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Übersetzungen [22]

Mit Vajirā

Verbundene Lehrreden 5.10

1. Das Kapitel mit Nonnen

Mit Vajirā

In Sāvatthī.

Da kleidete die Nonne Vajirā sich am Morgen an, nahm Schale und Robe und betrat Sāvatthī zum Almosengang.

Sie zog um Almosen durch Sāvatthī. Nach dem Essen, als sie vom Almosengang zurückkam, ging sie für die Meditation des Tages in den Finsteren Wald,

tauchte tief hinein und setzte sich an den Fuß eines Baumes, um zu meditieren.

Und Māra der Böse wollte der Nonne Vajirā Furcht und Entsetzen einjagen, dass sich ihr die Haare sträubten, er wollte sie aus der Versenkung reißen; da ging er zu ihr und redete sie mit einer Strophe an:

„Wer schuf dieses Lebewesen?

Wo ist der, der es machte?

Wo ist das Wesen entstanden?

Und wo hört es auf?“

Da dachte die Nonne Vajirā:

„Wer spricht diese Strophe, ein Mensch oder ein nicht-menschliches Wesen?“

Dann dachte sie:

„Das ist Māra der Böse, er will mir Furcht und Entsetzen einjagen, dass sich mir die Haare sträuben, er will mich aus der Versenkung reißen!“

Und Vajirā, in dem Wissen, dass es Māra der Böse war, antwortete ihm mit einer Strophe:

„Weshalb glaubst du, es gebe so etwas wie ein ‚Lebewesen‘?

Māra, ist das deine Theorie?

Es ist nur ein Haufen Bedingungen,

du wirst hier kein Lebewesen finden.

Wenn die Teile zusammengefügt sind,

gebrauchen wir das Wort ‚Wagen‘.

Ebenso benutzen wir, wenn die Aggregate da sind,

die Übereinkunft ‚Lebewesen‘.

Doch es kommt nur Leiden zustande,

hält eine Weile an und verschwindet dann.

Nichts als Leiden kommt zustande,

und nichts als Leiden hört auf.“

Da dachte Māra der Böse: „Die Nonne Vajirā kennt mich!“ Elend und traurig verschwand er eben dort.

Die Verbundenen Lehrreden über Nonnen sind abgeschlossen.

Kommentar [2]