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Übersetzungen [20]

Ambapālī

Strophen der altehrwürdigen Nonnen 13.1

Das Zwanzigerbuch

Ambapālī

Schwarz, von der Farbe der Bienen, war mein Haar,

mit lockigen Spitzen geziert;

jetzt, alt geworden, gleicht es der Rinde von Hanf –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

Mein Kopf, von Blumen gekrönt,

duftete wie eine Parfümschatulle;

jetzt, alt geworden, riecht er wie Hundefell –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

Mein Haar war dick wie ein dicht bepflanzter Wald,

mit Kamm und Haarnadeln besteckt leuchtete es;

jetzt, alt geworden, ist es strähnig und dünn –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

Mit schwarzen Zöpfen und goldenen Bändern

war es so hübsch, mit Borten durchflochten;

jetzt, alt geworden, ist mein Kopf kahl –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

Wie Sicheln, von Künstlerhand gemalt,

so schön waren einst meine Augenbrauen;

jetzt, alt geworden, hängen sie faltig herab –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

Meine Augen strahlten leuchtend wie Edelsteine,

groß und blauschwarz;

vom Alter verdorben, strahlen sie nicht mehr –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

Wie ein vollkommener Gipfel ragte meine Nase auf,

hübsch in der Blüte meiner Jugend;

jetzt, alt geworden, ist sie runzelig wie eine Pfefferschote –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

Wie liebevoll gearbeitete Kettchen

waren meine Ohrläppchen, so hübsch;

jetzt, alt geworden, hängen sie faltig herab –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

Hell wie die Blüten des Jasmin

waren einst meine Zähne, so hübsch;

jetzt, alt geworden, sind sie bröckelig und gelb –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

Mein Gesang war süß wie der Ruf des Kuckucks,

der durch die Wälder streift;

jetzt, alt geworden, ist er brüchig und krächzend –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

Wie eine blank gescheuerte Muschel

war einst mein Nacken, so hübsch;

jetzt, alt geworden, ist er krumm und gebeugt –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

Wie zwei gerundete Querstangen

waren meine Arme einst, so hübsch;

jetzt, alt geworden, sind sie faltig und ausgebeult wie ein Patalabaum –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

Geschmückt mit polierten goldenen Ringen,

das waren einst meine Hände, so hübsch;

jetzt, alt geworden, gleichen sie roten Rettichen –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

Prall und rund ragten sie einst zusammen auf,

meine beiden Brüste, so hübsch;

jetzt hängen sie herab wie Wassersäcke –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

Wie eine polierte Scheibe aus schimmerndem Gold

war einst mein Körper, so hübsch;

jetzt ist er von zarten Falten überzogen –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

Wie Elefantenrüssel waren einst

meine beiden Oberschenkel, so hübsch;

jetzt, alt geworden, sind sie wie Bambusstangen –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

Mit niedlichen goldenen Fußkettchen

waren einst meine Unterschenkel geschmückt, so hübsch;

jetzt, alt geworden, sind sie wie Sesamstängel –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

Prall wie mit Watte ausgestopft

waren einst meine beiden Füße, so hübsch;

jetzt, alt geworden, sind sie rissig und runzelig –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

So war einst dieser Sack voll Knochen,

doch jetzt ist er verwelkt, ein Ort der Schmerzen;

wie ein verfallendes Haus, von dem der Putz blättert –

das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt.

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