So wurde es gesagt 99
Das Dreierbuch
5. Das fünfte Kapitel
Das dreifache Wissen
Das wurde vom Buddha, dem Vollendeten, gesagt; das habe ich gehört:
„Mönche und Nonnen, ich beschreibe einen Brahmanen nach der Lehre als einen, der ein Meister des dreifachen Wissens ist, nicht den anderen, der nachspricht, was man ihm sagt.
Wie beschreibe ich ihn auf diese Art?
Da erinnert sich ein Mönch an viele Arten früherer Leben, das heißt: eine Wiedergeburt, zwei Wiedergeburten, drei, vier, fünf, zehn, zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig, hundert, tausend, hunderttausend Wiedergeburten; viele Äonen des Zusammenziehens der Welt, viele Äonen des Ausdehnens der Welt, viele Äonen des Zusammenziehens und Ausdehnens der Welt. ‚Dort hatte ich diesen Namen, gehörte zu jenem Stamm, sah so aus, und das war meine Speise. So erlebte ich Glück und Schmerz, und so lange dauerte mein Leben. Als ich von jenem Ort verschied, wurde ich woanders wiedergeboren. Und dort hatte ich diesen Namen, gehörte zu jenem Stamm, sah so aus, und das war meine Speise. So erlebte ich Glück und Schmerz, und so lange dauerte mein Leben. Als ich von jenem Ort verschied, wurde ich hier wiedergeboren.‘ Und so erinnert er sich an viele Arten früherer Leben mit den Merkmalen und Einzelheiten.
Das ist das erste Wissen, das er erlangt. Unwissenheit ist zerstört und Wissen erschienen; Dunkelheit ist zerstört und Licht erschienen, wie es bei jemandem geschieht, der beflissen, eifrig und entschlossen meditiert.
Dann sieht da ein Mönch mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit Lebewesen, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden – gering oder hochstehend, schön oder hässlich, an einem guten oder einem schlechten Ort. Er versteht, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten weiterziehen: ‚Diese lieben Wesen taten Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist. Sie brachten die Edlen in Verruf, hatten falsche Ansicht und unternahmen Handlungen aus dieser falschen Ansicht heraus. Als ihr Körper auseinanderbrach, nach dem Tod, wurden sie an einem verlorenen Ort wiedergeboren, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle. Diese lieben Wesen hingegen taten Gutes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist. Sie brachten nie die Edlen in Verruf, hatten rechte Ansicht und unternahmen Handlungen aus dieser rechten Ansicht heraus. Als ihr Körper auseinanderbrach, nach dem Tod, wurden sie an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt.‘ Und so sieht er mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit Lebewesen, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden – gering oder hochstehend, schön oder hässlich, an einem guten oder einem schlechten Ort. Er versteht, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten weiterziehen.
Das ist das zweite Wissen, das er erlangt. Unwissenheit ist zerstört und Wissen erschienen; Dunkelheit ist zerstört und Licht erschienen, wie es bei jemandem geschieht, der beflissen, eifrig und entschlossen meditiert.
Dann erlangt da ein Mönch mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, erkennt sie durch eigene Einsicht und lebt darin.
Das ist das dritte Wissen, das er erlangt. Unwissenheit ist zerstört und Wissen erschienen; Dunkelheit ist zerstört und Licht erschienen, wie es bei jemandem geschieht, der beflissen, eifrig und entschlossen meditiert.
So beschreibe ich einen Brahmanen nach der Lehre als einen, der ein Meister des dreifachen Wissens ist, nicht den anderen, der nachspricht, was man ihm sagt.“
Der Buddha sprach diese Sache.
Dazu wird gesagt:
„Er kennt seine früheren Leben,
sieht Himmel und verlorene Orte
und hat das Ende der Wiedergeburt erreicht,
ein Abgeklärter mit vollkommener Einsicht:
Mit diesem dreifachen Wissen
ist ein Brahmane ein Meister des dreifachen Wissens.
Einen solchen nenne ich einen Dreiwissens-Meister –
nicht den anderen, der nachspricht, was man ihm sagt.“
Auch das ist eine Sache, die vom Gesegneten gesprochen wurde: Das habe ich gehört.
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