Verbundene Lehrreden 35.17
2. Das Kapitel mit Paaren
Wenn es keine Befriedigung gäbe (1)
„Mönche und Nonnen, wenn es beim Auge keine Befriedigung gäbe, wären die Lebewesen nicht von ihm erregt.
Aber da es beim Auge Befriedigung gibt, sind die Lebewesen von ihm erregt.
Wenn es beim Auge keinen Nachteil gäbe, würden die Lebewesen nicht davon ernüchtert werden.
Aber da es beim Auge einen Nachteil gibt, werden die Lebewesen davon ernüchtert.
Wenn es vom Auge kein Entrinnen gäbe, könnten die Lebewesen ihm nicht entrinnen.
Aber da es vom Auge ein Entrinnen gibt, können die Lebewesen ihm entrinnen.
Wenn es beim Ohr keine Befriedigung gäbe …
Wenn es bei der Nase keine Befriedigung gäbe …
Wenn es bei der Zunge keine Befriedigung gäbe …
Wenn es beim Körper keine Befriedigung gäbe …
Wenn es beim Geist keine Befriedigung gäbe, wären die Lebewesen nicht von ihm erregt.
Aber da es beim Geist Befriedigung gibt, sind die Lebewesen von ihm erregt.
Wenn es beim Geist keinen Nachteil gäbe, würden die Lebewesen nicht davon ernüchtert werden.
Aber da es beim Geist einen Nachteil gibt, werden die Lebewesen davon ernüchtert.
Wenn es vom Geist kein Entrinnen gäbe, könnten die Lebewesen ihm nicht entrinnen.
Aber da es vom Geist ein Entrinnen gibt, können die Lebewesen ihm entrinnen.
Solange die Lebewesen bei diesen sechs inneren Sinnesfeldern die Befriedigung, den Nachteil und das Entrinnen nicht als das, was sie sind, wahrhaftig verstehen, so lange sind sie dieser Welt mit ihren Göttern, Māras und Brahmās, mit dieser Bevölkerung mit ihren Asketen und Brahmanen, Göttern und Menschen nicht entronnen, und sie leben nicht abgelöst, befreit und mit einem grenzenlosen Geist.
Sobald die Lebewesen aber bei diesen sechs inneren Sinnesfeldern die Befriedigung, den Nachteil und das Entrinnen als das, was sie sind, wahrhaftig verstehen, sind sie dieser Welt mit ihren Göttern, Māras und Brahmās, mit dieser Bevölkerung mit ihren Asketen und Brahmanen, Göttern und Menschen entronnen, und sie leben abgelöst, befreit und mit einem grenzenlosen Geist.“
Kommentar [0]