Verbundene Lehrreden 11.13
2. Das zweite Kapitel
Mit Mahāli
So habe ich es gehört:
Einmal hielt sich der Buddha bei Vesālī am Großen Wald auf, in der Halle mit dem Giebeldach.
Da ging der Licchaver Mahāli zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:
„Herr, hast du Sakka den Götterfürsten gesehen?“
„Das habe ich, Mahāli.“
„Aber, Herr, sicher musst du jemanden gesehen haben, der Sakka gleicht.
Denn Sakka ist schwer zu sehen.“
„Mahāli, ich verstehe Sakka. Und ich verstehe die Dinge, die er aufgenommen und denen er sich geweiht hat, die ihm ermöglichten, die Stellung Sakkas zu erlangen.
In einem früheren Leben, als Sakka ein Mensch war, war er ein Vedenstudent mit Namen Magha. Darum wird er Maghavā genannt, der Großzügige.
In einem früheren Leben, als Sakka ein Mensch war, war er fähig im Spendengeben. Darum wird er Sakka genannt, der Fähige.
In einem früheren Leben, als Sakka ein Mensch war, war er der Erste, der Spenden gab. Darum wird er Purindada genannt, der Erstspender.
In einem früheren Leben, als Sakka ein Mensch war, spendete er ein Gästehaus. Darum wird er Vāsava genannt, der Hauser.
Sakka denkt in einer Weile an tausend Nöte. Darum wird er Sahassakkha genannt, der Tausendäugige.
Sakkas Frau ist das Titanenmädchen Sujā. Darum wird er Sujampati genannt, Sujās Ehemann.
Sakka herrscht als unumschränkter Gebieter über die Götter der Dreiunddreißig. Darum wird er Devānaminda genannt, der Götterfürst.
In einem früheren Leben, als Sakka ein Mensch war, nahm er sieben Gelübde auf und hielt sie ein. Und weil er sieben Gelübde aufnahm und einhielt, kam es, dass er die Stellung Sakkas erlangte.
Welche sieben?
Solange ich lebe, will ich meine Eltern unterhalten.
Solange ich lebe, will ich die Ältesten in der Familie ehren.
Solange ich lebe, will ich sanft sprechen.
Solange ich lebe, will ich nicht so reden, dass ich andere entzweie.
Solange ich lebe, will ich ohne den Fleck des Geizes im Haus leben, will großzügig hergeben, eine offene Hand haben, mich am Loslassen freuen, will der Wohltätigkeit verpflichtet sein und es lieben, zu geben und zu teilen.
Solange ich lebe, will ich die Wahrheit sprechen.
Solange ich lebe, will ich frei von Zorn sein, oder, wenn Zorn aufkommen sollte, ihn schnell loswerden.
In einem früheren Leben, als Sakka ein Mensch war, nahm er diese sieben Gelübde auf und hielt sie ein. Und weil er diese sieben Gelübde aufnahm und einhielt, kam es, dass er die Stellung Sakkas erlangte.
Ein Kind, das seine Eltern achtet
und die Ältesten in der Familie ehrt,
dessen Rede sanft und höflich ist
und der das Entzweien aufgegeben hat,
der sich dem Entfernen des Flecks des Geizes weiht,
der wahrhaftig ist, den Zorn gemeistert hat:
Von ihm erklären die Götter der Dreiunddreißig,
er sei wahrhaftig ein wahrer Mensch.“
Kommentar [1]
English