Verbundene Lehrreden 47.29
3. Das Kapitel über Tugend und Beständigkeit
Mit Sirivaḍḍha
Einmal hielt sich der Ehrwürdige Ānanda bei Rājagaha auf, im Bambuswäldchen, am Futterplatz der Eichhörnchen.
Zu dieser Zeit nun war der Hausbesitzer Sirivaḍḍha mitgenommen, leidend, schwer krank.
Er beauftragte einen Mann:
„He, Mann, bitte geh zum Ehrwürdigen Ānanda und beuge in meinem Namen deinen Kopf zu seinen Füßen. Sage zu ihm:
‚Herr, der Hausbesitzer Sirivaḍḍha ist mitgenommen, leidend, schwer krank.
Er beugt seinen Kopf zu deinen Füßen.‘
Und dann sage:
‚Herr, bitte besuche ihn in seiner Wohnung aus Anteilnahme.‘“
„Ja, Herr“, antwortete der Mann. Er tat, wie Sirivaḍḍha gebeten hatte,
und Ānanda schwieg zum Zeichen der Zustimmung.
Da kleidete sich der Ehrwürdige Ānanda am Morgen an, nahm Schale und Robe, ging zur Wohnung des Hausbesitzers Sirivaḍḍha, setzte sich auf den ausgebreiteten Sitz und sagte zu Sirivaḍḍha:
„Ich hoffe, es geht dir leidlich, Hausbesitzer, ich hoffe, du kommst zurecht. Und ich hoffe, dass der Schmerz nachlässt und nicht zunimmt, dass ein Nachlassen ersichtlich ist, kein Zunehmen.“
„Herr, es geht mir nicht leidlich, ich komme nicht zurecht. Der Schmerz ist schrecklich und nimmt zu, er lässt nicht nach, ein Zunehmen ist ersichtlich, kein Nachlassen.“
„Daher sollst du dich so schulen:
‚Ich werde meditieren, indem ich einen Aspekt des Körpers beobachte – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.
Ich werde meditieren, indem ich einen Aspekt der Gefühle beobachte …
indem ich einen Aspekt des Geistes beobachte …
indem ich einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten beobachte – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.‘
So sollst du dich schulen.“
„Diese vier Arten der Achtsamkeitsmeditation, die vom Buddha gelehrt wurden, sind in mir zu finden und ich bin in ihnen zu sehen.
Denn ich meditiere, indem ich einen Aspekt des Körpers beobachte – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.
Ich meditiere, indem ich einen Aspekt der Gefühle beobachte …
indem ich einen Aspekt des Geistes beobachte …
indem ich einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten beobachte – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.
Und von den fünf niederen Fesseln, die vom Buddha gelehrt wurden, sehe ich keine, die ich nicht aufgegeben hätte.“
„Du hast Glück, Hausbesitzer, so großes Glück!
Du hast die Frucht der Nichtwiederkehr erklärt.“
Kommentar [1]
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