Verbundene Lehrreden 22.49
5. Das Kapitel darüber, als deine eigene Insel zu leben
Mit Soṇa
So habe ich es gehört:
Einmal hielt sich der Buddha bei Rājagaha auf, im Bambuswäldchen, am Futterplatz der Eichhörnchen.
Da ging der Hausbesitzer Soṇa zum Buddha …
Der Buddha sagte zu ihm:
„Soṇa, in Bezug auf Form, die unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, betrachten sich manche Asketen und Brahmanen so: ‚Ich bin besser‘,
‚Ich bin gleich‘
oder ‚Ich bin schlechter‘.
Was ist das anderes, als nicht wahrhaftig zu sehen?
In Bezug auf Gefühl …
In Bezug auf Wahrnehmung …
In Bezug auf Willensbildungsprozesse …
In Bezug auf Bewusstsein, das unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, betrachten sie sich so: ‚Ich bin besser‘,
‚Ich bin gleich‘
oder ‚Ich bin schlechter‘.
Was ist das anderes, als nicht wahrhaftig zu sehen?
In Bezug auf Form, die unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, betrachten sich manche Asketen nicht so: ‚Ich bin besser‘,
‚Ich bin gleich‘
oder ‚Ich bin schlechter‘.
Was ist das anderes, als wahrhaftig zu sehen?
In Bezug auf Gefühl …
In Bezug auf Wahrnehmung …
In Bezug auf Willensbildungsprozesse …
In Bezug auf Bewusstsein, das unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, betrachten sie sich nicht so: ‚Ich bin besser‘,
‚Ich bin gleich‘
oder ‚Ich bin schlechter‘.
Was ist das anderes, als wahrhaftig zu sehen?
Was denkst du, Soṇa?
Ist Form beständig oder unbeständig?“
„Unbeständig, Herr.“
„Aber wenn sie unbeständig ist, ist sie Leiden oder Glück?“
„Leiden, Herr.“
„Aber wenn sie unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man sie dann so ansehen:
‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“
„Nein, Herr.“
„Ist Gefühl …
Ist Wahrnehmung …
Sind Willensbildungsprozesse …
Ist Bewusstsein beständig oder unbeständig?“
„Unbeständig, Herr.“
„Aber wenn es unbeständig ist, ist es Leiden oder Glück?“
„Leiden, Herr.“
„Aber wenn es unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man es dann so ansehen:
‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“
„Nein, Herr.“
„Daher, Soṇa, solltest du jegliche Art von Form – vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, innen oder außen, grob oder subtil, gering oder hochstehend, fern oder nah: jegliche Form – wahrhaftig mit rechter Weisheit sehen: ‚Das ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.‘
Du solltest jegliche Art von Gefühl …
Du solltest jegliche Art von Wahrnehmung …
Du solltest jegliche Art von Willensbildungsprozessen …
Du solltest jegliche Art von Bewusstsein – vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, innen oder außen, grob oder subtil, gering oder hochstehend, fern oder nah: jegliches Bewusstsein – wahrhaftig mit rechter Weisheit sehen: ‚Das ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.‘
Wenn er das sieht, wird ein gebildeter edler Schüler ernüchtert von Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozessen und Bewusstsein.
Wenn er ernüchtert ist, schwindet die Leidenschaft. Wenn die Leidenschaft schwindet, ist er befreit. Wenn er befreit ist, weiß er, dass er befreit ist.
Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘“
Kommentar [1]
English