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Übersetzungen [22]

Die große Zusammenkunft

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha im Land der Sakyer im Großen Wald bei Kapilavatthu auf, zusammen mit einem großen Saṅgha von fünfhundert Mönchen und Nonnen, die alle Vollendete waren. Und die meisten Gottheiten aus zehn Sonnensystemen hatten sich versammelt, um den Buddha und den Saṅgha der Mönche und Nonnen zu sehen.

Da dachten vier Gottheiten aus den reinen Aufenthalten, die das Geschehen erfassten: „Warum gehen wir nicht zum Buddha und sagen jeder vor ihm eine Strophe auf?“

Und so leicht, wie ein starker Mensch den Arm strecken oder beugen würde, verschwanden sie aus den reinen Aufenthalten und erschienen wieder vor dem Buddha. Sie verbeugten sich vor dem Buddha und stellten sich zur Seite hin. Und eine Gottheit sagte vor dem Buddha diese Strophe auf:

„Eine große Zusammenkunft ist da im Wald, 
wo himmlische Scharen sich versammelt haben. 
Wir sind zur rechtschaffenen Zusammenkunft gekommen, 
um den unüberwindlichen Saṅgha zu sehen!“

Darauf sagte eine andere Gottheit vor dem Buddha diese Strophe auf:

„Die Mönche sind da im Samādhi versunken, 
ihren Geist haben sie ausgerichtet. 
Wie ein Wagenlenker, der die Zügel hält, 
so zügeln die klugen Menschen ihre Sinne.“

Darauf sagte eine andere Gottheit vor dem Buddha diese Strophe auf:

„Den Pflock abgerissen und die Querlatte abgerissen,
 unbewegt, den Grenzpfosten zogen sie heraus. 
Rein und unbefleckt leben sie, 
die jungen Riesen, die der Klaräugige gezähmt hat.“

Darauf sagte eine andere Gottheit vor dem Buddha diese Strophe auf:

„Wer zum Buddha Zuflucht genommen hat, 
wird nicht zu den Verlorenen gehen. 
Wenn er diesen menschlichen Körper aufgegeben hat, 
wird er die Scharen der Götter mehren.“

1. Versammlung der Gottheiten

Darauf wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:

„Mönche und Nonnen, die meisten Gottheiten aus zehn Sonnensystemen haben sich versammelt, um den Klargewordenen und den Saṅgha der Mönche und Nonnen zu sehen. Die Buddhas der Vergangenheit hatten solche Versammlungen von Gottheiten, die höchstens so waren wie diese jetzt für mich ist. Und für die Buddhas der Zukunft gilt das Gleiche. Ich will die Namen der himmlischen Scharen bekanntgeben; ich will die Namen der himmlischen Scharen rühmen; ich will die Namen der himmlischen Scharen lehren. Hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“

„Ja, Herr“, antworteten sie.

Der Buddha sagte:

„Einen Lobgesang rufe ich auf! 
Wo die Erdgötter wohnen, 
dort in den Berghöhlen, 
entschlossen und gesammelt,

da wohnen viele wie einsame Löwen 
und haben ihre Furcht gemeistert. 
Ihr Geist ist hell und rein, 
klar und ungetrübt.“

Der Lehrer wusste, dass über fünfhundert 
im Wald bei Kapilavatthu waren. 
Daher wandte er sich 
an die Schüler, die die Lehre lieben:

„Die himmlischen Scharen sind hergekommen; 
Mönche und Nonnen, achtet wohl auf sie.“ 
Diese Mönche wurden eifrig, 
als sie die Anleitung des Buddha hörten.

Wissen entstand in ihnen, 
als sie die nicht-menschlichen Wesen sahen. 
Manche sahen hundert, 
tausend, gar siebzigtausend,

und andere hunderttausend 
nicht-menschliche Wesen. 
Doch manche sahen eine endlose Zahl, 
die sich in alle Himmelsrichtungen erstreckte.

