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Übersetzungen [16]

Mahānāmo (4)

Zu einer Zeit weilte der Erhabene im Lande der Sakyer bei Kapilavatthu im Feigenbaumkloster. Da nun begab sich der Sakyerfürst Mahānamo zum Erhabenen, begrüßte ihn und setzte sich seitwärts nieder. Zur Seite sitzend, wandte sich der Sakyerfürst Mahānāmo an den Erhabenen:

„Wann, o Herr, ist man ein Anhänger“?

„Wenn man zum Erwachten, zur Lehre, zur Jüngerschaft Zuflucht genommen hat, ist man ein Anhänger“.

„Wann aber, o Herr, ist ein Anhänger in Tugend bewährt“?

„Wenn dem Anhänger, Mahānamo, das Töten fern liegt, das Nehmen von Nichtgegebenem fern liegt, die Ausschweifung fern liegt, das Lügen fern liegt, das Trinken von berauschenden Getränken wie Wein und Schnaps fern liegt, dann ist, Mahānāmo, ein Anhänger in Tugend bewährt“.

„Wann aber, o Herr, ist ein Anhänger in Vertrauen bewährt“?

„Da vertraut, Mahānāmo, ein Anhänger der Wachheit des Vollendeten, nämlich so: ‚Das ist der Erhabene, Heilige, Vollkommen Erwachte, der Wissens- und Wandelsbewährte, der Willkommene, der Welt Kenner, der unvergleichliche Leiter der anleitungsbedürftigen Menschen, der Meister der Götter und Menschen, der Erwachte, der Erhabene‘. So ist, Mahānāmo, ein Anhänger in Vertrauen bewährt“.

„Wann aber, o Herr, ist ein Anhänger im Zurücktreten bewährt“?

„Da lebt, Mahānāmo, ein Anhänger im Hause im Gemüte dem Übel des Geizes entgangen: er spürt das Befreiende am Zurücktreten, hat offene Hände, hat Lust am Loslassen, ist offen für Bitten, hat Lust am Verteilen von Gaben. So ist, Mahānāmo, ein Anhänger im Zurücktreten bewährt“.

„Wie aber, o Herr, ist ein Anhänger in Weisheit bewährt“?

„Da hat, Mahānāmo, ein Anhänger Weisheit erworben, die Aufgang und Untergang sieht, edle, durchbohrende, die zur völligen Leidensversiegung ausreicht. So ist, Mahānāmo, ein Anhänger in Weisheit bewährt“.

Kommentar [1]