So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika. Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen: „Mönche und Nonnen!“
„Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie. Der Buddha sagte:
„Mönche und Nonnen, ein Kuhhirte, der elf Faktoren besitzt, kann keine Kuhherde erhalten und vergrößern. Welche elf? Da weiß ein Kuhhirte nicht, was Form ist, kennt sich mit den Kennzeichen nicht aus, liest Fliegeneier nicht aus, verbindet Wunden nicht, räuchert nicht aus, kennt die Furt nicht, kennt Befriedigung nicht, kennt den Weg nicht, kennt sich mit den Weiden nicht aus, melkt trocken und lässt den Bullen, den Vätern und Anführern der Herde, keine besondere Achtung angedeihen. Ein Kuhhirte, der diese elf Faktoren besitzt, kann keine Kuhherde erhalten und vergrößern.
Ebenso kann ein Mönch mit elf Eigenschaften kein Wachstum, keine Zunahme oder Reife in dieser Lehre und Schulung erlangen. Mit welchen elf? Da weiß ein Mönch nicht, was Form ist, kennt sich mit den Kennzeichen nicht aus, liest Fliegeneier nicht aus, verbindet Wunden nicht, räuchert nicht aus, kennt die Furt nicht, kennt Befriedigung nicht, kennt den Weg nicht, kennt sich mit den Weiden nicht aus, melkt trocken und lässt langjährigen Ordensältesten, die schon lange fortgezogen sind, den Vätern und Anführern des Saṅgha, keine besondere Achtung angedeihen.
Und wie weiß ein Mönch nicht, was Form ist? Da versteht ein Mönch nicht wahrhaftig, dass alle Form in den vier Grundzuständen besteht oder von den vier Grundzuständen abgeleitet ist. So weiß ein Mönch nicht, was Form ist.
Und wie kennt sich ein Mönch mit den Kennzeichen nicht aus? Da versteht ein Mönch nicht, dass ein Tor durch seine Taten gekennzeichnet ist und dass ein kluger Mensch durch seine Taten gekennzeichnet ist. So kennt sich ein Mönch mit den Kennzeichen nicht aus.
Und wie liest ein Mönch Fliegeneier nicht aus? Da duldet ein Mönch einen sinnlichen, böswilligen oder grausamen Gedanken, der aufgekommen ist. Er duldet alle schlechten, untauglichen Eigenschaften, die aufgekommen sind. Er gibt sie nicht auf, macht sich nicht von ihnen los, beseitigt sie nicht und merzt sie nicht aus. So liest ein Mönch Fliegeneier nicht aus.
Und wie verbindet ein Mönch Wunden nicht? Wenn ein Mönch mit dem Auge ein Bild sieht, bleibt er an den Merkmalen und Einzelheiten hängen. Da das Sehvermögen nicht gezügelt ist, nehmen schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhand. Er übt keine Zügelung, bewacht das Sehvermögen nicht und hält es nicht im Zaum. Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört … Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht … Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt … Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet … Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, bleibt er an den Merkmalen und Einzelheiten hängen. Da das Vorstellungsvermögen nicht gezügelt ist, nehmen schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhand. Er übt keine Zügelung, bewacht das Vorstellungsvermögen nicht und hält es nicht im Zaum. So verbindet ein Mönch Wunden nicht.
Und wie räuchert ein Mönch nicht aus? Da unterweist ein Mönch andere nicht ausführlich im Dhamma, wie er ihn gehört und sich eingeprägt hat. So räuchert ein Mönch nicht aus.
Und wie kennt ein Mönch die Furt nicht? Da sucht ein Mönch nicht von Zeit zu Zeit Mönche auf, die sehr gelehrt sind, Erben des Erbes, die die Lehre, das Ordensrecht und die Gliederungen im Gedächtnis haben, und stellt ihnen Fragen: ‚Warum, Herr, heißt es so? Was bedeutet das?‘ Diese Ehrwürdigen klären nicht, was unklar ist, decken nicht auf, was verborgen ist, und zerstreuen nicht den Zweifel bezüglich vieler zweifelhafter Fragen. So kennt ein Mönch die Furt nicht.
Und wie kennt ein Mönch Befriedigung nicht? Da ist ein Mönch, wenn die vom Klargewordenen verkündete Lehre und Schulung vorgetragen wird, nicht ergriffen von der Bedeutung und der Lehre und findet keine Freude im Zusammenhang mit der Lehre. So kennt ein Mönch Befriedigung nicht.
Und wie kennt ein Mönch den Weg nicht? Da versteht ein Mönch nicht wahrhaftig den edlen achtfachen Pfad. So kennt ein Mönch den Weg nicht.
Und wie kennt sich ein Mönch mit den Weiden nicht aus? Da versteht ein Mönch nicht wahrhaftig die vier Arten der Achtsamkeitsmeditation. So kennt sich ein Mönch mit den Weiden nicht aus.
Und wie melkt ein Mönch trocken? Da wird ein Mönch von einem Hausbesitzer eingeladen, Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung anzunehmen, und er kennt kein Maß beim Nehmen. So melkt ein Mönch trocken.
Und wie lässt ein Mönch langjährigen Ordensältesten, die schon lange fortgezogen sind, den Vätern und Anführern des Saṅgha, keine besondere Achtung angedeihen? Da behandelt ein Mönch langjährige Ordensälteste, die schon lange fortgezogen sind, die Väter und Anführer des Saṅgha, mit dem Körper, der Sprache und dem Geist nicht stets liebevoll, sowohl öffentlich als insgeheim. So lässt ein Mönch langjährigen Ordensältesten, die schon lange fortgezogen sind, den Vätern und Anführern des Saṅgha, keine besondere Achtung angedeihen.
