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Übersetzungen [33]

Das längere Gleichnis vom Kernholz

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Rājagaha auf der Geierkuppe auf, nicht lange, nachdem Devadatta fortgegangen war. Da sprach der Buddha zu den Mönchen und Nonnen über Devadatta:

„Mönche und Nonnen, da ist ein ehrbarer Mensch aus Vertrauen aus dem Haus fortgezogen ins hauslose Leben im Gedanken: ‚Ich bin in Wiedergeburt, Alter und Tod versunken, in Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis. Ich bin im Leiden versunken, ins Leiden verstrickt. Hoffentlich kann ich ein Ende dieser ganzen Masse des Leidens finden.‘ Nachdem er fortgezogen ist, schafft er Besitz, Ehre und Beliebtheit. Er ist damit zufrieden und hat alles erreicht, was er sich wünschte. Er verherrlicht sich deshalb selbst und setzt andere herab: ‚Ich bin der mit Besitz, Ehre und Beliebtheit. Diese anderen Mönche und Nonnen sind unbekannt und unbedeutend.‘ Und so wird er berauscht und besessen und nachlässig wegen dieses Besitzes, dieser Ehre und dieser Beliebtheit. Und wenn er nachlässig ist, lebt er in Leiden.

Wie ein Mensch, der Kernholz bräuchte und auf der Suche nach Kernholz umherwandern würde. Er käme zu einem großen Baum, der mit Kernholz dastünde. Doch er würde Kernholz, Weichholz, Rinde und Schösslinge übergehen, schnitte die Zweige und Blätter ab und ginge damit fort in der Vorstellung, das sei Kernholz. Wenn ein Mensch mit klaren Augen ihn sähe, würde er sagen: ‚Dieser Mensch weiß nicht, was Kernholz ist, was Weichholz ist, was Rinde ist, was Schösslinge sind oder was Zweige und Blätter sind. Deshalb überging er alles andere, schnitt die Zweige und Blätter ab und ging damit fort in der Vorstellung, das sei Kernholz. Was er auch mit dem Kernholz zu machen hat, es wird ihm nicht gelingen.‘

Ebenso ist ein ehrbarer Mensch aus Vertrauen aus dem Haus fortgezogen ins hauslose Leben … und schafft Besitz, Ehre und Beliebtheit. Das nennt man einen Mönch, der die Zweige und Blätter des geistlichen Lebens ergriffen und es dabei belassen hat.

Dann ist da ein ehrbarer Mensch aus Vertrauen aus dem Haus fortgezogen ins hauslose Leben … Nachdem er fortgezogen ist, schafft er Besitz, Ehre und Beliebtheit. Er ist damit nicht zufrieden und hat nicht alles erreicht, was er sich wünschte. Er verherrlicht sich deshalb nicht selbst oder setzt andere herab, noch wird er berauscht oder besessen oder nachlässig wegen dieses Besitzes, dieser Ehre und dieser Beliebtheit. Indem er beflissen ist, erlangt er Vervollkommnung des sittlichen Verhaltens. Er ist damit zufrieden und hat alles erreicht, was er sich wünschte. Er verherrlicht sich deshalb selbst und setzt andere herab: ‚Ich bin der, der sittlich ist, von gutem Charakter. Diese anderen Mönche und Nonnen sind unmoralisch, von schlechtem Charakter.‘ Er wird berauscht und besessen und nachlässig wegen seiner Vervollkommnung des sittlichen Verhaltens. Und wenn er nachlässig ist, lebt er in Leiden.

Wie ein Mensch, der Kernholz bräuchte und auf der Suche nach Kernholz umherwandern würde. Er käme zu einem großen Baum, der mit Kernholz dastünde. Doch er würde Kernholz, Weichholz und Rinde übergehen, schnitte die Schösslinge ab und ginge damit fort in der Vorstellung, das sei Kernholz. Wenn ein Mensch mit klaren Augen ihn sähe, würde er sagen: ‚Dieser Mensch weiß nicht, was Kernholz ist, was Weichholz ist, was Rinde ist, was Schösslinge sind oder was Zweige und Blätter sind. Deshalb überging er alles andere, schnitt die Schösslinge ab und ging damit fort in der Vorstellung, das sei Kernholz. Was er auch mit dem Kernholz zu machen hat, es wird ihm nicht gelingen.‘

Ebenso ist ein ehrbarer Mensch aus Vertrauen aus dem Haus fortgezogen ins hauslose Leben … und schafft Besitz, Ehre und Beliebtheit. … Indem er beflissen ist, erlangt er Vervollkommnung des sittlichen Verhaltens. … Das nennt man einen Mönch, der die Schösslinge des geistlichen Lebens ergriffen und es dabei belassen hat.