Und all das erkannte 
und unterschied der Klaräugige. 
Daher wandte er sich 
an die Schüler, die die Lehre lieben:

„Die himmlischen Scharen sind hergekommen; 
Mönche und Nonnen, achtet wohl auf sie. 
Ich werde sie für euch rühmen 
mit Worten in der richtigen Folge.

Da sind siebentausend Geister, 
die Erdgötter von Kapilavatthu. 
Sie sind mächtig und glänzend, 
so schön und strahlend. 
Voll Freude sind sie hergekommen 
zum Treffen der Mönche und Nonnen im Wald.

Sechstausend Geister von verschiedener Farbe 
sind aus dem Himalaya da. 
Sie sind mächtig und glänzend, 
so schön und strahlend. 
Voll Freude sind sie hergekommen 
zum Treffen der Mönche und Nonnen im Wald.

Vom Berg Sātā sind dreitausend Geister 
von verschiedener Farbe da. 
Sie sind mächtig und glänzend, 
so schön und strahlend. 
Voll Freude sind sie hergekommen 
zum Treffen der Mönche und Nonnen im Wald.

Und so sind es sechzehntausend 
Geister von verschiedener Farbe. 
Sie sind mächtig und glänzend, 
so schön und strahlend. 
Voll Freude sind sie hergekommen 
zum Treffen der Mönche und Nonnen im Wald.

Fünfhundert Geister von verschiedener Farbe 
sind da von Vessāmittas Berg. 
Sie sind mächtig und glänzend, 
so schön und strahlend. 
Voll Freude sind sie hergekommen 
zum Treffen der Mönche und Nonnen im Wald.

Und da ist Kumbhīra von Rājagaha, 
dessen Heim der Berg Vepulla ist. 
Begleitet von 
über hunderttausend Geistern 
ist Kumbhīra von Rājagaha 
auch zum Treffen im Wald gekommen.

Der König Dhataraṭṭha 
herrscht über den Osten. 
Er ist der Herr der Zentauren, 
ein großer König, so strahlend.

Und er hat viele mächtige Söhne, 
die alle den Namen Indra tragen. 
Sie sind mächtig und glänzend, 
so schön und strahlend. 
Voll Freude sind sie hergekommen 
zum Treffen der Mönche und Nonnen im Wald.

Der König Virūḷhaka 
herrscht über den Süden. 
Er ist der Herr der Kobolde, 
ein großer König, so strahlend.

Und er hat viele mächtige Söhne, 
die alle den Namen Indra tragen. 
Sie sind mächtig und glänzend, 
so schön und strahlend. 
Voll Freude sind sie hergekommen 
zum Treffen der Mönche und Nonnen im Wald.

Der König Virūpakkha 
herrscht über den Westen. 
Er ist der Herr der Drachen, 
ein großer König, so strahlend.

Und er hat viele mächtige Söhne, 
die alle den Namen Indra tragen. 
Sie sind mächtig und glänzend, 
so schön und strahlend. 
Voll Freude sind sie hergekommen 
zum Treffen der Mönche und Nonnen im Wald.

Der König Kuvera 
herrscht über den Norden. 
Er ist der Herr der Geister, 
ein großer König, so strahlend.

Und er hat viele mächtige Söhne, 
die alle den Namen Indra tragen. 
Sie sind mächtig und glänzend, 
so schön und strahlend. 
Voll Freude sind sie hergekommen 
zum Treffen der Mönche und Nonnen im Wald.

Dhataraṭṭha im Osten, 
Virūḷhaka im Süden, 
Virūpakkha im Westen 
und Kuvera im Norden –

diese vier großen Könige, 
ringsum in den vier Himmelsrichtungen, 
standen stattlich da 
im Wald bei Kapilavatthu.

Ihre hinterhältigen Sklaven kamen, 
so tückisch waren sie und gewieft – 
die Betrüger Kuṭeṇḍu, Viṭeṇḍu 
mit Viṭucca und Viṭuḍa.

Und Candana und Kāmaseṭṭha, 
Kinnughaṇḍu und Nighaṇḍu, 
Panāda und Opamañña 
und Mātali, der göttliche Wagenlenker.

