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Übersetzungen [20]

Ein Mönch (1–2)

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster Anāthapiṇḍikas.

Da begab sich ein Mönch zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder. Seitwärts sitzend sprach dieser Mönch zum Erhabenen also:

„Gut wäre es, o Herr, wenn mir der Erhabene in Kürze die Lehre zeigte. Nachdem ich vom Erhabenen die Lehre gehört, will ich einsam weilen, abgesondert, unermüdlich, eifrig und entschlossen“.

„Wozu man neigt, o Mönch, daran wird man gemessen. Woran man gemessen wird, dadurch wird man begriffen. Wozu man nicht neigt, daran wird man nicht gemessen. Woran man nicht gemessen wird, dadurch wird man nicht begriffen“.—„Verstanden ist es, Erhabener! Verstanden ist es, Gesegneter“!

„Wie denn, o Mönch, verstehst du ausführlich den Sinn meiner kurzgefaßten Rede“?

„Wenn man, o Herr, zur Körperlichkeit neigt, dann wird man daran gemessen. Woran man gemessen wird, dadurch wird man begriffen. Wenn man zum Gefühl—zur Wahrnehmung—zu den Gestaltungen—zum Bewußtsein neigt, dann wird man daran gemessen. Woran man gemessen wird, dadurch wird man begriffen.

Wenn man, o Herr, nicht zur Körperlichkeit neigt, dann wird man nicht daran gemessen. Woran man nicht gemessen wird, dadurch wird man nicht begriffen. Wenn man nicht zum Gefühl—zur Wahrnehmung—zu den Gestaltungen—zum Bewußtsein neigt, dann wird man nicht daran gemessen. Woran man nicht gemessen wird, dadurch wird man nicht begriffen. So, o Herr, verstehe ich ausführlich den Sinn jener kurzgefaßten Rede des Erhabenen“.

„Gut, gut, o Mönch! Gut hast du, o Mönch, in ausführlicher Weise den Sinn meiner kurzgefaßten Rede verstanden. Wenn man, o Mönch, zur Körperlichkeit neigt … (Wiederholung von 6–7). So, o Mönch, ist ausführlich der Sinn meiner kurzgefaßten Rede zu verstehen“.

Und jener Mönch, von der Rede des Erhabenen erfreut und befriedigt, erhob sich von seinem Sitz, begrüßte den Erhabenen ehrerbietig, vollzog die Rechtsumwandlung und entfernte sich.

Und jener Mönch lebte nun einsam, abgesondert, unermüdlich, eifrig und entschlossen. Und jenes Ziel, um dessentwillen Söhne aus edler Familie gänzlich vom Hause fort in die Hauslosigkeit ziehen, diese höchste Vollendung des Asketentums hatte er schon nach kurzer Zeit, bei Lebzeiten noch, selber erkannt, durchschaut und verwirklicht. „Versiegt ist die Geburt, vollendet der Heilige Wandel, getan das Werk, nichts Weiteres nach diesem hier“—so hatte er erkannt.

So war nun auch jener Mönch ein Heiliger geworden.

Kommentar [1]