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Übersetzungen [17]

Ein Sprecher (= 35.154 nach Hecker)

Ein gewisser Mönch begab sich zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrfurchtsvoll und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, sprach nun dieser Mönch also zum Erhabenen:

„‚Ein Sprecher der Lehre, ein Sprecher der Lehre‘, sagt man, o Herr. Wie aber, o Herr, ist man ein Sprecher der Lehre“?

„Legt ein Mönch, o Mönch, die Lehre dar, um am Auge, am Ohr, an der Nase, an der Zunge, am Körper, am Geist nichts zu finden, um sie zu entreizen und aufzulösen, dann geziemt es sich, ihn einen Sprecher der Lehre zu nennen.

Ist ein Mönch, o Mönch, fortgeschritten darin, am Auge, am Ohr, an der Nase, an der Zunge, am Körper, am Geist nichts zu finden, sie zu entreizen und aufzulösen, dann geziemt es sich, ihn einen Mönch zu nennen, der der Lehre lehrgemäß vorgegangen ist.

Ist ein Mönch, o Mönch, der am Auge, am Ohr, an der Nase, an der Zunge, am Körper, am Geist nichts findet, dabei entreizt ist, sie aufgelöst hat, ohne Ergreifen erlöst, dann geziemt es sich, ihn einen Mönch zu nennen, der schon bei Lebzeiten das Nirvāṇa erreicht hat“.

(In S 12.16 werden die drei Kategorien des Mönches auf die Nidāna-Reihe bezogen. Die dritte Kategorie auch in S 12.67.)

(In S 22.115–116 werden die drei Kategorien auf die fünf Daseinsfaktoren bezogen.)

Der Mönch, der der Lehre lehrgemäß nachfolgt, kann im Idealfall die Auflösung von Wahrnehmung und Fühlbarkeit schon zu Lebzeiten erreichen, ohne schon ein Heiliger zu sein: er ist aber kurz davor. Erst der Heilige hat schon bei Lebzeiten alle Triebe aufgelöst, ohne daß er jene Auflösung von Wahrnehmung und Fühlbarkeit erreicht hat: er ist dann ein Weisheiterlöster, der von allen sechs Sinnen völlig abgelöst ist.

Kommentar [1]