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Übersetzungen [19]

Welche Tugend?

Lehrreden-Sammelband 2.9

Welche Tugend?

„Mit welcher Tugend, welchem Verhalten,

indem man welche Taten hegt,

würde ein Mensch sich richtig aufstellen

und das höchste Ziel erreichen?“

„Er ehrt die Älteren, ist ohne Eifersucht,

er kennt er die Zeit, seine Lehrer zu besuchen.

Er schätzt die Gelegenheit für einen Dhammavortrag,

lauscht sorgsam den wohl gesprochenen Worten.

Zur rechten Zeit sucht er die Gegenwart des Lehrers

auf friedfertige Art, lässt Starrsinn hinter sich.

Bedeutung, Lehre, Selbstbeherrschung, das geistliche Leben,

das ruft er ins Gedächtnis und setzt es um.

Sich an der Lehre erfreuen, die Lehre genießen,

auf der Lehre stehen, die Lehre bewerten –

nie würde er etwas sagen, das die Lehre herabsetzt,

sondern ließe sich von wahren, wohl gesprochenen Worten führen.

Gelächter, Gebete murmeln, Weinen, Hassen,

Betrügen, Heucheln, Gier und Einbildung,

Angriffslust, Gehässigkeit, Flecken, Schwelgen –

frei von Eitelkeit würde er wandern, standhaft.

Verstehen ist das Wesen wohl gesprochener Worte,

Versenkung das Wesen von Gelehrsamkeit und Verstehen.

Weisheit und Gelehrsamkeit gedeihen nicht

bei einem, der ungestüm und nachlässig ist.

Die sich an der Lehre freuen, die vom Edlen verkündet wurde,

sind unübertrefflich in Rede, Geist und Tat.

In Frieden, Sanftmut und Versenkung verankert,

haben sie das Wesen von Gelehrsamkeit und Weisheit verwirklicht.“

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