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Übersetzungen [21]

Besinnungstag

Innige Sprüche 5.5

Besinnungstag

So habe ich es gehört:

Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī im Ostkloster auf, im Pfahlbau-Langhaus der Mutter Migāras.

Zu der Zeit, es war der Besinnungstag, saß der Buddha inmitten des Saṅgha der Mönche.

Und als dann die Nacht fortgeschritten war, in der ersten Nachtwache, erhob sich der Ehrwürdige Ānanda von seinem Sitz, ordnete seine Robe über einer Schulter, erhob seine zusammengelegten Hände zum Buddha und sagte:

„Herr, die Nacht ist fortgeschritten. Es ist die erste Nachtwache, und der Saṅgha der Mönche hat lange dagesessen.

Herr, dass der Buddha doch bitte den Mönchen die Ordenssatzung aufsage.“

Doch darauf schwieg der Buddha.

Zum zweiten Mal erhob sich Ānanda von seinem Sitz, als die Nacht fortgeschritten war, in der mittleren Nachtwache, ordnete seine Robe über einer Schulter, erhob seine zusammengelegten Hände zum Buddha und sagte:

„Herr, die Nacht ist fortgeschritten. Es ist die mittlere Nachtwache, und der Saṅgha der Mönche hat lange dagesessen.

Herr, dass der Buddha doch bitte den Mönchen die Ordenssatzung aufsage.“

Doch zum zweiten Mal schwieg der Buddha.

Zum dritten Mal erhob sich Ānanda von seinem Sitz, als die Nacht fortgeschritten war, in der letzten Nachtwache, als der Morgen graute und der Nacht Freude brachte, ordnete seine Robe über einer Schulter, erhob seine zusammengelegten Hände zum Buddha und sagte:

„Herr, die Nacht ist fortgeschritten. Es ist die letzte Nachtwache, der Morgen graut und bringt der Nacht Freude.

Herr, dass der Buddha doch bitte den Mönchen die Ordenssatzung aufsage.“

„Ānanda, die Versammlung ist nicht rein.“

Da dachte der Ehrwürdige Mahāmoggallāna:

„Wen meint der Buddha?“

Und er richtete den Geist darauf, den Geist eines jeden im Saṅgha zu erfassen.

Er sah diese tugendlose Person inmitten des Saṅgha sitzen – mit schlechten Eigenschaften, schmutzig, von verdächtigem Verhalten, hinterhältig, fälschlich gab sie vor, ein Asket zu sein oder ein geistliches Leben zu führen, innerlich verdorben, triefend und verkommen.

Als er sie sah, erhob er sich von seinem Sitz, ging zu ihr und sagte:

„Steh auf, Geehrter, der Buddha hat dich gesehen.

Du kannst nicht in Gemeinschaft mit den Mönchen leben.“

Doch darauf schwieg diese Person.

Zum zweiten und zum dritten Mal

forderte Moggallāna sie auf, zu gehen.

Doch auch zum dritten Mal schwieg diese Person.

Da packte der Ehrwürdige Mahāmoggallāna diese Person am Arm, warf sie zum Tor hinaus und verriegelte die Tür. Dann ging er zum Buddha und sagte zu ihm:

„Ich habe diese Person hinausgeworfen.

Die Versammlung ist rein.

Herr, dass der Buddha doch bitte den Mönchen die Ordenssatzung aufsage.“

„Es ist unglaublich, Moggallāna, es ist erstaunlich,

wie dieser unnütze Mann gewartet hat, bis er am Arm gepackt wurde!“

Da wandte sich der Buddha an die Mönche:

„Von diesem Tag an werde ich nicht mehr den Besinnungstag abhalten oder die Ordenssatzung aufsagen.

Jetzt sollt ihr den Besinnungstag abhalten und die Ordenssatzung aufsagen.

