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Übersetzungen [33]

Das Kapitel mit Paaren

Kleinere Sammlung

Dhammasprüche 1–20

1. Das Kapitel mit Paaren

Absicht formt Erfahrungen;

Absicht kommt zuerst, von Absicht sind sie gemacht.

Wenn man aus unlauterer Absicht

redet oder handelt,

folgt einem Leiden

wie das Rad dem Fuß des Ochsen.

Absicht formt Erfahrungen;

Absicht kommt zuerst, von Absicht sind sie gemacht.

Wenn man aus reiner Absicht

redet oder handelt,

folgt einem Glück

wie ein Schatten, der niemals weicht.

„Man hat mich beschimpft, man hat mich geschlagen!

Man hat mich bezwungen, man hat mich beraubt!“

Für die, die so hadern,

kommt der Hass nie zur Ruhe.

„Man hat mich beschimpft, man hat mich geschlagen!

Man hat mich bezwungen, man hat mich beraubt!“

Für die, die nicht so hadern,

kommt der Hass zur Ruhe.

Denn niemals wird Hass

durch Hass beigelegt;

durch Liebe wird er beigelegt:

Das ist eine Lehre von alters her.

Wenn andere das nicht verstehen,

so wollen wir, die wir verstehen,

uns in dieser Hinsicht zügeln;

denn so werden Spannungen beigelegt.

Die, die das Schöne betrachten,

die Sinne unbeherrscht,

beim Essen ohne Maß,

träge, mit wenig Energie:

Sie wirft Māra nieder

wie der Wind einen schwachen Baum.

Die, die das Abstoßende betrachten,

die Sinne wohl beherrscht,

mit Maß beim Essen,

vertrauensvoll und energisch:

Māra kann sie nicht niederwerfen,

wie der Wind einen Felsenberg.

Wer, selbst nicht frei von Flecken,

die ocker gefärbte Robe trägt,

ohne Selbstbeherrschung und Wahrheit,

ist der ockerfarbenen Robe nicht würdig.

Wer all seine Flecken ausgespien hat,

in der Tugend stetig,

wer Selbstbeherrschung und Wahrheit besitzt,

ist der ockerfarbenen Robe wahrhaft würdig.

Sie halten das Unwesentliche für wesentlich

und sehen das Wesentliche als unwesentlich an:

Sie erfassen das Wesentliche nicht,

denn falsches Denken ist ihr Lebensraum.

Sie haben das Wesentliche als wesentlich erkannt

und das Unwesentliche als unwesentlich:

Sie erfassen das Wesentliche,

denn rechtes Denken ist ihr Lebensraum.

Geradeso wie in ein schlecht gedecktes Haus

der Regen eindringt,

so dringt in den unentwickelten Geist

Wollust ein.

Geradeso wie in ein gut gedecktes Haus

der Regen nicht eindringt,

so dringt in den gut entwickelten Geist

Wollust nicht ein.

Hier ist er bekümmert, drüben ist er bekümmert:

Ein Übeltäter ist auf beiden Seiten bekümmert.

Er ist bekümmert und missgelaunt,

wenn er seine eigenen unlauteren Taten sieht.

Hier ist er erfreut, drüben ist er erfreut:

Wer Gutes tut, erfreut sich auf beiden Seiten.

Er erfreut sich und feiert,

wenn er seine eigenen reinen Taten sieht.

Hier ist er gequält, drüben ist er gequält:

Ein Übeltäter ist auf beiden Seiten gequält.

Er ist gequält, wenn er an das Schlechte denkt, das er getan hat,

und wenn er zu einem schlechten Ort geht, ist er umso mehr gequält.

Hier ist er entzückt, drüben ist er entzückt:

Wer Gutes tut, ist auf beiden Seiten entzückt.

Er ist entzückt, wenn er an das Gute denkt, das er getan hat,

und wenn er zu einem guten Ort geht, ist er umso mehr entzückt.

So viele Schriften er auch aufsagt,

wenn ein nachlässiger Mensch sie nicht anwendet,

so versäumt er, wie ein Kuhhirte, der anderer Leute Kühe zählt,

die Segnungen des Asketenlebens.

Auch wenn er nur wenige Schriften aufsagt,

wenn ein Mensch im Einklang mit der Lehre lebt,

wenn er Gier, Hass und Täuschung aufgegeben hat,

mit tiefem Verstehen und gut befreitem Herzen,

wenn er kein Hier und kein Jenseits ergreift,

so hat er teil an den Segnungen des Asketenlebens.

Kommentar [1]