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Übersetzungen [20]

Eine Untersuchung

Verbundene Lehrreden 12.51

6. Das Kapitel über das Leiden

Eine Untersuchung

So habe ich es gehört:

Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:

„Mönche und Nonnen!“

„Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie.

Der Buddha sagte:

„Mönche und Nonnen, inwiefern stellt ein Mönch, der untersucht, eine Untersuchung zur völligen Auflösung des Leidens an?“

„Unsere Lehren wurzeln im Buddha. Er leitet uns und ist unsere Zuflucht. Herr, es wäre gut, wenn der Buddha selbst erklären würde, was das bedeutet. Die Mönche und Nonnen werden zuhören und es behalten.“

„Also dann, Mönche und Nonnen, hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“

„Ja, Herr“, antworteten sie.

Der Buddha sagte:

„Mönche und Nonnen, da stellt ein Mönch eine Untersuchung an:

‚Das Leiden, das ausgehend von Alter und Tod in der Welt erscheint, nimmt viele und vielfältige Formen an.

Was ist die Quelle, der Ursprung, die Wiege und die Herkunft dieses Leidens?

Wenn was besteht, gibt es Alter und Tod? Wenn was nicht besteht, gibt es Alter und Tod nicht?‘

Während er diese Untersuchung anstellt, versteht er:

‚Das Leiden, das ausgehend von Alter und Tod in der Welt erscheint, nimmt viele und vielfältige Formen an. Die Quelle dieses Leidens ist Wiedergeburt.

Wenn Wiedergeburt besteht, gibt es Alter und Tod. Wenn Wiedergeburt nicht besteht, gibt es Alter und Tod nicht.‘

Er versteht Alter und Tod, den Ursprung von Alter und Tod, das Aufhören von Alter und Tod und die passende Übung, die zum Aufhören von Alter und Tod führt. Und er lebt im Einklang mit dieser Übung.

Das nennt man einen Mönch, der zur völligen Auflösung des Leidens übt, zum Aufhören von Alter und Tod.

Dann untersucht er weiter:

‚Aber was ist die Quelle dieser Wiedergeburt? Wenn was besteht, gibt es Wiedergeburt? Wenn was nicht besteht, gibt es Wiedergeburt nicht?‘

Während er diese Untersuchung anstellt, versteht er:

‚Fortgesetztes Dasein ist die Quelle der Wiedergeburt.

Wenn fortgesetztes Dasein besteht, gibt es Wiedergeburt. Wenn fortgesetztes Dasein nicht besteht, gibt es Wiedergeburt nicht.‘

Er versteht Wiedergeburt, ihren Ursprung, ihr Aufhören und die passende Übung, die zu ihrem Aufhören führt. Und er lebt im Einklang mit dieser Übung.

Das nennt man einen Mönch, der zur völligen Auflösung des Leidens übt, zum Aufhören der Wiedergeburt.

Dann untersucht er weiter:

‚Aber was ist die Quelle dieses fortgesetzten Daseins? …‘ …

‚Aber was ist die Quelle dieses Ergreifens? …‘ …

‚Aber was ist die Quelle dieses Verlangens? …‘ …

‚Aber was ist die Quelle dieses Gefühls? …‘ …

‚Aber was ist die Quelle dieses Kontakts? …‘ …

‚Aber was ist die Quelle dieser sechs Sinnesfelder? …‘ …

‚Aber was ist die Quelle dieses Namens und dieser Form? …‘ …

‚Aber was ist die Quelle dieses Bewusstseins? …‘ …

‚Aber was ist die Quelle dieser Willensbildungsprozesse?

Wenn was besteht, gibt es Willensbildungsprozesse? Wenn was nicht besteht, gibt es Willensbildungsprozesse nicht?‘

Während er diese Untersuchung anstellt, versteht er:

‚Unwissenheit ist die Quelle von Willensbildungsprozessen.

Wenn Unwissenheit besteht, gibt es Willensbildungsprozesse. Wenn Unwissenheit nicht besteht, gibt es Willensbildungsprozesse nicht.‘

Er versteht Willensbildungsprozesse, ihren Ursprung, ihr Aufhören und die passende Übung, die zu ihrem Aufhören führt. Und er lebt im Einklang mit dieser Übung.

Das nennt man einen Mönch, der zur völligen Auflösung des Leidens übt, zum Aufhören von Willensbildungsprozessen.

Wenn ein unwissendes Individuum einen guten Willen bildet, zieht das Bewusstsein auf dem Weg seines Verdienstes weiter.

Wenn es einen schlechten Willen bildet, zieht das Bewusstsein auf dem Weg seiner Verderbnis weiter.

Wenn es einen unbewegten Willen bildet, zieht das Bewusstsein auf dem Weg seines unbewegten Zustandes weiter.