Es ist unmöglich, Mönche, es kann nicht sein, dass ein Klargewordener in einer unreinen Versammlung die Ordenssatzung aufsagen könnte.

Die Titanen sehen acht unglaubliche und erstaunliche Dinge, derentwegen sie das Weltmeer lieben.

Welche acht?

Der Boden des Weltmeers neigt sich schrittweise nach unten, strebt schrittweise nach unten und richtet sich schrittweise nach unten aus, ohne einen plötzlichen Abbruch.

Das ist das erste unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Titanen das Weltmeer lieben.

Weiter ist das Weltmeer beständig, es tritt nicht über seine Grenzen hinaus.

Das ist das zweite unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Titanen das Weltmeer lieben.

Weiter duldet das Weltmeer keinen Kadaver bei sich, sondern trägt diesen rasch zur Küste und wirft ihn auf den Strand.

Das ist das dritte unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Titanen das Weltmeer lieben.

Weiter verlieren alle großen Flüsse – Ganges, Yamunā, Aciravatī, Sarabhū und Mahī –, wenn sie ins Weltmeer münden, ihre früheren Namen und Stämme und gelten einfach als ‚das Weltmeer‘.

Das ist das vierte unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Titanen das Weltmeer lieben.

Weiter wird das Weltmeer, trotz aller Ströme der Welt, die hineinfließen, und trotz der Schauer, die vom Himmel fallen, niemals leerer oder voller.

Das ist das fünfte unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Titanen das Weltmeer lieben.

Weiter hat das Weltmeer einen einzigen Geschmack: den Salzgeschmack.

Das ist das sechste unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Titanen das Weltmeer lieben.

Weiter ist das Weltmeer voll vielfältiger Schätze wie Perlen, Edelsteinen, Beryll, Meeresschneckenhäusern, Bergkristall, Korallen, Silber, Rohgold, Rubinen und Smaragden.

Das ist das siebte unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Titanen das Weltmeer lieben.

Weiter leben im Weltmeer große Geschöpfe wie Leviathane, Leviathan-Fresser, Leviathan-Fresser-Fresser, Titanen, Drachen und Zentauren. Im Weltmeer gibt es Verkörperungen mit einer Länge von hundert Meilen oder gar zweihundert, dreihundert, vierhundert oder fünfhundert Meilen.

Das ist das achte unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Titanen das Weltmeer lieben.

Da sie diese acht unglaublichen und erstaunlichen Dinge sehen, lieben die Titanen das Weltmeer.

Ebenso, Mönche, sehen die Mönche und Nonnen acht unglaubliche und erstaunliche Dinge, derentwegen sie diese Lehre und Schulung lieben.

Welche acht?

So wie der Boden des Weltmeers sich schrittweise nach unten neigt, schrittweise nach unten strebt und sich schrittweise nach unten ausrichtet, ohne einen plötzlichen Abbruch,

ebenso kommt in dieser Lehre und Schulung der Durchbruch zur Erleuchtung durch schrittweise Schulung zustande, durch schrittweises Vorgehen, schrittweise Übung, nicht plötzlich.

Das ist das erste unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Mönche und Nonnen diese Lehre und Schulung lieben.

So wie das Weltmeer beständig ist, nicht über seine Grenzen hinaustritt,

ebenso würden meine Schüler eine Schulungsregel, die für sie niedergelegt wurde, nicht übertreten, nicht einmal, wenn es um ihr Leben ginge.

Das ist das zweite unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Mönche und Nonnen diese Lehre und Schulung lieben.

So wie das Weltmeer keinen Kadaver bei sich duldet, sondern diesen rasch zur Küste trägt und auf den Strand wirft,

ebenso duldet der Saṅgha keine Person, die tugendlos ist, mit schlechten Eigenschaften, schmutzig, von verdächtigem Verhalten, hinterhältig, die fälschlich vorgibt, ein Asket zu sein oder ein geistliches Leben zu führen, innerlich verdorben, triefend und verkommen; sondern er versammelt sich rasch und schließt sie aus. Selbst wenn sie inmitten des Saṅgha sitzt, ist sie weit vom Saṅgha entfernt, und der Saṅgha ist weit von ihr entfernt.

