Eingetretene und der, der übt, um die Frucht des Stromeintritts zu verwirklichen; der Einmalwiederkehrer und der, der übt, um die Frucht der Einmalwiederkehr zu verwirklichen; der Nichtwiederkehrer und der, der übt, um die Frucht der Nichtwiederkehr zu verwirklichen; der Vollendete und der, der für die Vollendung übt.

Das ist das achte unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Mönche und Nonnen diese Lehre und Schulung lieben.

Da sie diese acht unglaublichen und erstaunlichen Dinge sehen, lieben die Mönche und Nonnen diese Lehre und Schulung.“

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