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Übersetzungen [20]

Die zehn Kräfte (2)

Verbundene Lehrreden 12.22

3. Das Kapitel über die zehn Kräfte

Die zehn Kräfte (2)

In Sāvatthī.

„Mönche und Nonnen, ein Klargewordener hat zehn Kräfte und vier Arten von Selbstvertrauen. Damit beansprucht er den Platz des Bullen, brüllt sein Löwengebrüll in den Versammlungen und dreht das göttliche Rad.

So ist Form, so ist ihr Ursprung, so ihr Vergehen.

So ist Gefühl, so ist sein Ursprung, so sein Vergehen.

So ist Wahrnehmung, so ist ihr Ursprung, so ihr Vergehen.

So sind Willensbildungsprozesse, so ist ihr Ursprung, so ihr Vergehen.

So ist Bewusstsein, so ist sein Ursprung, so sein Vergehen.

Wenn dieses besteht, gibt es dieses; aufgrund des Erscheinens von diesem erscheint dieses.

Wenn dieses nicht besteht, gibt es dieses nicht; aufgrund des Aufhörens von diesem hört dieses auf.

Das heißt: Unwissenheit ist die Bedingung für Willensbildungsprozesse.

Willensbildungsprozesse sind die Bedingung für Bewusstsein. …

So kommt diese ganze Masse des Leidens zustande.

Wenn Unwissenheit schwindet und restlos aufhört, hören Willensbildungsprozesse auf.

Wenn Willensbildungsprozesse aufhören, hört Bewusstsein auf. …

So hört diese ganze Masse des Leidens auf.

So ist diese Lehre von mir gut erklärt, klargemacht, offengelegt, erhellt und von Stückwerk befreit.

In dieser so gut erklärten Lehre reicht es völlig aus, dass ein ehrbarer Mensch, der aus Vertrauen fortgezogen ist, seine Energie aufrüttelt:

‚Gerne sollen nur Haut, Sehnen und Knochen übrig bleiben! Sollen Fleisch und Blut in meinem Körper vertrocknen! Ich werde nicht aufgeben, bevor ich nicht erreicht habe, was mit menschlicher Stärke, Energie und Tatkraft möglich ist!‘

Ein träger Mensch lebt in Leiden, ist in schlechte, untaugliche Eigenschaften verwickelt und vernachlässigt das große Ziel seines Herzens.

Doch ein energischer Mensch lebt glücklich, abgeschieden von schlechten, untauglichen Eigenschaften, und erfüllt das große Ziel seines Herzens.

Das Beste wird nicht vom Schlechtesten erreicht.

Das Beste wird vom Besten erreicht.

Dieses geistliche Leben ist die Crème, Mönche und Nonnen, und der Lehrer sitzt unter euren Augen.

Daher sollt ihr eure Energie aufrütteln, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist:

‚So wird unser Fortziehen nicht vergeblich sein, sondern reich und fruchtbar.

Und die Dienste derer, deren Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung wir benutzen, werden ihnen reiche Frucht und großen Vorteil bringen.‘

So sollt ihr euch schulen.

Euer eigenes Wohl zu erwägen, Mönche und Nonnen, reicht völlig aus, damit ihr beflissen weitermacht.

Das Wohl anderer zu erwägen, reicht völlig aus, damit ihr beflissen weitermacht.

Das Wohl beider zu erwägen, reicht völlig aus, damit ihr beflissen weitermacht.“

Kommentar [1]