Dann ist da ein ehrbarer Mensch aus Vertrauen aus dem Haus fortgezogen ins hauslose Leben … Nachdem er fortgezogen ist, schafft er Besitz, Ehre und Beliebtheit. … Indem er beflissen ist, erlangt er Vervollkommnung des sittlichen Verhaltens. … Indem er beflissen ist, erlangt er Vervollkommnung der Versenkung. Er ist damit zufrieden und hat alles erreicht, was er sich wünschte. Er verherrlicht sich deshalb selbst und setzt andere herab: ‚Ich bin der mit Versenkung und geeintem Geist. Diese anderen Mönche und Nonnen besitzen keine Versenkung, sie haben einen schweifenden Geist.‘ Und so wird er berauscht und besessen und nachlässig wegen dieser Vervollkommnung der Versenkung. Und wenn er nachlässig ist, lebt er in Leiden.

Wie ein Mensch, der Kernholz bräuchte und und auf der Suche nach Kernholz umherwandern würde. Er käme zu einem großen Baum, der mit Kernholz dastünde. Doch er würde Kernholz und Weichholz übergehen, schnitte die Rinde ab und ginge damit fort in der Vorstellung, das sei Kernholz. Wenn ein Mensch mit klaren Augen ihn sähe, würde er sagen: ‚Dieser Mensch weiß nicht, was Kernholz ist, was Weichholz ist, was Rinde ist, was Schösslinge sind oder was Zweige und Blätter sind. Deshalb überging er alles andere, schnitt die Rinde ab und ging damit fort in der Vorstellung, das sei Kernholz. Was er auch mit dem Kernholz zu machen hat, es wird ihm nicht gelingen.‘

Ebenso ist ein ehrbarer Mensch aus Vertrauen aus dem Haus fortgezogen ins hauslose Leben … und schafft Besitz, Ehre und Beliebtheit. … Indem er beflissen ist, erlangt er Vervollkommnung des sittlichen Verhaltens … und Vervollkommnung der Versenkung. … Das nennt man einen Mönch, der die Rinde des geistlichen Lebens ergriffen und es dabei belassen hat.

Dann ist da ein ehrbarer Mensch aus Vertrauen aus dem Haus fortgezogen ins hauslose Leben … Nachdem er fortgezogen ist, schafft er Besitz, Ehre und Beliebtheit. … Indem er beflissen ist, erlangt er Vervollkommnung des sittlichen Verhaltens. … Indem er beflissen ist, erlangt er Vervollkommnung der Versenkung. … Indem er beflissen ist, erlangt er Erkennen und Sehen. Er ist damit zufrieden und hat alles erreicht, was er sich wünschte. Er verherrlicht sich deshalb selbst und setzt andere herab: ‚Ich bin der, der mit Erkennen und Sehen meditiert. Diese anderen Mönche und Nonnen sind ohne Erkennen und Sehen.‘ Und so wird er berauscht und besessen und nachlässig wegen dieses Erkennens und Sehens. Und wenn er nachlässig ist, lebt er in Leiden.

Wie ein Mensch, der Kernholz bräuchte und auf der Suche nach Kernholz umherwandern würde. Er käme zu einem großen Baum, der mit Kernholz dastünde. Doch er würde das Kernholz übergehen, schnitte das Weichholz heraus und ginge damit fort in der Vorstellung, das sei Kernholz. Wenn ein Mensch mit klaren Augen ihn sähe, würde er sagen: ‚Dieser Mensch weiß nicht, was Kernholz ist, was Weichholz ist, was Rinde ist, was Schösslinge sind oder was Zweige und Blätter sind. Deshalb überging er das Kernholz, schnitt das Weichholz heraus und ging damit fort in der Vorstellung, das sei Kernholz. Was er auch mit dem Kernholz zu machen hat, es wird ihm nicht gelingen.‘

Ebenso ist ein ehrbarer Mensch aus Vertrauen aus dem Haus fortgezogen ins hauslose Leben … und schafft Besitz, Ehre und Beliebtheit. … Indem er beflissen ist, erlangt er Vervollkommnung des sittlichen Verhaltens … Vervollkommnung der Versenkung … und Erkennen und Sehen. … Das nennt man einen Mönch, der das Weichholz des geistlichen Lebens ergriffen und es dabei belassen hat.

