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Übersetzungen [17]

Mit dem Prinzen Abhaya

Verbundene Lehrreden 46.56

6. Das Kapitel über Diskutieren

Mit dem Prinzen Abhaya

So habe ich es gehört:

Einmal hielt sich der Buddha bei Rājagaha auf der Geierkuppe auf.

Da ging der Prinz Abhaya zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:

„Herr, Pūraṇa Kassapa sagt:

‚Es gibt keinen Grund und keine Ursache für Nicht-Erkennen und Nicht-Sehen.

Nicht-Erkennen und Nicht-Sehen sind ohne Grund oder Ursache.

Es gibt keinen Grund und keine Ursache für Erkennen und Sehen.

Erkennen und Sehen haben keinen Grund und keine Ursache.‘

Was sagt der Buddha dazu?“

„Prinz, es gibt einen Grund und eine Ursache für Nicht-Erkennen und Nicht-Sehen.

Nicht-Erkennen und Nicht-Sehen haben einen Grund und eine Ursache.

Es gibt einen Grund und eine Ursache für Erkennen und Sehen.

Erkennen und Sehen haben einen Grund und eine Ursache.“

„Aber Herr, was ist der Grund und die Ursache für Nicht-Erkennen und Nicht-Sehen?

Wie haben Nicht-Erkennen und Nicht-Sehen einen Grund und eine Ursache?“

„Es kommt vor, dass das Herz von sinnlicher Begierde überwältigt, in sinnliche Begierde verstrickt ist und man nicht wahrhaftig erkennt und sieht, wie man der aufgekommenen sinnlichen Begierde entrinnen kann.

Das ist ein Grund und eine Ursache für Nicht-Erkennen und Nicht-Sehen.

So haben Nicht-Erkennen und Nicht-Sehen einen Grund und eine Ursache.

Dann kommt es vor, dass das Herz von bösem Willen überwältigt, in bösen Willen verstrickt ist …

dass das Herz von Dumpfheit und Benommenheit überwältigt ist …

dass das Herz von Rastlosigkeit und Reue überwältigt ist …

dass das Herz von Zweifel überwältigt, in Zweifel verstrickt ist und man nicht wahrhaftig erkennt und sieht, wie man dem aufgekommenen Zweifel entrinnen kann.

Das ist ein Grund und eine Ursache für Nicht-Erkennen und Nicht-Sehen.

So haben Nicht-Erkennen und Nicht-Sehen einen Grund und eine Ursache.“

„Herr, wie ist der Name dieser Lehrdarlegung?“

„Man nennt sie die ‚Hindernisse‘, Prinz.“

„Jawohl, Gesegneter, dies sind Hindernisse!

Jawohl, Heiliger, dies sind Hindernisse!

Selbst wenn man nur von einem dieser Hindernisse überwältigt wäre, könnte man nicht wahrhaftig erkennen und sehen, wie erst bei allen fünf.

Aber Herr, was ist der Grund und die Ursache für Erkennen und Sehen?

Wie haben Erkennen und Sehen einen Grund und eine Ursache?“

„Da entwickelt ein Mönch den Faktor des Erwachens Achtsamkeit, der sich auf Abgeschiedenheit, Schwinden und Aufhören stützt und zum Loslassen heranreift.

Mit einem Geist, der den Faktor des Erwachens Achtsamkeit entwickelt hat, erkennt und sieht er wahrhaftig.

Das ist ein Grund und eine Ursache für Erkennen und Sehen.

So haben Erkennen und Sehen einen Grund und eine Ursache.

Dann entwickelt da ein Mönch den Faktor des Erwachens Erforschung der Gesetzmäßigkeiten … Energie … Ekstase … Stille … Versenkung …

Gleichmut, der sich auf Abgeschiedenheit, Schwinden und Aufhören stützt und zum Loslassen heranreift.

Mit einem Geist, der den Faktor des Erwachens Gleichmut entwickelt hat, erkennt und sieht er wahrhaftig.

Das ist ein Grund und eine Ursache für Erkennen und Sehen.

So haben Erkennen und Sehen einen Grund und eine Ursache.“

„Herr, wie ist der Name dieser Lehrdarlegung?“

„Man nennt sie die ‚Faktoren des Erwachens‘, Prinz.“

„Jawohl, Gesegneter, dies sind Faktoren des Erwachens!

Jawohl, Heiliger, dies sind Faktoren des Erwachens!

Selbst wenn man nur einen dieser Faktoren des Erwachens besitzen würde, könnte man wahrhaftig erkennen und sehen, wie erst bei allen sieben.

Als ich auf die Geierkuppe stieg, wurden mein Körper und mein Geist müde. Aber diese Müdigkeit ist nun geschwunden. Und ich habe die Lehre erfasst.“

Kommentar [1]