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Übersetzungen [17]

Mit Bhadraka

Verbundene Lehrreden 42.11

1. Das Kapitel mit Ortsvorstehern

Mit Bhadraka

Einmal hielt sich der Buddha im Land der Maller auf, bei dem mallischen Marktflecken Uruvelakappa.

Da ging der Ortsvorsteher Bhadraka zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:

„Bitte, Herr, lehre mich den Ursprung und das Vergehen des Leidens.“

„Vorsteher, wenn ich dir den Ursprung und das Vergehen des Leidens in der Vergangenheit erklären würde:

‚so war es in der Vergangenheit‘, würdest du vielleicht zweifeln oder unsicher sein.

Wenn ich dir den Ursprung und das Vergehen des Leidens in der Zukunft erklären würde:

‚so wird es in der Zukunft sein‘, würdest du vielleicht zweifeln oder unsicher sein.

Stattdessen werde ich dir den Ursprung und das Vergehen des Leidens erklären, so wie ich jetzt hier sitze und so wie du jetzt dort sitzt.

Hör zu und gebrauche den Geist gut, ich werde sprechen.“

„Ja, Herr“, erwiderte Bhadraka.

Der Buddha sagte:

„Was meinst du, Vorsteher?

Gibt es hier in Uruvelakappa Menschen, bei denen es für dich zu Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis käme, wenn sie hingerichtet würden, ins Gefängnis kämen, ihr Besitz eingezogen oder sie entehrt würden?“

„Solche gibt es, Herr.“

„Aber gibt es hier in Uruvelakappa Menschen, bei denen es für dich nicht zu Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis käme, wenn sie hingerichtet würden, ins Gefängnis kämen, ihr Besitz eingezogen oder sie entehrt würden?“

„Solche gibt es, Herr.“

„Was ist der Grund, was ist die Ursache, dass es dich bekümmern kann, wenn diese Dinge manchen Menschen widerfahren, und wenn sie anderen widerfahren, bekümmert es dich nicht?“

„Die Menschen, bei denen mich das bekümmern würde, sind die, nach denen ich Sehnen und Begehren habe.

Die Menschen, bei denen mich das nicht bekümmern würde, sind die, nach denen ich kein Sehnen und Begehren habe.“

„Von diesem Gegenwärtigen, das du in der Gegenwart gesehen und erkannt hast, das unmittelbar ist, das du erfasst und ergründet hast, kannst du auf die Vergangenheit und Zukunft schließen:

‚Alles Leiden, das in der Vergangenheit entstand, hatte im Sehnen seine Wurzel und seine Quelle.

Denn Sehnen ist die Wurzel des Leidens.

Alles Leiden, das in der Zukunft entstehen wird, wird im Sehnen seine Wurzel und seine Quelle haben.

Denn Sehnen ist die Wurzel des Leidens.‘“

„Es ist unglaublich, Herr, es ist erstaunlich!

Wie treffend der Buddha das gesagt hat!

‚Alles Leiden, das entsteht, hat im Sehnen seine Wurzel und seine Quelle.

Denn Sehnen ist die Wurzel des Leidens.‘

Ich habe einen Jungen namens Ciravāsi, der sich in einem Haus weit weg von hier befindet.

Morgens stehe ich früh auf und schicke jemanden:

‚Geh, muss ich sagen, und sieh nach meinem Jungen Ciravāsi.‘

Bis er zurückkommt, sorge ich mich:

‚Ich hoffe, mit Ciravāsi ist alles in Ordnung!‘“

„Was meinst du, Vorsteher?

Wenn Ciravāsi hingerichtet würde, ins Gefängnis käme, sein Besitz eingezogen oder er entehrt würde, würde es deswegen für dich zu Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis kommen?“

„Das würde mein Leben auf den Kopf stellen, Herr! Wie könnte es da für mich nicht zu Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis kommen?“

„Auch das ist eine Art, zu verstehen:

‚Alles Leiden, das entsteht, hat im Sehnen seine Wurzel und seine Quelle.

Denn Sehnen ist die Wurzel des Leidens.‘

Was meinst du, Vorsteher?

Bevor du Ciravāsis Mutter gesehen oder von ihr gehört hast, hattest du da irgendein Sehnen oder Begehren oder eine Zuneigung zu ihr?“

„Nein, Herr.“

„Dann war es, weil du sie sahst oder von ihr hörtest,

dass du Sehnen oder Begehren oder Zuneigung zu ihr hattest?“

„Ja, Herr.“

„Was meinst du, Vorsteher?

Wenn Ciravāsis Mutter hingerichtet würde, ins Gefängnis käme, ihr Besitz eingezogen oder sie entehrt würde, würde es deswegen für dich zu Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis kommen?“

„Das würde mein Leben auf den Kopf stellen, Herr! Wie könnte es da für mich nicht zu Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis kommen?“

„Auch das ist eine Art, zu verstehen:

‚Alles Leiden, das entsteht, hat im Sehnen seine Wurzel und seine Quelle.

Denn Sehnen ist die Wurzel des Leidens.‘“

Kommentar [1]