Wird geladen

Übersetzungen [15]

Mit Ugga von Vesālī

Nummerierte Lehrreden 8.21

3. Das Kapitel mit Hausbesitzern

Mit Ugga von Vesālī

Einmal hielt sich der Buddha bei Vesālī am Großen Wald auf, in der Halle mit dem Giebeldach.

Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:

„Mönche und Nonnen, ihr sollt den Hausbesitzer Ugga von Vesālī als jemanden in Erinnerung behalten, der acht unglaubliche und erstaunliche Eigenschaften besitzt.“

Das sagte der Buddha.

Nachdem er geendet hatte, erhob sich der Heilige von seinem Sitz und ging zu seiner Hütte.

Da kleidete ein Mönch sich am Morgen an, nahm Schale und Robe, ging zum Haus des Hausbesitzers Ugga von Vesālī und setzte sich auf den ausgebreiteten Sitz.

Da ging Ugga von Vesālī zu diesem Mönch, verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin. Der Mönch sagte zu ihm:

„Hausbesitzer, der Buddha hat erklärt, dass du acht unglaubliche und erstaunliche Eigenschaften besitzt.

Welches sind die acht Eigenschaften, von denen er gesprochen hat?“

„Herr, ich weiß nicht,

welche acht unglaublichen und erstaunlichen Eigenschaften der Buddha gemeint hat.

Aber in mir sind acht unglaubliche und erstaunliche Eigenschaften zu finden.

Hör zu und gebrauche den Geist gut, ich werde sprechen.“

„Ja, Hausbesitzer“, antwortete der Mönch.

Ugga von Vesālī sagte:

„Herr, als ich zum ersten Mal den Buddha von Weitem sah,

wurde mein Herz zuversichtlich, sobald ich ihn sah.

Das ist die erste unglaubliche und erstaunliche Eigenschaft, die in mir zu finden ist.

Mit zuversichtlichem Herzen erwies ich dem Buddha Ehrerbietung.

Der Buddha unterwies mich Schritt für Schritt

mit einem Vortrag über Geben, Tugend und den Himmel. Er erklärte die Nachteile der Sinnenfreuden, die so schmutzig und unlauter sind, und die Vorteile der Entsagung.

Und als er erkannte, dass mein Geist bereit war, geschmeidig, frei von Hindernissen, freudig bewegt und zuversichtlich, da legte er die besondere Lehre der Buddhas dar:

das Leiden, seinen Ursprung, sein Aufhören und den Weg.

Wie ein reines, fleckenloses Tuch die Farbe richtig annimmt,

ebenso erschien mir da, wo ich gerade saß, das unbefleckte, makellose Auge des Dhamma:

‚Alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende.‘

Ich sah, erfasste, verstand und ergründete den Dhamma. Ich ging über den Zweifel hinaus, machte mich von Unschlüssigkeit frei und gewann Selbstvertrauen, wurde in der Anleitung des Lehrers von anderen unabhängig.

Eben da nahm ich Zuflucht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha. Und ich nahm die fünf Schulungsregeln auf, mit Keuschheit als fünfter.

Das ist die zweite unglaubliche und erstaunliche Eigenschaft, die in mir zu finden ist.

Ich hatte vier jugendliche Frauen.

Und ich ging zu ihnen und sagte:

‚Schwestern, ich habe die fünf Schulungsregeln aufgenommen, mit Keuschheit als fünfter.

Wenn ihr wollt, könnt ihr hierbleiben, meinen Reichtum genießen und Gutes tun. Oder ihr könnt zu euren Familien zurückgehen.

Oder wäre es euch lieber, wenn ich euch einem anderen Mann gäbe?‘

Darauf erwiderte meine älteste Frau:

‚Gebieter, bitte gib mich dem und dem Mann.‘

Da ließ ich diesen Mann rufen. Ich nahm meine Frau mit der linken Hand, ergriff mit der rechten ein Weihegefäß und führte sie diesem Mann zu, während ich das Wasser goss.

Aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich aus der Ruhe geriet, als ich meine jugendliche Frau weggab.

Das ist die dritte unglaubliche und erstaunliche Eigenschaft, die in mir zu finden ist.

Meine Familie besitzt Vermögen,

und das wird unterschiedslos mit tugendhaften Menschen von gutem Charakter geteilt.

Das ist die vierte unglaubliche und erstaunliche Eigenschaft, die in mir zu finden ist.

Wenn ich einem Mönch meine Aufwartung mache,

tue ich das sorgfältig, nicht ohne Sorgfalt.

Das ist die fünfte unglaubliche und erstaunliche Eigenschaft, die in mir zu finden ist.

Wenn dieser Ehrwürdige mich den Dhamma lehrt,

höre ich sorgfältig zu, nicht ohne Sorgfalt.

Aber wenn er mich nicht den Dhamma lehrt, unterweise ich ihn.

Das ist die sechste unglaubliche und erstaunliche Eigenschaft, die in mir zu finden ist.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Gottheiten zu mir kommen und bekannt geben:

‚Hausbesitzer, die Lehre ist vom Buddha gut erklärt!‘

Darauf antworte ich ihnen:

‚Die Lehre ist vom Buddha gut erklärt, ob ihr Gottheiten das sagt oder nicht!‘

Aber ich kann mich nicht erinnern, dass darüber, dass Gottheiten zu mir kommen und ich mich mit ihnen unterhalte,

zu euphorisch geworden wäre.

Das ist die siebte unglaubliche und erstaunliche Eigenschaft, die in mir zu finden ist.

Von den fünf niederen Fesseln, die vom Buddha gelehrt wurden, sehe ich keine, die ich nicht aufgegeben hätte.

Das ist die achte unglaubliche und erstaunliche Eigenschaft, die in mir zu finden ist.

Diese acht unglaublichen und erstaunlichen Eigenschaften sind in mir zu finden.

Aber ich weiß nicht,

welche acht unglaublichen und erstaunlichen Eigenschaften der Buddha gemeint hat.“

Und nachdem er im Haus des Ugga von Vesālī Almosen genommen hatte, erhob sich dieser Mönch von seinem Sitz und ging.

Nach dem Essen, als er vom Almosengang zurückkam, ging er zum Buddha, verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin.

Er berichtete dem Buddha, worüber er mit dem Hausbesitzer Ugga von Vesālī gesprochen hatte. Der Buddha sagte:

„Gut, gut, Mönch!

Als ich erklärte, dass der Hausbesitzer Ugga von Vesālī jemand ist, der acht unglaubliche und erstaunliche Eigenschaften besitzt, habe ich genau die acht Eigenschaften gemeint, die er dir zu Recht erklärt hat.

Ihr sollt den Hausbesitzer Ugga von Vesālī als jemanden in Erinnerung behalten, der diese acht unglaublichen und erstaunlichen Eigenschaften besitzt.“

Kommentar [0]