Cittasena der Zentaur kam auch 
und die Könige Nala und Janesabha. 
Auch Pañcasikha kam 
mit Timbaru und Suriyavaccasā.

Diese und andere Könige waren da, 
die Zentauren mit ihren Königen. 
Voll Freude sind sie hergekommen 
zum Treffen der Mönche und Nonnen im Wald.

Dann kamen die Drachen vom See Nābhasa 
und die aus Vesālī mit denen von Takkasilā. 
Die Kambalas und Assataras kamen, 
auch die aus Pāyāga mit ihrer Sippe.

Es kamen die aus Yamunā 
und die Dhataraṭṭha-Drachen, so strahlend. 
Und Erāvaṇa, der große Drache, 
kam auch zum Treffen im Wald.

Die, die Drachenkönige mit Gewalt packen – 
die himmlischen, zweimal-geborenen Vögel mit durchdringendem Blick – 
stoßen vom Himmel herab in den Wald; 
ihr Name ist ‚Regenbogen-Phönix‘.

Doch die Drachenkönige hatten keine Furcht, 
denn der Buddha war ihr Schutz vor den Phönixen. 
Drachen und Phönixe begrüßten einander mit sanften Worten 
und nahmen Zuflucht zum Buddha.

Von Vajirahattha waren sie geschlagen, 
die Titanen, und lebten im Meer. 
Sie sind Vāsavas Brüder, 
mächtig und ruhmreich.

Da sind die schrecklichen Kālakañjas, 
die Dānava- und Ghasa-Titanen, 
Vepacitti und Sucitti, 
Pahārāda mit Namuci

und Balis hundert Söhne, 
alle nach Virocana benannt. 
Balis Heer bewaffnete sich 
und zog zum glückverheißenden Rāhu. Sie sagten: 
‚Jetzt ist die Zeit, Herr, 
für das Treffen der Mönche und Nonnen im Wald.‘

Die Wasser- und die Erdgötter 
und die von Feuer und Wind sind gekommen, 
die Götter von Varuṇa und Varuṇas Nachwuchs, 
und Soma zusammen mit Yasa.

Von den Göttern der Liebe und des Mitgefühls 
kam eine Schar herbei, so strahlend. 
Diese zehn Götterscharen 
schillerten in allen Farben.

Sie sind mächtig und glänzend, 
so schön und strahlend. 
Voll Freude sind sie hergekommen 
zum Treffen der Mönche und Nonnen im Wald.

Die Vishnu- und Sahalī-Götter 
und das unerreichte Zwillingspaar kamen. 
Es kamen die Götter, die auf dem Mond leben, 
und der Mond schritt ihnen voran.

Es kamen die Götter, die auf der Sonne leben, 
und die Sonne schritt ihnen voran. 
Und mit den Sternen, die voranschritten, 
kamen die gelangweilten Wolkengötter.

Und Vāsava kam, der größte der Vasus, 
der Sakka der Fähige ist, Purindada der Erstspender. 
Diese zehn Götterscharen 
schillerten in allen Farben.

Sie sind mächtig und glänzend, 
so schön und strahlend. 
Voll Freude sind sie hergekommen 
zum Treffen der Mönche und Nonnen im Wald.

Dann kamen die Sahabhū-Götter, 
lodernd wie eine Flammenkrone, 
auch die Ariṭṭhakas und auch die Rojas 
und die Götter von flachsblauer Schattierung.

Die Varuṇas und Sahadhammas, 
die Accutas und Anejakas, 
die Sūleyyas und Ruciras kamen alle, 
wie auch die Vāsavanesi-Götter. 
Diese zehn Götterscharen 
schillerten in allen Farben.

Sie sind mächtig und glänzend, 
so schön und strahlend. 
Voll Freude sind sie hergekommen 
zum Treffen der Mönche und Nonnen im Wald.

Die Samānas und Mahāsamānas, 
Mānusas und Mānusuttamas, alle kamen, 
auch die Götter, die durch Spielen verkommen waren, 
sowie die Gehässigen.