Wenn ein Mönch Unwissenheit aufgegeben und Wissen hervorgebracht hat, bildet er keinen guten, keinen schlechten und keinen unbewegten Willen.

Wenn er keinen Willen bildet und nichts beabsichtigt, ergreift er nichts in der Welt.

Wenn er nichts ergreift, ist er nicht unruhig, und wenn er nicht unruhig ist, erlischt er aus sich selbst heraus.

Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘

Wenn er ein angenehmes Gefühl fühlt, versteht er, dass es unbeständig ist; er hängt nicht daran und findet kein Vergnügen daran.

Wenn er ein schmerzhaftes Gefühl fühlt, versteht er, dass es unbeständig ist; er hängt nicht daran und findet kein Vergnügen daran.

Wenn er ein neutrales Gefühl fühlt, versteht er, dass es unbeständig ist; er hängt nicht daran und findet kein Vergnügen daran.

Wenn er ein angenehmes Gefühl fühlt, fühlt er es abgelöst.

Wenn er ein schmerzhaftes Gefühl fühlt, fühlt er es abgelöst.

Wenn er ein neutrales Gefühl fühlt, fühlt er es abgelöst.

Wenn er das Ende des Körpers nahen fühlt, weiß er: ‚Ich fühle das Ende des Körpers nahen.‘ Wenn er das Ende des Lebens nahen fühlt, weiß er: ‚Ich fühle das Ende des Lebens nahen.‘

Er versteht: ‚Wenn mein Körper auseinanderbricht und mein Leben zu Ende ist, wird alles Gefühlte, da ich daran kein Vergnügen mehr finde, hier auf der Stelle kühl werden. Nur körperliche Überreste werden zurückbleiben.‘

Wie wenn da ein Mensch einen heißen Tonkrug aus dem Brennofen eines Töpfers nähme und auf ebene Erde stellte:

Seine Hitze würde auf der Stelle abkühlen, und nur Scherben würden zurückbleiben.

Ebenso weiß er, wenn er das Ende des Körpers nahen fühlt: ‚Ich fühle das Ende des Körpers nahen.‘ Wenn er das Ende des Lebens nahen fühlt, weiß er: ‚Ich fühle das Ende des Lebens nahen.‘

Er versteht: ‚Wenn mein Körper auseinanderbricht und mein Leben zu Ende ist, wird alles Gefühlte, da ich daran kein Vergnügen mehr finde, hier auf der Stelle kühl werden. Nur körperliche Überreste werden zurückbleiben.‘

Was denkt ihr, Mönche und Nonnen?

Würde ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, noch einen guten, einen schlechten oder einen unbewegten Willen bilden?“

„Nein, Herr.“

„Und wenn es überhaupt keine Willensbildungsprozesse gäbe, mit dem Aufhören von Willensbildungsprozessen, gäbe es da noch Bewusstsein?“

„Nein, Herr.“

„Wenn es überhaupt kein Bewusstsein gäbe, mit dem Aufhören von Bewusstsein, gäbe es da noch Namen und Form?“

„Nein, Herr.“

„Wenn es überhaupt keinen Namen und keine Form gäbe, mit dem Aufhören von Namen und Form, gäbe es da noch die sechs Sinnesfelder?“

„Nein, Herr.“

„Wenn es überhaupt keine sechs Sinnesfelder gäbe, mit dem Aufhören der sechs Sinnesfelder, gäbe es da noch Kontakt?“

„Nein, Herr.“

„Wenn es überhaupt keinen Kontakt gäbe, mit dem Aufhören von Kontakt, gäbe es da noch Gefühl?“

„Nein, Herr.“

„Wenn es überhaupt kein Gefühl gäbe, mit dem Aufhören von Gefühl, gäbe es da noch Verlangen?“

„Nein, Herr.“

„Wenn es überhaupt kein Verlangen gäbe, mit dem Aufhören von Verlangen, gäbe es da noch Ergreifen?“

„Nein, Herr.“

„Wenn es überhaupt kein Ergreifen gäbe, mit dem Aufhören von Ergreifen, gäbe es da noch fortgesetztes Dasein?“

„Nein, Herr.“

„Wenn es überhaupt kein fortgesetztes Dasein gäbe, mit dem Aufhören von fortgesetztem Dasein, gäbe es da noch Wiedergeburt?“

„Nein, Herr.“

„Wenn es überhaupt keine Wiedergeburt gäbe, mit dem Aufhören von Wiedergeburt, gäbe es da noch Alter und Tod?“

„Nein, Herr.“

„Gut, gut, Mönche und Nonnen! So ist es und nicht anders.

Vertraut mir in dieser Sache, Mönche und Nonnen, seid überzeugt. Habt keinen Zweifel und keine Unsicherheit.

Eben das ist das Ende des Leidens.“

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