Verbundene Lehrreden 35.94
10. Das Kapitel über die Sechser
Ungezähmt, unbewacht
In Sāvatthī.
„Mönche und Nonnen, wenn sechs Kontaktfelder nicht gezähmt, bewacht, gehütet und gezügelt sind, bringen sie Leiden.
Welche sechs?
Wenn das Feld des Augenkontakts nicht gezähmt, bewacht, gehütet und gezügelt ist, bringt es Leiden.
Wenn das Feld des Ohrkontakts … das Feld des Nasenkontakts … das Feld des Zungenkontakts … das Feld des Körperkontakts …
Wenn das Feld des Geistkontakts nicht gezähmt, bewacht, gehütet und gezügelt ist, bringt es Leiden.
Wenn diese sechs Kontaktfelder nicht gezähmt, bewacht, gehütet und gezügelt sind, bringen sie Leiden.
Wenn sechs Kontaktfelder gut gezähmt, bewacht, gehütet und gezügelt sind, bringen sie Glück.
Welche sechs?
Wenn das Feld des Augenkontakts gut gezähmt, bewacht, gehütet und gezügelt ist, bringt es Glück.
Wenn das Feld des Ohrkontakts … das Feld des Nasenkontakts … das Feld des Zungenkontakts … das Feld des Körperkontakts …
Wenn das Feld des Geistkontakts gut gezähmt, bewacht, gehütet und gezügelt ist, bringt es Glück.
Wenn diese sechs Kontaktfelder gut gezähmt, bewacht, gehütet und gezügelt sind, bringen sie Glück.“
Das sagte der Buddha.
Und der Heilige, der Lehrer, fuhr fort:
„Eben die sechs Kontaktfelder sind es, Mönche und Nonnen,
die den Ungezügelten zu Leiden führen.
Die, die verstehen, wie man sie zügelt,
leben mit Vertrauen als Partner, nicht triefend.
Wenn du angenehme Bilder gesehen hast
und auch unangenehme,
mach dich von allem Begehren nach Angenehmem los,
ohne zu hassen, was du nicht magst.
Wenn du liebe und unliebe Töne gehört hast,
falle nicht in die Knechtschaft der Töne, die du magst,
mach dich von Hass für die frei, die du nicht magst,
und verletze nicht deinen Geist mit Gedanken an das, was du nicht magst.
Wenn du einen angenehmen, duftenden Geruch gerochen hast
und einen, der faul und unangenehm ist,
mach dich vom Abwehren des Unangenehmen los,
gib dem Sehnen nach Angenehmem nicht nach.
Wenn du einen süßen, köstlichen Geschmack geschmeckt hast
und manchmal einen, der bitter ist,
häng’ dich nicht an den Genuss süßer Geschmäcke
und verachte die bitteren nicht.
Lass dich von einer angenehmen Berührung nicht berauschen
und zittere nicht, wenn sie schmerzhaft ist.
Schau mit Gleichmut auf die Zweiheit angenehmer und schmerzhafter Kontakte,
ohne etwas zu bevorzugen oder zurückzuweisen.
Die Menschen lassen meist ihre Wahrnehmungen wuchern;
sie nehmen wahr und wuchern, so sind sie angezogen.
Wenn du alle Gedanken an das Leben im Haus vertrieben hast,
wandere, zur Entsagung entschlossen.
Wenn der Geist in Bezug auf die Sechs in dieser Art gut entwickelt ist,
wankt er bei keiner Art von Kontakt.
Mönche und Nonnen, wer Gier und Hass gemeistert hat,
geht über Geburt und Tod hinaus.“
Kommentar [1]
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