Ein Mönch mit diesen elf Eigenschaften kann kein Wachstum, keine Zunahme oder Reife in dieser Lehre und Schulung erlangen.
Ein Kuhhirte, der elf Faktoren besitzt, kann eine Kuhherde erhalten und vergrößern. Welche elf? Da weiß ein Kuhhirte, was Form ist, kennt sich mit den Kennzeichen aus, liest Fliegeneier aus, verbindet Wunden, räuchert aus, kennt die Furt, kennt Befriedigung, kennt den Weg, kennt sich mit den Weiden aus, melkt nicht trocken und lässt den Bullen, den Vätern und Anführern der Herde, besondere Achtung angedeihen. Ein Kuhhirte, der diese elf Faktoren besitzt, kann eine Kuhherde erhalten und vergrößern.
Ebenso kann ein Mönch mit elf Eigenschaften Wachstum, Zunahme und Reife in dieser Lehre und Schulung erlangen. Mit welchen elf? Da weiß ein Mönch, was Form ist, kennt sich mit den Kennzeichen aus, liest Fliegeneier aus, verbindet Wunden, räuchert aus, kennt die Furt, kennt Befriedigung, kennt den Weg, kennt sich mit den Weiden aus, melkt nicht trocken und lässt ehrwürdigen Ordensältesten, die schon lange fortgezogen sind, den Vätern und Anführern des Saṅgha, besondere Achtung angedeihen.
Und wie weiß ein Mönch, was Form ist? Da versteht ein Mönch wahrhaftig, dass alle Form in den vier Grundzuständen besteht oder von den vier Grundzuständen abgeleitet ist. So weiß ein Mönch, was Form ist.
Und wie kennt sich ein Mönch mit den Kennzeichen aus? Da versteht ein Mönch, dass ein Tor durch seine Taten gekennzeichnet ist und dass ein kluger Mensch durch seine Taten gekennzeichnet ist. So kennt sich ein Mönch mit den Kennzeichen aus.
Und wie liest ein Mönch Fliegeneier aus? Da duldet ein Mönch einen sinnlichen, böswilligen oder grausamen Gedanken, der aufgekommen ist, nicht. Er duldet keine schlechten, untauglichen Eigenschaften, die aufgekommen sind. Er gibt sie auf, macht sich von ihnen los, beseitigt sie und merzt sie aus. So liest ein Mönch Fliegeneier aus.
Und wie verbindet ein Mönch Wunden? Wenn ein Mönch mit dem Auge ein Bild sieht, bleibt er nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen. Wenn das Sehvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt er Zügelung, bewacht das Sehvermögen und hält es im Zaum. Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört … Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht … Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt … Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet … Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, bleibt er nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen. Wenn das Vorstellungsvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt er Zügelung, bewacht das Vorstellungsvermögen und hält es im Zaum. So verbindet ein Mönch Wunden.
Und wie räuchert ein Mönch aus? Da unterweist ein Mönch andere ausführlich im Dhamma, wie er ihn gehört und sich eingeprägt hat. So räuchert ein Mönch aus.
Und wie kennt ein Mönch die Furt? Da sucht ein Mönch von Zeit zu Zeit Mönche auf, die sehr gelehrt sind, Erben des Erbes, die die Lehre, das Ordensrecht und die Gliederungen im Gedächtnis haben, und stellt ihnen Fragen: ‚Warum, Herr, heißt es so? Was bedeutet das?‘ Diese Ehrwürdigen klären, was unklar ist, decken auf, was verborgen ist, und zerstreuen den Zweifel bezüglich vieler zweifelhafter Fragen. So kennt ein Mönch die Furt.
Und wie kennt ein Mönch Befriedigung? Da ist ein Mönch, wenn die vom Klargewordenen verkündete Lehre und Schulung vorgetragen wird, ergriffen von der Bedeutung und der Lehre und findet Freude im Zusammenhang mit der Lehre. So kennt ein Mönch Befriedigung.
Und wie kennt ein Mönch den Weg? Da versteht ein Mönch wahrhaftig den edlen achtfachen Pfad. So kennt ein Mönch den Weg.
Und wie kennt sich ein Mönch mit den Weiden aus? Da versteht ein Mönch wahrhaftig die vier Arten der Achtsamkeitsmeditation. So kennt sich ein Mönch mit den Weiden aus.
Und wie melkt ein Mönch nicht trocken? Da wird ein Mönch von einem Hausbesitzer eingeladen, Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung anzunehmen, und er kennt das rechte Maß beim Nehmen. So melkt ein Mönch nicht trocken.
Und wie lässt ein Mönch langjährigen Ordensältesten, die schon lange fortgezogen sind, den Vätern und Anführern des Saṅgha, besondere Achtung angedeihen? Da behandelt ein Mönch langjährige Ordensälteste, die schon lange fortgezogen sind, die Väter und Anführer des Saṅgha, mit dem Körper, der Sprache und dem Geist stets liebevoll, sowohl öffentlich als insgeheim. So lässt ein Mönch langjährigen Ordensältesten, die schon lange fortgezogen sind, den Vätern und Anführern des Saṅgha, besondere Achtung angedeihen.
Ein Mönch mit diesen elf Eigenschaften kann Wachstum, Zunahme und Reife in dieser Lehre und Schulung erlangen.“
Das sagte der Buddha. Zufrieden begrüßten die Mönche und Nonnen die Worte des Buddha.
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