Verbundene Lehrreden 35.91
9. Das Kapitel mit Channa
Erregung (2)
„Erregung, Mönche und Nonnen, ist eine Krankheit, ein Eiterherd, ein Pfeil.
Aus diesem Grund lebt der Klargewordene unbewegt, hat den Pfeil herausgezogen.
Wenn nun ein Mönch wünscht: ‚Dass ich doch unbewegt leben könnte, den Pfeil herausgezogen hätte‘,
so soll er sich nicht das Auge vorstellen, es sich nicht im Auge vorstellen, es sich nicht als Auge vorstellen, sich nicht vorstellen: ‚Das Auge ist mein‘.
Er soll sich nicht Bilder vorstellen …
Er soll sich nicht Augenbewusstsein vorstellen …
Er soll sich nicht Augenkontakt vorstellen …
Er soll sich nicht das angenehme, schmerzhafte oder neutrale Gefühl vorstellen, das durch Augenkontakt bedingt entsteht, es sich nicht in diesem Gefühl vorstellen, es sich nicht als dieses Gefühl vorstellen und sich nicht vorstellen: ‚Dieses Gefühl ist mein‘.
Denn was man sich auch vorstellt, in was man es sich auch vorstellt, als was man es sich auch vorstellt und wovon man sich vorstellt: ‚Das ist mein‘ – das wird etwas anderes.
Die Welt haftet an fortgesetztem Dasein, findet Vergnügen an fortgesetztem Dasein und wird doch etwas anderes.
Er soll sich nicht das Ohr … die Nase … die Zunge … den Körper vorstellen …
Er soll sich nicht den Geist …
Geistbewusstsein …
Geistkontakt vorstellen …
Er soll sich nicht das angenehme, schmerzhafte oder neutrale Gefühl vorstellen, das durch Geistkontakt bedingt entsteht, es sich nicht in diesem Gefühl vorstellen, es sich nicht als dieses Gefühl vorstellen und sich nicht vorstellen: ‚Dieses Gefühl ist mein‘.
Denn was man sich auch vorstellt, in was man es sich auch vorstellt, als was man es sich auch vorstellt und wovon man sich vorstellt: ‚Das ist mein‘ – das wird etwas anderes.
Die Welt haftet an fortgesetztem Dasein, findet Vergnügen an fortgesetztem Dasein und wird doch etwas anderes.
Soweit sich die Aggregate, Elemente und Sinnesfelder erstrecken, soweit stellt sich dieser Mönch nicht dieses vor, stellt es sich nicht in diesem vor, stellt es sich nicht als dieses vor und stellt sich nicht vor: ‚Dieses ist mein‘.
Wenn er sich nichts vorstellt, ergreift er nichts in der Welt.
Wenn er nichts ergreift, ist er nicht unruhig, und wenn er nicht unruhig ist, erlischt er aus sich selbst heraus.
Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘“
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