Dann ist da ein ehrbarer Mensch aus Vertrauen aus dem Haus fortgezogen ins hauslose Leben im Gedanken: ‚Ich bin in Wiedergeburt, Alter und Tod versunken, in Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis. Ich bin im Leiden versunken, ins Leiden verstrickt. Hoffentlich kann ich ein Ende dieser ganzen Masse des Leidens finden.‘ Nachdem er fortgezogen ist, schafft er Besitz, Ehre und Beliebtheit. Er ist damit nicht zufrieden und hat nicht alles erreicht, was er sich wünschte. Er verherrlicht sich deshalb nicht selbst oder setzt andere herab, noch wird er berauscht oder besessen oder nachlässig wegen dieses Besitzes, dieser Ehre und dieser Beliebtheit. Indem er beflissen ist, erlangt er Vervollkommnung des sittlichen Verhaltens. Er ist damit zufrieden, doch er hat nicht alles erreicht, was er sich wünschte. Er verherrlicht sich deshalb nicht selbst oder setzt andere herab, noch wird er berauscht oder besessen oder nachlässig wegen seiner Vervollkommnung des sittlichen Verhaltens. Indem er beflissen ist, erlangt er Vervollkommnung der Versenkung. Er ist damit zufrieden, doch er hat nicht alles erreicht, was er sich wünschte. Er verherrlicht sich deshalb nicht selbst oder setzt andere herab, noch wird er berauscht oder besessen oder nachlässig wegen seiner Vervollkommnung der Versenkung. Indem er beflissen ist, erlangt er Erkennen und Sehen. Er ist damit zufrieden, doch er hat nicht alles erreicht, was er sich wünschte. Er verherrlicht sich deshalb nicht selbst oder setzt andere herab, noch wird er berauscht oder besessen oder nachlässig wegen seines Erkennens und Sehens. Indem er beflissen ist, erlangt er unumkehrbare Freiheit. Es ist unmöglich, dass dieser Mönch von dieser unumkehrbaren Freiheit zurückfällt.

Wie ein Mensch, der Kernholz bräuchte und auf der Suche nach Kernholz umherwandern würde. Er käme zu einem großen Baum, der mit Kernholz dastünde. Er schnitte nur das Kernholz heraus und ginge damit fort im Wissen, dass es Kernholz ist. Wenn ein Mensch mit klaren Augen ihn sähe, würde er sagen: ‚Dieser Mensch weiß, was Kernholz ist, was Weichholz ist, was Rinde ist, was Schösslinge sind und was Zweige und Blätter sind. Deshalb schnitt er nur das Kernholz heraus und ging damit fort im Wissen, dass es Kernholz ist. Was er auch mit dem Kernholz zu machen hat, es wird ihm gelingen.‘

Ebenso ist ein ehrbarer Mensch aus Vertrauen aus dem Haus fortgezogen ins hauslose Leben … und schafft Besitz, Ehre und Beliebtheit. … Indem er beflissen ist, erlangt er Vervollkommnung des sittlichen Verhaltens … Vervollkommnung der Versenkung … Erkennen und Sehen … und unumkehrbare Freiheit. Es ist unmöglich, dass dieser Mönch von dieser unumkehrbaren Freiheit zurückfällt.

Und so, Mönche und Nonnen, führt man dieses geistliche Leben nicht für Besitz, Ehre und Beliebtheit, nicht für die Vervollkommnung des sittlichen Verhaltens, nicht für die Vervollkommnung der Versenkung oder für das Erkennen und Sehen. Das Ziel, das Kernholz und der endgültige Schlusspunkt des geistlichen Lebens ist vielmehr die unerschütterliche Freiheit des Herzens.“

Das sagte der Buddha. Zufrieden begrüßten die Mönche und Nonnen die Worte des Buddha.

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