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Übersetzungen [18]

Ein Mönch (2)

Zu einer Zeit weilte der Erhabene in Sāvatthī im Siegerwalde, im Garten Anāthapiṇḍikos. Da nun begab sich ein gewisser Mönch zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrfurchtsvoll und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, wandte sich dieser Mönch also an den Erhabenen:

„Gut wäre es, o Herr, wenn mir der Erhabene in Kürze die Lehre zeigen würde. Damit ich, nachdem ich des Erhabenen Lehre vernommen, einsam, abgesondert, unermüdlich, in heißem innigem Ernste weilen kann“.

„Da meinen wohl einige Toren, an mich herantreten zu müssen und, obwohl die Lehre dieselbe ist, mir nachlaufen zu müssen“.

„Möge mir der Erhabene die Lehre in Kürze zeigen, möge mir der Willkommene die Lehre in Kürze zeigen. Vielleicht werde ich den Sinn der Lehre verstehen. Vielleicht werde ich doch noch ein Erbe des vom Erhabenen Gesprochenen werden“.

„Da hast du denn, o Mönch, dich von Anfang an in den heilsamen Dingen zu läutern.

Und was ist der Anfang der heilsamen Dinge? Gut geläuterte Tugend und gradlinige Ansicht. Und wenn, o Mönch, deine Tugend gut geläutert sein wird und deine Ansicht gradlinig, dann magst du, auf Tugend gestützt, in den Tugenden gefestigt, die vier Pfeiler der Achtsamkeit in dreifacher Weise entfalten. Welche vier?

Da wache, o Mönch, beim Körper über den Körper, bei den Gefühlen über die Gefühle, beim Herzen über das Herz, bei den Erscheinungen über die Erscheinungen, und zwar nach innen, nach außen, nach innen und außen: Unermüdlich, klar bewußt, achtsam, nach Verwindung weltlichen Begehrens und Trübsinns. Wenn du, o Mönch, auf Tugend gestützt, in den Tugenden gefestigt, diese vier Pfeiler der Achtsamkeit derart dreifach entfaltest, dann ist bei dir, o Mönch, bei Tag und Nacht ein Wachsen heilsamer Dinge zu erwarten, kein Rückfall“.

Da war jener Mönch über die Worte des Erhabenen erfreut und zufrieden, erhob sich, grüßte den Erhabenen und ging rechts herum fort.

Und jener Mönch, einsam, abgesondert, unermüdlich, in heißem innigem Ernste verweilend, hatte gar bald, was edle Söhne gänzlich vom Hause fort in die Hauslosigkeit lockt, jenes höchste Ziel des Brahmawandels noch bei Lebzeiten sich offenbar gemacht, verwirklicht und errungen: „Versiegt ist die Geburt, vollendet der Brahmawandel, gewirkt das Werk, nichts Höheres gibt es über dieses hier“, verstand er da. Auch einer der Heiligen war jener Mönch geworden.

Kommentar [1]