Dann kamen die Götter des Merkur 
und die, die auf dem Mars leben. 
Die Pāragas und Mahāpāragas kamen, 
die so strahlend sind. 
Diese zehn Götterscharen 
schillerten in allen Farben.

Sie sind mächtig und glänzend, 
so schön und strahlend. 
Voll Freude sind sie hergekommen 
zum Treffen der Mönche und Nonnen im Wald.

Die Götter der Venus, der neugeborenen Sonne und der Morgendämmerung 
kamen zusammen mit denen vom Saturn. 
Und die Götter des weißen Globus kamen 
und führten die glänzenden Götter an.

Die Sadāmattas und Hāragajas 
und die gemischten Ruhmreichen; 
Pajjuna kam donnernd an, er, 
der in allen Himmelsrichtungen regnet.

Diese zehn Götterscharen 
schillerten in allen Farben. 
Sie sind mächtig und glänzend, 
so schön und strahlend. 
Voll Freude sind sie hergekommen 
zum Treffen der Mönche und Nonnen im Wald.

Es kamen die Khemiyas aus dem Tusita- und Yamareich 
und die ruhmreichen Kaṭṭhakas; 
ebenso die Lambītakas und Lāmaseṭṭhas 
und die, die man die Leuchtenden nennt, und die Götter der erfüllten Wünsche. 
Es kamen die Götter, die das Ersinnen lieben, 
und die, die genießen, was andere ersinnen.

Diese zehn Götterscharen 
schillerten in allen Farben. 
Sie sind mächtig und glänzend, 
so schön und strahlend. 
Voll Freude sind sie hergekommen 
zum Treffen der Mönche und Nonnen im Wald.

Diese sechzig Götterscharen 
schillerten in allen Farben. 
Sie kamen nach Namen geordnet, 
diese und andere ebenso. Sie dachten:

‚Wir werden die sehen, die die Wiedergeburt los sind, die Gütigen, 
die Unbefleckten, die die Flut überquert haben, 
und den Drachen, der sie hinüberbrachte, 
der die Dunkelheit überwunden hat, so, wie der Mond.‘

Subrahmā und Paramatta kamen 
mit Söhnen dieser Gewaltigen. 
Sanaṅkumāra und Tissa, 
auch sie kamen zum Treffen im Wald.

In tausend Brahmāwelten 
tritt der Große Brahmā hervor. 
Strahlend ist er erschienen, 
sein gewaltiger Körper ist so strahlend.

Die zehn allmächtigen Götter kamen her, 
von denen jeder Macht ausübt, 
und in ihrer Mitte kam 
Hārita mit seinem Gefolge.“

Als sie alle hergekommen waren, 
die Götter mit ihrem König und die Brahmās, 
da erschien auch Māras Heer: 
Sieh, wie dumm der Dunkle Herr ist!

„Kommt, ergreift sie und bindet sie“, sagte er, 
„sie sollen von Begierde gebunden sein! 
Umringt sie von allen Seiten, 
lasst niemanden entkommen!“

Und so schickte der große General, 
der dunkle Herr, sein Heer los. 
Er hieb mit der Faust auf den Boden, 
um mit dem Klang Entsetzen zu verbreiten,

wie eine Gewitterwolke, aus der der Regen strömt, 
aus der es donnert und blitzt. 
Und dann kam er zurück, 
rasend, hatte die Beherrschung verloren.

Und all das erkannte 
und unterschied der Klaräugige. 
Daher wandte sich der Lehrer 
an die Schüler, die die Lehre lieben:

„Māras Heer ist gekommen; 
Mönche und Nonnen, achtet wohl auf sie.“ 
Diese Mönche wurden eifrig, 
als sie die Anleitung des Buddha hörten. 
Das Heer floh vor den Leidenschaftslosen, 
kein einziges Haar wurde gekrümmt!

„Alle siegreich in der Schlacht, 
so furchtlos und ruhmreich. 
Sie freuen sich mit allen Geistern, 
die Schüler dessen, der unter den Menschen bekannt ist.“

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