Das ist das dritte unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Mönche und Nonnen diese Lehre und Schulung lieben.

So wie alle großen Flüsse – Ganges, Yamunā, Aciravatī, Sarabhū und Mahī –, wenn sie ins Weltmeer münden, ihre früheren Namen und Stämme verlieren und einfach als ‚das Weltmeer‘ gelten,

ebenso verlieren Angehörige der vier Klassen – Adlige, Brahmanen, Landarbeiter und Hilfsarbeiter –, wenn sie in der Lehre und Schulung, die vom Klargewordenen verkündet wurde, aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben, ihre früheren Namen und Stämme und gelten einfach als ‚Asketen, die dem Sakyer folgen‘.

Das ist das vierte unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Mönche und Nonnen diese Lehre und Schulung lieben.

So wie das Weltmeer, trotz aller Ströme der Welt, die hineinfließen, und trotz der Schauer, die vom Himmel fallen, niemals leerer oder voller wird,

ebenso wird das Element des Erlöschens ohne Rest, obwohl einige Mönche und Nonnen im Element des Erlöschens ohne Rest vollkommen erlöschen, niemals leerer oder voller.

Das ist das fünfte unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Mönche und Nonnen diese Lehre und Schulung lieben.

So wie das Weltmeer einen einzigen Geschmack hat: den Salzgeschmack,

ebenso hat diese Lehre und Schulung einen einzigen Geschmack: den Geschmack der Freiheit.

Das ist das sechste unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Mönche und Nonnen diese Lehre und Schulung lieben.

So wie das Weltmeer voll vielfältiger Schätze ist wie Perlen, Edelsteinen, Beryll, Meeresschneckenhäusern, Bergkristall, Korallen, Silber, Rohgold, Rubinen und Smaragden,

ebenso ist diese Lehre und Schulung voll vielfältiger Schätze wie den vier Arten der Achtsamkeitsmeditation, den vier Arten rechten Bemühens, den vier Grundlagen übersinnlicher Kraft, den fünf Fähigkeiten, den fünf Kräften, den sieben Faktoren des Erwachens und dem edlen achtfachen Pfad.

Das ist das siebte unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Mönche und Nonnen diese Lehre und Schulung lieben.

So wie im Weltmeer große Geschöpfe leben wie Leviathane, Leviathan-Fresser, Leviathan-Fresser-Fresser, Titanen, Drachen und Zentauren; wie es im Weltmeer Verkörperungen mit einer Länge von hundert Meilen gibt oder gar zweihundert, dreihundert, vierhundert oder fünfhundert Meilen,

ebenso leben in dieser Lehre und Schulung große Geschöpfe wie der in den Strom Eingetretene und der, der übt, um die Frucht des Stromeintritts zu verwirklichen; der Einmalwiederkehrer und der, der übt, um die Frucht der Einmalwiederkehr zu verwirklichen; der Nichtwiederkehrer und der, der übt, um die Frucht der Nichtwiederkehr zu verwirklichen; der Vollendete und der, der für die Vollendung übt.

Das ist das achte unglaubliche und erstaunliche Ding, dessentwegen die Mönche und Nonnen diese Lehre und Schulung lieben.

Da sie diese acht unglaublichen und erstaunlichen Dinge sehen, lieben die Mönche und Nonnen diese Lehre und Schulung.“

Und da er diese Sache verstand, drückte der Buddha bei dieser Gelegenheit dieses innige Gefühl aus:

„Der Regen durchnässt Dinge, die verdeckt sind,

er durchnässt nicht, was offen ist.

Daher solltet ihr ein verdecktes Ding öffnen,

sodass der Regen es nicht durchnässt.“

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