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Übersetzungen [13]

Brahmadatta

Strophen der altehrwürdigen Mönche 6.12

Das Sechserbuch

1. Das erste Kapitel

Brahmadatta

Woher soll Zorn kommen bei einem, der frei von Zorn ist,

gezähmt, der ausgeglichen lebt,

der durch rechtes Erkennen befreit ist,

dem Friedvollen, Unberührten?

Wenn du auf einen zornigen Menschen zornig wirst,

machst du nur alles schlimmer für dich.

Wenn du auf einen zornigen Menschen nicht zornig wirst,

gewinnst du die Schlacht, die schwer zu gewinnen ist.

Wenn du weißt, dass der andere zornig ist,

handelst du zum Wohl beider,

deinem eigenen und dem des anderen,

wenn du achtsam bist und ruhig bleibst.

Menschen, die nicht mit der Lehre vertraut sind,

halten einen, der beide heilt,

sich selbst und den anderen,

für einen Toren.

Wenn Zorn in dir aufkommt,

denke an das Gleichnis von der Säge;

wenn Verlangen nach Geschmäcken in dir aufkommt,

erinnere dich an das Gleichnis vom Fleisch eines Kindes.

Wenn dein Geist wegläuft

zu Sinnenfreuden und künftigen Leben,

gebiete ihm rasch Einhalt mit Achtsamkeit,

wie man einer gierigen Kuh, die die Saat frisst, Einhalt gebieten würde.

Kommentar [1]