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Übersetzungen [34]

Das Kennzeichen dessen, was ohne Selbst ist

Verbundene Lehrreden 22.59

6. Das Kapitel über Verwicklung

Das Kennzeichen dessen, was ohne Selbst ist

Einmal hielt sich der Buddha bei Varanasi auf, im Wildpark bei Isipatana.

Da wandte sich der Buddha an die Gruppe der fünf Mönche:

„Mönche!“

„Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie.

Der Buddha sagte:

„Mönche, Form ist ohne Selbst.

Denn wenn Form das Selbst wäre, würde sie nicht zu Beschwerden führen. Und man könnte die Form veranlassen:

‚Meine Form sei so! Meine Form sei nicht so!‘

Weil aber Form ohne Selbst ist, führt sie zu Beschwerden. Und man kann die Form nicht veranlassen:

‚Meine Form sei so! Meine Form sei nicht so!‘

Gefühl ist ohne Selbst …

Wahrnehmung ist ohne Selbst …

Willensbildungsprozesse sind ohne Selbst …

Bewusstsein ist ohne Selbst.

Denn wenn Bewusstsein das Selbst wäre, würde es nicht zu Beschwerden führen. Und man könnte das Bewusstsein veranlassen:

‚Mein Bewusstsein sei so! Mein Bewusstsein sei nicht so!‘

Weil aber Bewusstsein ohne Selbst ist, führt es zu Beschwerden. Und man kann das Bewusstsein nicht veranlassen:

‚Mein Bewusstsein sei so! Mein Bewusstsein sei nicht so!‘

Was denkt ihr, Mönche?

Ist Form beständig oder unbeständig?“

„Unbeständig, Herr.“

„Aber wenn sie unbeständig ist, ist sie Leiden oder Glück?“

„Leiden, Herr.“

„Aber wenn sie unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man sie dann so ansehen:

‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“

„Nein, Herr.“

„Ist Gefühl beständig oder unbeständig?“ …

„Ist Wahrnehmung beständig oder unbeständig?“ …

„Sind Willensbildungsprozesse beständig oder unbeständig?“ …

„Ist Bewusstsein beständig oder unbeständig?“

„Unbeständig, Herr.“

„Aber wenn es unbeständig ist, ist es Leiden oder Glück?“

„Leiden, Herr.“

„Aber wenn es unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man es dann so ansehen:

‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“

„Nein, Herr.“

„Daher sollt ihr jegliche Art von Form – vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, innen oder außen, grob oder subtil, gering oder hochstehend, fern oder nah: jegliche Form – wahrhaftig mit rechter Weisheit sehen: ‚Das ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.‘

Ihr sollt jegliche Art von Gefühl …

jegliche Art von Wahrnehmung …

jegliche Art von Willensbildungsprozessen …

jegliche Art von Bewusstsein – vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, innen oder außen, grob oder subtil, gering oder hochstehend, fern oder nah: jegliches Bewusstsein – wahrhaftig mit rechter Weisheit sehen: ‚Das ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.‘

Wenn er das sieht, wird ein gebildeter edler Schüler ernüchtert von Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozessen und Bewusstsein.

Wenn er ernüchtert ist, schwindet die Leidenschaft. Wenn die Leidenschaft schwindet, ist er befreit. Wenn er befreit ist, weiß er, dass er befreit ist.

Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘“

Das sagte der Buddha.

Zufrieden begrüßte die Gruppe der fünf Mönche die Worte des Buddha.

Und während diese Lehrrede gesprochen wurde, wurde der Geist der Gruppe der fünf Mönche durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit.

Kommentar [1]